Verl (hsbi). Zum Auftakt des Infotags am Testfeld, das sich am Alten Bahnhof in Kaunitz befindet, begrüßte Projektleiter Prof. Dr. Rolf Naumann von der Hochschule Bielefeld (HSBI) die Gäste und stellte die Zielsetzung des Verbundprojekts vor: Im Mittelpunkt steht die Automatisierung eines bestehenden Zweiwegefahrzeugs, das sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene betrieben wird und künftig selbstständig zwischen beiden Verkehrsträgern wechseln soll. Das Fahrzeug soll sowohl auf der Straße als auch der Schiene automatisiert fahren, um in das bestehende Schienennetz eingebunden zu werden, ohne in die Infrastruktur investieren zu müssen. „Das zeitintensive Umladen von Gütern oder Umsteigen von Personen entfällt, sodass der Komfort verbessert und Kosten und Reisezeiten minimiert werden können", so Naumann.
Die Besucher:innen konnten sich an verschiedenen Stationen über die technischen Inhalte informieren, unter anderem zur Fahrzeugsteuerung, zur Sensorik, zur Systemarchitektur sowie zu den Methoden zur Absicherung sicherheitsrelevanter Funktionen. Die Forschenden von HSBI, TH OWL und Universität Bielefeld gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungsstände und Herausforderungen bei der Integration von Straßen- und Schienenbetrieb in einem gemeinsamen Fahrzeugkonzept. Ein Highlight waren die Testfahrten des Versuchsfahrzeug, das zurzeit allerdings noch manuell gesteuert wird. Das Testfelfd wurde im März 2026 in Betrieb genommen. (Text: TH OWL / vku)
Weitere Informationen
Im Forschungsprojekt „Automated Transport of Road and Rail Goods OWL“, kurz: AuToRail OWL, wird ein Konzept für ein Zweiwegefahrzeug entwickelt, das sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene automatisiert fahren kann und die technische Machbarkeit belegt. Am Alten Bahnhof in Verl-Kaunitz ist dafür ein Testfeld eingerichtet worden. Ein Rangierfahrzeug soll künftig automatisiert zwischen Gleis und Straße wechseln. Die HSBI leitet als Konsortialführerin das Projekt, an dem auch die Universität Bielefeld, die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) und die Verler Immobilien- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (VIW) beteiligt sind. Das Projekt wird durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Programms „REGIONALE Ostwestfalen-Lippe: Vernetzte Mobilität und digitale Anwendungen“ gefördert.