26.06.2026

Forschung zum Anfassen: Großes Interesse am Infotag zum Projekt AuToRail OWL

Prof. Naumann erklärt das Projekt, hinter ihm stehen drei wietere Personen
Bahnexperte Prof. Dr. Rolf Naumann (HSBI) leitet das Projekt AuToRail OWL und hat die Besucherinnen und Besucher des Infotags begrüßt. © J. Wunder / HSBI
Das Rangierfahrzeugt auf den Gleisen
Die Gäste konnten das Rangierfahrzeug in Aktion erleben: Noch erfolgt das Ein- und Ausgleisen durch manuelle Steuerung. Ziel des Projekts ist, dass dieser Vorgang automatisiert erfolgt. © J. Wunder / HSBI
Danus Rawert im Gespräch mit einem Gast
Danus Kilian Rawert (rechts) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Systemdynamik und Mechatronik (ISyM) der HSBI und arbeitet im Projekt an der Steuer- und Regelungstechnik für Straße und Schiene. © J. Wunder / HSBI
Henri Dieckmann spricht mit einem Gast
Henri Dieckmann (rechts) ist ebenfalls wissenschafticher Mitarbeiter im ISyM im Projekt AuToRail OWL und stand den Besucherinnen und Besucher beim Infotag für Fragen zur Verfügung. © J. Wunder / HSBI
zwei Banner vor der Halle in Verl
Die Hochschule Bielefeld (HSBI), die TH OWL, die Uni Bielefeld und die Stadt Verl haben gemeinsam zum Infotag unter dem Motto „Forschung zum Anfassen" eingeladen. © J. Wunder / HSBI
Rund 50 Interessierte besuchten am 17. Juni den Infotag unter dem Motto „Forschung zum Anfassen“ am Testfeld in Verl-Kaunitz. Hier erfuhren sie Wissenswertes über das Forschungsprojekt AuToRail OWL, das eingesetzte Versuchsfahrzeug sowie automatisierte Schienen-Straßen-Mobilität. 

Verl (hsbi). Zum Auftakt des Infotags am Testfeld, das sich am Alten Bahnhof in Kaunitz befindet, begrüßte Projektleiter Prof. Dr. Rolf Naumann von der Hochschule Bielefeld (HSBI) die Gäste und stellte die Zielsetzung des Verbundprojekts vor: Im Mittelpunkt steht die Automatisierung eines bestehenden Zweiwegefahrzeugs, das sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene betrieben wird und künftig selbstständig zwischen beiden Verkehrsträgern wechseln soll. Das Fahrzeug soll sowohl auf der Straße als auch der Schiene automatisiert fahren, um in das bestehende Schienennetz eingebunden zu werden, ohne in die Infrastruktur investieren zu müssen. „Das zeitintensive Umladen von Gütern oder Umsteigen von Personen entfällt, sodass der Komfort verbessert und Kosten und Reisezeiten minimiert werden können", so Naumann. 

Die Besucher:innen konnten sich an verschiedenen Stationen über die technischen Inhalte informieren, unter anderem zur Fahrzeugsteuerung, zur Sensorik, zur Systemarchitektur sowie zu den Methoden zur Absicherung sicherheitsrelevanter Funktionen. Die Forschenden von HSBI, TH OWL und Universität Bielefeld gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungsstände und Herausforderungen bei der Integration von Straßen- und Schienenbetrieb in einem gemeinsamen Fahrzeugkonzept. Ein Highlight waren die Testfahrten des Versuchsfahrzeug, das zurzeit allerdings noch manuell gesteuert wird. Das Testfelfd wurde im März 2026 in Betrieb genommen. (Text: TH OWL / vku) 

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Weitere Informationen
Im Forschungsprojekt „Automated Transport of Road and Rail Goods OWL“, kurz: AuToRail OWL, wird ein Konzept für ein Zweiwegefahrzeug entwickelt, das sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene automatisiert fahren kann und die technische Machbarkeit belegt. Am Alten Bahnhof in Verl-Kaunitz ist dafür ein Testfeld eingerichtet worden. Ein Rangierfahrzeug soll künftig automatisiert zwischen Gleis und Straße wechseln. Die HSBI leitet als Konsortialführerin das Projekt, an dem auch die Universität Bielefeld, die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) und die Verler Immobilien- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (VIW) beteiligt sind. Das Projekt wird durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Programms „REGIONALE Ostwestfalen-Lippe: Vernetzte Mobilität und digitale Anwendungen“ gefördert.

Meilenstein im Projekt AuToRail OWL: Testfeld am Alten Bahnhof in Verl-Kaunitz eingerichtet 

Zur Projektseite: https://www.autorail-owl.de