1. Bielefelder Investment-Forum als Gemeinschaftsveranstaltung der Bankenvereinigung und der Fachhochschule / Praxiswissen für die Studierenden.
Bielefeld (fhb). "Über den Tellerrand hinausschauen" sollen die Studierenden und einen Einblick in finanzpolitische Themen gewinnen, "die nicht unbedingt Bestandteil des Studiums sind". Mit diesen Worten weist Dekan Prof. Dr. Uwe Rössler vom Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit der Fachhochschule (FH) Bielefeld auf das 1. Bielefelder Investment-Forum hin, das am Mittwoch vor rund 100 Studierenden eröffnet wurde.
Das Forum ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Hochschule mit der Bankenvereinigung Bielefeld. Deren Sprecher Frank Brüggemann hält fest: "Wir wollen die Studierenden mit Fallbeispielen aus der beruflichen Praxis über die Positionen der Privatbanken vor Ort und die Mechanismen der globalen Finanzwelt informieren." Wichtig sei "eine wissenschaftliche Herangehensweise an Wirtschaftsthemen". Das 1. Forum steht unter der Überschrift: "Investieren heute und morgen - was ist die neue Normalität?". Brüggemann: "Wir starten ein Pilotprojekt, aus dem wir eine Veranstaltungsreihe entwickeln wollen."
Das Investment-Forum ist das erste dieser Art am Fachbereich. Es ist als "Gedankenaustausch zwischen Banken und Studierenden angelegt, zwischen Praxis und Hochschule", so Dekan Rössler. Ausdrücklich bedankte er sich bei der Bankenvereinigung für die Bereitschaft, "Informationen aus erster Hand über die praktische Anwendung von Studieninhalten zu vermitteln".
Die Bankenvereinigung ihrerseits hat großes Interesse an den Studierenden. Werner Dressler, gleichfalls Sprecher der Vereinigung: "Die beruflichen Perspektiven bei den Banken sind vielen Nachwuchsakademikern nicht bekannt. Da wollen wir nachhelfen und auch zur Kontaktaufnahme einladen." Um das zu unterstreichen, bietet die Bankenvereinigung den Hochschulstudenten limitiert Praktikumsplätze an.
Vier Fachvorträge standen im Mittelpunkt des Forums. Jürgen Raeke, Geschäftsführer der Berenberg Private Capital, spracht über "Die richtige Vermögensallokation", Dr. Bernd-Christian Balz, Leiter Private Wealth Management der Deutschen Bank, Region Bielefeld, referierte über die "EZB - Ein verdeckter Staatsfinanzierer?". Seitens der Fachhochschule waren dabei: die Professoren Dr. Andreas Uphaus und Dr. Bodo von Rüden. Uphaus widmete sich der Frage "Was treibt unsere Entscheidungen in unsicheren Zeiten?", von Rüden sprach über "Zinsen von Null - Neue Herausforderungen für die Finanzmärkte".
Zur Bankenvereinigung Bielefeld gehören: Bankhaus Lampe, Berenberg Bank, Commerzbank, Credit Suisse, Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Merck Finck & Co., ReiseBank und UBS Deutschland. Diese Institute beschäftigen zusammen in Ostwestfalen-Lippe 1.250 Mitarbeiter an über 100 Standorten. Der Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit der FH Bielefeld ist mit rund 3.000 Studierenden der größte an der FH. Dank eines umfangreichen Netzwerks mit Unternehmen sind Lehre und Forschung praxisorientiert und international ausgerichtet. Dekan Professor Rössler: "Unser neues Investment-Forum verdeutlicht, wie ernst wir es nehmen mit der berufsvorbereitenden Ausbildung. Mit der Bankenvereinigung haben wir hier sicherlich eine erstklassige Partnerschaft gefunden."