Bielefeld (fhb). Im Rahmen einer großen Posterpräsentation im Konferenzbereich des neuen Fachhochschulgebäudes stellten Studierende der Lehreinheit Pflege und Gesundheit am 17. Juni Projektarbeiten vor. Auf 40 Posterwänden wurden Prozessabläufe, Thesen, Zusammenhänge und letztendlich Arbeitsergebnisse eindrucksvoll und übersichtlich präsentiert. Prof. Dr. Beate Klemme, die in der Lehreinheit die Fachgebiete Therapie- und Rehabilitationswissenschaften vertritt, hatte in ihrer Begrüßung festgestellt, dass sie erfreut sei über die Qualität der Arbeiten. Sie lobte das Engagement der Studierenden, die, teils in Kooperation mit Kliniken, für die Themenwahl und das wissenschaftliche Aufbereiten verantwortlich waren.
Im Rahmen des Moduls „Praxisbezogene Projektstudien“ hatten die Studierenden des Bachelorstudiengangs „Berufliche Bildung Pflege / Therapie“ Projekte für und mit Praxiseinrichtungen konzipiert und durchgeführt. Klemme: „Es wurden aktuelle Veränderungsbedarfe der Einrichtungen aufgegriffen und Lösungen für Veränderungsprozesse entwickelt und umgesetzt.“ Insgesamt 18 Arbeiten der Studierenden aus dem 6. Semester waren zu sehen. Es ging beispielsweise um so unterschiedliche Themen wie „Sportphysiotherapie in Afrika“, „Demokratie in der Berufsfachschule“, um „Virtuelle Realitäten in der Pflegeausbildung“, um „Organspende – Welche Rolle spiele ich dabei?“ und um „Mangelernährung – Workshop für Tumorkranke“.
Die Kommilitoninnen und Kommilitonen aus dem dualen Bachelorstudiengang „Gesundheits- und Krankenpflege“, gleichfalls im 6. Semester, hatten im Modul „Fallmanagement in hochkomplexen Pflegesituationen III“ während eines Praxiseinsatzes mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der in der Ausbildung kooperierenden Kliniken pflegebezogene Fragestellungen aufgegriffen und mittels der Methode des Evidence-based Nursing (EBN) den aktuellen Forschungsstand zu diesen praxisrelevanten Themen erarbeitet. Unter EBN wird die Pflege verstanden, die auf dem basiert, was sich durch anerkannte wissenschaftliche Methoden nachweisen lässt.
Auch hier sind die Themenstellungen, 22 an der Zahl, recht unterschiedlich, sie spiegeln die Bandbreite der Handlungsfelder. So werden die „Auswirkungen der Stationsgröße auf das Aggressionspotential“ ebenso unter die Lupe genommen wie das Problemfeld „Besser schlafen trotz Depression - Progressive Muskelrelaxation bei Schlafstörungen“. Gleichfalls von Erkenntnisinteresse: die „Interkulturelle Kommunikation bei Flüchtlingen mit TBC“ und die „Schmerzerfassung bei Demenzerkrankten“ sowie die Antwort auf die Frage „Kompressionsverband vs. Strümpfe bei Thrombose“.
Die Veranstalter der vierstündigen Posterpräsentation waren mit denm Ausgestellten, dem Ausstellungsort und dem Publikumsinteresse sehr zufrieden. Zum Organisationsteam gehörten, neben Professorin Klemme, Christian Grebe, Jan Harms, Christiane Freese sowie die Professorinnen Dr. Michaela Brause und Dr. Christa Büker, allesamt aus der Lehreinheit Pflege und Gesundheit.