Rund 70 Teilnehmer:innen, spannende Projektpräsentationen und Beiträge aus allen Fachbereichen: Der erste HSBI-Transfertag am 23. Juni im Konferenzbereich der Hochschule Bielefeld (HSBI) zeigte die Vielfalt von Transfer und unterstrich die Wichtigkeit der „dritten Mission“ für die HSBI. Zwei Workshopsessions und Infostände auf der Magistrale präsentierten die ganze Bandbreite aktueller Transferangebote der Hochschule. Darüber hinaus stand der Tag im Zeichen der neugegründeten Betriebseinheit HSBI Transfer, die sich und ihre Services vorstellte.„Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft verbinden“ war das Motto dies ersten Transfertags an der HSBI. Ein neu gestalteter Flyer unterstrich die Mission bildlich.
Bielefeld (hsbi). Den Anfang machte Prof. Dr. Natalie Bartholomäus. Die Vizepräsidentin für Transfer und gesellschaftliche Wirkung der HSBI eröffnete den Tag mit einem Rückblick auf das bislang Erreichte. Gemeinsam mit Dr. Pascal Humbert, Geschäftsführer von HSBI Transfer, stimmte sie die Besucher:innen auf den Tag ein und stellte die wichtigsten strategische Planungen für die Weiterentwicklung des Transfers an der HSBI vor. Zentrale Aufgabe von HSBI-Transfer sei die Förderung des Transfergeschehens zwischen HSBI, Gesellschaft und Unternehmenswelt von der Idee bis zum Projekt. Diesen Anspruch nimmt auch der neu entwickelte Claim „HSBI Transfer. Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft verbinden“ auf und prägte als inoffizielles Motto das Tagesprogramm.
Erste Workshop-Session: Wirtschaftstransfer
Zwei Workshopsessions und Infostände auf der Magistrale präsentierten beim ersten Transfertag die ganze Bandbreite aktueller Transferangebote der Hochschule.
Im Anschluss startete die erste von zwei Workshop-Session des Nachmittags. Unter dem Motto „Wirtschaftstransfer“ diskutierten die Teilnehmer:innen in vier Workshops Grundfragen des Transfers: Welche Vorteile bieten Kooperationen mit Unternehmen? Welche Hürden und Hemmnisse stehen Transfererfolgen momentan noch im Weg? Welche Möglichkeiten bieten sich für HSBI in der Wissenswerkstadt? Oder, wie gelingt die Verankerung eines Makerthons mit Unternehmen innerhalb eines Studiengangs?, waren einige der Leitfragen, die zum Mitdenken, Fragen und Diskutieren einluden.
Neben der Wahl des richtigen Formats, zeigte sich in allen Workshops, dass auch die zwischenmenschliche Ebene einen wichtigen Anteil zu gelingendem Transfer beitrage: „Egal ob in die Wirtschaft oder die Gesellschaft: Transfer ist immer Vertrauensarbeit. Es geht darum, ein Fundament für einen belastbaren Austausch zu schaffen. An der HSBI setzen wir genau hier an, um über innovative Transferformate noch mehr strategische Partnerschaften zu etablieren – das ist unser klarer Fokus für die Zukunft,“ erklärte HSBI Transfer Geschäftsführer Pascal Humbert.
Zweite Workshop-Session: Gesellschaftstransfer
Wie gelingt die Verankerung eines Makerthons mit Unternehmen innerhalb eines Studiengangs? Antworten auf diese Frage lieferte ein von Prof. Dr. Christiane Nitschke ausgerichteter Workshop.
Nach einer ersten Pause mit Zeit für Erfrischung und Netzwerken, schloss sich die zweite Workshop-Session unter dem Titel „Gesellschaftstransfer“ an.
Anhand ausgewählter Highlight-Projekte der Hochschule wurde deutlich, dass Transfer an der HSBI weit mehr als Industriekooperationen meint. Denn die präsentierten Projekte einte die gemeinsame Arbeit an sozialen und gesundheitlichen Fragestellungen sowie ihr Blick für die darin liegenden gesellschaftlichen Wechselwirkungen:
In der VR-Erfahrung Unhome tauchten die Teilnehmer:innen mithilfe von VR-Brillen in die harte Realität wohnungsloser Menschen ein. Anhand des Perspektivwechsels erlebten sie selbst, wie es ist, ignoriert zu werden, Hunger zu haben und täglich ums Überleben zu kämpfen.
Projekte wie Isycare, Digicare und Educarezeigten, wie das erfolgreiche Zusammenspiel sozialer und technologischer Innovationen zum Wissenstransfer in der Region und im besten Fall zum Nutzen von Patient:innen beitragen kann.
Weil Transfer nicht zuletzt auch über Köpfe funktioniert, beschäftigte sich ein vom InCamS@BI-Projekt veranstalteter Workshop mit dem Thema Alumni-Management: Was fehlt für ein funktionierendes Alumninetzwerk der HSBI? Was wird gewünscht? Wohin soll es gehen?, waren hier wichtige Fragen, die mit den Teilnehmer:innen erarbeitet wurden.
Im vierten Workshop präsentierte sich eine konstante Kooperation: HSBI und VDI – gemeinsam für OWL.
Best Practices und Ausklang
Auch der Fachbereich Campus Minden mit Prof. Bettina Mons war mit einem Stand bei der Präsentation der Transferprojekte vertreten.
Den Abschluss des Tages bildeten zwei Best Practices, die die erfolgreiche Transfergeschichte und Gegenwart der HSBI illustrierten:
Xplanatory berichtete aus der Gegenwart, wie aus einem Forschungsprojekt ein erfolgreiches Start-up entstand, das Unternehmen ein innovatives Wissensmanagmentsystem anbietet.
Das Forschungslabor Mieletec feierte sein 15-jähriges Bestehen und zeigte, wie langfristige Kooperationen zwischen Forschung und Unternehmen zu Transfererfolgen werden: Gemeinsam mit Miele realisieren Prof. Dr. Sonja Schöning und Prof. Dr. Christian Schröder Projekte – von kleinen Initiativen bis zu Abschlussarbeiten von Studierenden. Beide Partner betonten, wie wichtig Vertrauen ist, um auch schwierige Phasen gemeinsam zu meistern.
An diese positive Erkenntnis schloss auch das Fazit von Prof. Natalie Bartholomäus zur gelungenen Premiere des HSBI-Transfertags an: „Ich bin begeistert von der Energie unseres ersten Transfertags. Wir haben gezeigt, wie vielfältig und lebendig Transfer bei uns gelebt wird, und konnten viele neue Impulse setzen. Das Ziel, zu sensibilisieren und zu vernetzen, haben wir voll erreicht. Ein toller Auftakt, der definitiv Lust auf mehr macht!“