Digitale Kompetenz, zukunftsgerichtete Lehre, E-Learning: Das sind nur einige Schlagworte, mit denen sich ein Verbund von 12 Universitäten und Fachhochschulen aus Nordrhein-Westfalen in den kommenden Jahren intensiv auseinandersetzen wird. Mit einem digitalen Auftakttreffen haben die Mitglieder des Projektes „HD@DH.nrw: Hochschuldidaktik im digitalen Zeitalter“ am 18. August ihre Arbeit aufgenommen. Die Hochschulen wollen gemeinsam innovative Wege ebnen, auf denen Lehrende ihre digitalen Kompetenzen weiterentwickeln können. Die FH Bielefeld ist Teil des Konsortiums und ist verantwortlich für den Aufbau des Expertinnen- und Expertenpools der „Flying Experts“. Dies ermöglicht den Hochschulen, entlang der jeweiligen Bedarfe Expertinnen und Experten im Bereich digitale Lehre zu finden und für Beratung und Trainings zu buchen.
„Im zurückliegenden ‚Corona-Semester‘ haben wir alle erlebt, welche Bedeutung digitale Formate für die Hochschullehre haben“, sagt Prof. Dr. Michael Bongardt von der Universität Siegen, Leiter des Konsortiums. „Vieles hat dabei erstaunlich schnell und erstaunlich gut funktioniert. Es wurde aber auch deutlich, wie hoch die Anforderungen an Lehrende sind, die auf hohem Niveau digital lehren und das Lernen der Studierenden unterstützen wollen.“
Im Rahmen des Projektes wird zum Beispiel ein digitaler Raum zur Kommunikation und Kollaboration von Lehrenden entstehen. Dort können sich Neulinge und erfahrene Lehrende austauschen, voneinander lernen und gemeinsam digitale Elemente für ihre Lehre entwickeln. Ein eigener Pool von Expertinnen und Experten der digitalen Lehre ermöglicht es außerdem, rasch und zielgenau Personen zu finden, die den Hochschulen und ihren hochschuldidaktischen Einrichtungen für Vorträge und Beratungen zur Verfügung stehen. Vor allem aber sollen im Rahmen des Projektes digitale Lehr- und Lernformate entwickelt werden, mit deren Hilfe die Lehrenden ihre digitale Kompetenz steigern können.
Hintergrund
Das Konsortium wird von der Universität Siegen und der Fachhochschule Aachen gemeinsam geleitet. Weitere Partner sind: Fachhochschule Bielefeld, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Universität Duisburg-Essen, FernUniversität in Hagen, Hochschule für Musik und Tanz Köln, Technische Hochschule Köln, Fachhochschule Münster, Hochschule Niederrhein, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe und Bergische Universität Wuppertal. Das Projekt ist eingebettet in die Digitale Hochschule NRW, über die die Angebote des Konsortiums allen Hochschulen zur Verfügung gestellt werden sollen. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert die auf vier Jahre angelegte Arbeit mit bis zu 3,5 Millionen Euro. (mst)