Veranstaltungen

Di., 23.06. – Mi., 02.09.2026 | Hochschule Bielefeld, Hauptgebäude

Ausstellung „Rafft Euch empor! – Jüdische Aktivistinnen aus Westfalen in der ersten Frauenbewegung“

Die Ausstellung wird am 30. Juni 2026 um 19:00 Uhr in der Magistrale des Hauptgebäudes der HSBI im Rahmen einer kleinen Vernissage eröffnet.  
23
Jun
Eine gezeichnete Frauenfigur
© FB Gestaltung

Hiermit laden wir Sie zur zweiten Etappe der Ausstellung „Rafft Euch empor! – Jüdische Aktivistinnen aus Westfalen in der ersten Frauenbewegung“ ein, die im Sommersemester 2025 in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten und Studierenden des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Bielefeld entwickelt und gestaltet wurde. 

In der Ausstellung wird anhand von neun Protagonistinnen das gesellschaftliche Engagement der Frauen gewürdigt, die sich zuerst im Deutschen Kaiserreich und später in der Weimarer Republik in und aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft in sowohl jüdischen als auch nicht-jüdischen Organisationen maßgeblich für Frauenrechte eingesetzt haben.  

Dies sind Berta Marcus und Rebecca Hanf, die sich für gleiche Bildungschancen und gerechte Berufseinstiege für Mädchen und junge Frauen stark machten, Hertha Hoffmann, die als erste Frau in Nordrhein-Westfalen ihr eigenes Automobilunternehmen leitete, Ottilie Schoenewald und Luise Elias, die für das Frauenwahlrecht demonstrierten, Rosi Wolfstein und Jeanette Wolff, die aus der Arbeiterbewegung heraus bis in die parlamentarische Politik hinein wirkten, sowie Martha Ruben-Wolf und Frida Levy, die sich für Frauengesundheit, sexuelle Aufklärung sowie das Recht für Abtreibung einsetzten.

Aufgabe der Studierenden war es zunächst, alle diese Frauen durch lebensgroße gezeichnete Portraits nicht nur sichtbar zu machen, sondern den Ausstellungsbesucher:innen auf Augenhöhe gegenüber zu stellen. Die Zeichnungen wurden anschließend im Digitaldruck auf Sperrholzplatten übertragen und von den Studierenden in dreidimensionalen Ausstellungselementen zu dem reichhaltigen von den Mitarbeiter:innen des Jüdischen Museums Westfalen recherchierte Material in einen nun räumlich erfahrbaren Ausstellungszusammenhang gesetzt. Weitere lebensgroße figürliche Darstellungen repräsentieren - z.B. als Eingangsfigur - die vielen unbekannt gebliebenen Aktivisten, illustrieren als Schaumodell die deformierenden Auswirkungen der bis zum ersten Weltkrieg selbstverständlichen Fischbeinkorsette, oder geben wie am Beispiel der portraitierten jungen Rabbinerin Helene Shani-Braun am Ende der Ausstellung einen Ausblick darauf, wie es mit der Frauenbewegung weiterging bzw. inwieweit feministische Themen auch in der Gegenwart Gegenstand des gesellschaftlichen Lebens sind. Anhand mehrerer Mitmachstation für die Besucher:innen wird verdeutlicht, wie aktuell die von ersten Aktivistinnen der Frauenbewegung bearbeiteten Themen heute für uns sind.

Dieses Kooperationsprojekt zwischen der HSBI und dem Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten wurde durch die LWL-Kulturstiftung gefördert. 

Die Ausstellung wird am 30. Juni 2026 um 19:00 Uhr in der Magistrale des Hauptgebäudes der Hochschule Bielefeld im Rahmen einer kleinen Vernissage eröffnet.

23
Jun
Auf einen Blick
Ausstellung „Rafft Euch empor! – Jüdische Aktivistinnen aus Westfalen in der ersten Frauenbewegung“
Ausstellung
Dienstag, 23.06. – Mittwoch, 02.09.2026
Hochschule Bielefeld, Hauptgebäude, Magistrale
Interaktion 1, 33619 Bielefeld
Zielgruppen:
Alle Interessierten
Beschäftigte der HSBI
Forschende
Lehrende
Studierende
Verfasste Studierendenschaft (Fachschaften, AStA, StuPa)
Anmeldung:

Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Ausstellung ist kostenlos und kann zu den Öffnungszeiten des Hauptgebäudes (Mo. – Fr.: 07:00 – 22:00 Uhr, Sa.: 8:00 – 20:00 Uhr) besucht werden.