Dr. Friedrich Meschede, der Direktor der Kunsthalle Bielefeld, lobt: "Eine anregende Kunst-Initiative für alle, die die Stadt und ihre Bilder zu lesen wissen." Und Dr. Friedemann Malsch, der Direktor des Kunstmuseums Liechtenstein, urteilt: "Ein sehr interessantes Konzept, das es so noch nicht gibt. Die PLAKARTIVE hat das Potenzial für ein Alleinstellungsmerkmal in der Kunstszene."
Auch die Politik äußert sich deutlich. Brigitte Biermann, die Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt, findet es "besonders gut, dass mit der PLAKARTIVE Kunst dort zu sehen ist, wo sie von Menschen wahrgenommen wird, die normalerweise wenige Berührungspunkte zu Kunst und Kultur haben". Die Motive und Zitate hat sie als spannend, einige auch als provokativ empfunden. Biermann: "Mir gefällt, dass sie zum Nachdenken anregen und auch zum Widerspruch reizen. Wenn man voraussetzt, dass Künstler die Aufgabe haben, mit ihrer Kunst auch zu provozieren und herauszufordern, dann haben die Künstler der PLAKARTIVE diese Aufgabe erfüllt." Für die stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses, Ricarda Osthus, stellt die Veranstaltung PLAKARTIVE eine gelungene Ergänzung in der Vielfalt kultureller Angebote in Bielefeld dar.
Ebenso Hartmut Meichsner, der Vorsitzende der CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Bielefeld-Mitte: "Es wäre wünschenswert, wenn es gelänge, die PLAKARTIVE auch in den nächsten Jahren dauerhaft fortzusetzen." Hans-Jürgen Franz, Bezirksbürgermeister Mitte, meint: "Eine gelungene Aktion und für den öffentlichen Raum im Stadtbezirk Mitte, eine echte Bereicherung."
Gestalter Professor Göbel hatte mit seinem neuen Ausstellungs-Konzept eine enge Verbindung von Kunst und Design herstellen und zugleich auch aktuelle Tendenzen von Graffiti und Street-Art einbeziehen wollen. So konnte man während der gesamten Ausstellungszeit nicht nur das Ensemble der Plakate begutachten, sondern zugleich Graffiti-Künstler live bei der Arbeit beobachten. "Ein lebhaftes, dynamisches, unkonventionelles Gesamtkonzept", sagt Göbel.
Wie viele Besucher tatsächlich die Ausstellung besucht haben, darüber kann natürlich nur spekuliert weder. Eintrittskarten wurden nicht verkauft, registrieren am zentralen Info-Point im Kulturzentrum "Nummer zu Platz" ließ sich niemand. Die Presse berichtete häufiger, die regionalen Veranstaltungskalender verwiesen auf die PLAKARTIVE.
Die Befürchtung, die Plakat-Kunstwerke könnten abhandenkommen oder demoliert werden, bestätigten sich nicht. Aus dem städtischen Amt für Verkehr, dem Ordnungsamt und dem Umweltbetrieb hieß es unisono, dass die PLAKARTIVE eine "sehr schöne und unkomplizierte Veranstaltung war". Keine Beschwerden, keine Probleme. Oder, plakativ formuliert: Eine rundweg gelungene Präsentation. Fortsetzung absehbar. Zur 800-Jahr-Feier der Stadt Bielefeld im Jahre 2014. Und dann einer von hoffentlich vielen bunten Kulturbausteinen. Plakatflächen in neuen Dimensionen.
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Die PLAKARTIVE:
Eine Kooperation des Fachbereichs Gestaltung der FH Bielefeld mit dem Kulturamt der Stadt Bielefeld, gefördert von der Firma Ströer Deutsche Städte Medien (DSM), der Volksbank Bielefeld und der Bielefelder Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (BGW). Stadtklar e.V. Bielefeld, Subkultur e.V. Bielefeld unterstützen die PLAKARTIVE.
Mehr unter: www.plakartive.de