Bielefeld (hsbi). Seine akademische Ausbildung begann Gerhard Wiebe mit einem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld. Für seine dort abgeschlossene Promotion zum Thema „Unternehmerfreiheit versus Verbraucherschutz?! – Das Verhältnis zwischen Unternehmerfreiheit und Verbraucherschutz im Spiegel des öffentlichen Verbraucherschutzrechts“ erhielt Wiebe einen Nachwuchsförderpreis vom Kompetenzzentrum Verbraucherforschung (KVF) NRW. Während seiner Promotionszeit sammelte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Lehrstühlen erste Erfahrungen in Lehre und Forschung. Gefördert wurde seine akademische Laufbahn durch ein Stipendium der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw).
Das Referendariat absolvierte er am Landgericht Bielefeld, u.a. mit Stationen beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und in einer internationalen Wirtschaftskanzlei in Sydney. Anschließend war er als Rechtsanwalt bei der KPMG Law Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Bielefeld, Hamburg und Berlin im Öffentlichen Wirtschaftsrecht tätig. Später wechselte er zur Produktkanzlei in Berlin, wo er nationale und internationale Wirtschaftsakteure sowie -verbände zu sämtlichen Facetten der Product Compliance im Non-Food-Bereich beriet und vertrat.
Parallel zu seiner Anwaltstätigkeit veröffentlichte er zahlreiche Fachbeiträge zu Product-Compliance-Themen und hielt dazu Vorträge. Im Wintersemester 2025/2026 hat er zudem einen Lehrauftrag für Wirtschaftsverfassungsrecht an der Universität Bielefeld übernommen. In der Lehre widmet er sich verschiedenen wirtschaftsrechtlichen Themen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Produktregulierung und -haftung, dem technischen Arbeitsschutzrecht sowie dem Recht der produktbezogenen Digitalisierung, insbesondere KI, Cybersicherheit, digitale Produkte. Besonders freut er sich darauf, mit den Studierenden in Kontakt zu kommen und seine Lehre mit seiner Praxiserfahrung zu verbinden.
Mit seiner neuen Aufgabe an der HSBI kehrt Prof. Wiebe in seine Heimat Bielefeld zurück. Zu dieser Rückkehr gehört für den bekennenden Arminia-Fan natürlich auch die Alm. (nbe)