Im Seminar »Public Speaking« der Designerin Chris Campe (https://www.allthingsletters.com) bezogen Studierende aus dem Kommunikationsdesign das Medium Text in ihre Gestaltung mit ein. Als Autor*innen und Designer*innen untersuchten sie anhand eigener schriftlicher und grafischer Äußerungen die Beziehung von Inhalt, Form und öffentlicher Wirkung.
Es ist nicht leicht, sich öffentlich zu äußern, besonders für Menschen, die nie dazu ermutigt wurden. Ausgehend von Fragen wie „Was habe ich zu sagen?“ und „Welche Worte sind für den öffentlichen Raum bestimmt?“ kristallisierte sich das Thema „Gleichberechtigung“ als gemeinsamer Nenner heraus, der alle Teilnehmer*innen mehr oder weniger stark beschäftigt. Unter diesem Oberbegriff reicht die Bandbreite der Texte von Alltagserfahrungen, die das Leben von Frauen prägen, über innere Welten als Rückzugsort bis zu den psychologischen Folgen zunehmender Klimaschäden. Das Ziel aller Texte ist es, eine Verbindung zu den Leser*innen und Betrachter*innen zu schaffen und ihnen zu erlauben, sich in diesen Äußerungen wiederzuerkennen.
Die Studierenden probierten aus, wie sich solche Verbindungen mit Text herstellen lassen. Um ihre Worte im Großformat auf die Wand zu malen, entwickelten sie individuelle Schriftformen mit ungewohnten, analogen Schreibwerkzeugen wie Schwammpinseln und Malerrollen. Mit der Ausstellung »Manchmal fehlen mir die Worte« präsentieren sie ihre Ergebnisse in der Galerie in der Lampingstraße. Zur Eröffnung am 18. Juni um 18 Uhr laden wir herzlich ein.
Wandtexte von Suvi Dröge, Lia Marie Görgen, Alisa Hamm, Pia Hauschild, Shanna Horstmeier, Laura Hüffmeier, Ana Nuria Isken, Jule Niemann, Franziska Renz, Romie Sandforth, Larissa Thenhausen, Nina Venice Vodegel, Lisa-Marie Wickord, Clara Wixforth
Aussttellungstitel: Shanna Horstmeier
Plakat: Ana Nuria Isken, Romie Sandforth
Eröffnung: 18.6.2026, 18 Uhr
Ausstellung: 19.6. bis 10.7.2026
Galerie, HSBI Fachbereich Gestaltung, Lampingstraße 3, Bielefeld
