Bielefeld (fhb). „Erfreulich und nachahmenswert“, so sieht es die Fachhochschule Bielefeld. Prof. Dr. Uwe Rössler, der Dekan des Fachbereichs Wirtschaft und Gesundheit, formuliert das und schaut dabei seinen Gegenüber an, Steuerberater Wilfried Hesse. Der hatte unlängst diese gute Idee, als er mit den Kanzleien Hesse & Partner GmbH und der ADVISA Steuerberatungsgesellschaft in die neuen Geschäftsräume im Lenkwerk am Stadtholz einzog: Keine Geschenke zur Eröffnung, sondern Geldspenden für den gemeinnützigen Studienfonds OWL. 2.500 Euro sind von den Besuchern und Mandanten zusammengetragen worden, von Hesse großzügig aufgerundet. Geld, das demnächst den Studierenden der FH Bielefeld in Form von Stipendien zu Gute kommen wird. Den entsprechenden Scheck überreichte Hesse jetzt an Julia Buschmann von der Geschäftsführung des Studienfonds OWL.
Der Studienfonds profitiert gleich doppelt von der Spende, denn der Bund legt noch einmal die gleiche Summe im Rahmen seines so genannten ‚Deutschlandstipendien-Programms‘ drauf. Also glatte 5.000 Euro, die ausschließlich für Studierende des Fachbereichs Wirtschaft und Gesundheit vorgesehen sind. Buschmann: „Wir haben in unserer Satzung ausdrücklich festgehalten, dass unsere privaten Spender angeben können, wen genau sie finanzieren wollen.“ Exakt das war für Hesse ein wichtiges und entscheidendes Kriterium.
Fünf OWL-Hochschulen haben den Studienfonds OWL, der mittlerweile als Stiftung fungiert, ins Leben gerufen. Neben der FH Bielefeld sind die beiden Universitäten aus Paderborn und Bielefeld sowie die Hochschule OWL und die Detmolder Musikhochschule vertreten. Im laufenden Jahr konnten immerhin 170 Stipendien in Höhe von je 3.600 Euro vergeben werden, in 2012 sollen es stolze 468 sein. Geld für so viele Stipendien jedenfalls stellt der Bund zur Verfügung, was im Gegenzug bedeutet, dass die Stiftung private Geldgeber findet muss, die die gleiche Summe aufbringen. Buschmann: „Wir freuen uns deshalb sehr über das Engagement von Herrn Hesse und hoffen, dass weitere Sponsoren die Vorteile erkennen, die in der konkreten Unterstützung des akademischen Nachwuchses in der Region liegen.“
Steuerberater Hesse möchte gerne den Studierenden in den Pflege- und Gesundheitsberufen helfen, denn in diesen Berufszweigen werden schon bald wesentliche Veränderungen anstehen. Zusätzlich geht es ihm um Starthilfen bei Existenzgründungen: „Die jungen Leute müssen nicht nur fachlich exzellent ausgebildet werden, sie sollten auch Basiswissen in wirtschaftlichen Bereichen und der Unternehmensführung haben.“ Der Weg in die Selbstständigkeit sei so einfach nicht: nur durchschnittlich 13 Prozent der individuellen Neugründungen überstehen die ersten fünf Jahre, so Hesse.
Bleibt also noch eine Menge zu tun. Die Stiftung Studienfonds OWL ist dabei eine gute Adresse, die Studierenden zu unterstützen. Und sie ist angewiesen auf Sponsoren wie Wilfried Hesse, von denen es „in OWL nicht genug geben kann“, meint Julia Buschmann.
Mehr zum Studienfonds OWL.