KI in den Mittelstand bringen: Erfolgreiche Ausrichtung des 6. Workshops „KI in KMU“ auf der INFORMATIK 2025

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Mit Beteiligung der Arbeitsgruppe Angewandte KI der Hochschule Bielefeld fand am 16. September 2025 der 6. Workshop „Künstliche Intelligenz im Mittelstand“ (KI-KMU 2025) an der Universität Potsdam statt. Die Veranstaltung, die von einem breiten Konsortium renommierter Forschungseinrichtungen getragen wurde, erwies sich mit 40 Teilnehmenden und zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen als großer Erfolg.

Ein besonderes Merkmal des Workshops ist die Zusammenarbeit eines breiten Konsortiums an Partnern, die ihre jeweiligen Netzwerke in die Veranstaltung einbrachten. Neben der federführenden Arbeitsgruppe Angewandte KI der Hochschule Bielefeld waren das Transferzentrum für Digitalisierung, Analytics & Data Science Ulm (DASU), das Netzwerk für angewandte KI an der HTWK Leipzig, das Zentrum für künstliche Intelligenz Mecklenburg-Vorpommern der Uni Rostock, das Technologietransferzentrum Digitale Intelligenz Oberfranken der TH Nürnberg sowie das Wildauer Netzwerk Künstliche Intelligenz an der TH Wildau beteiligt.

 

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Der Workshop gliederte sich dieses Jahr in vier thematische Blöcke, die verschiedene Aspekte der KI-Anwendung im Mittelstand beleuchteten. So wurden beispielsweise im Block „Computer Vision in KMU“ innovative Ansätze zur Bildverarbeitung präsentiert, darunter die DINOv2-basierte Defekterkennung und die automatisierte Identifikation von Störstoffen in Bioabfall. Ein weiterer Block widmete sich dem Thema „LLMs in KMU“ mit Beiträgen zur Entwicklung agentenbasierter Systeme, zur Evaluation von KI-gestalteten Benutzeroberflächen sowie zu LLM-gesteuerten Planungsmethoden für die CO2-Reduktion im Tiefbau. Ein Höhepunkt des Workshops war der Block „KI in KMU – quo vadis?“ mit einem Vortrag über die unersetzbare Rolle des Menschen in KI-gestützten Entscheidungsprozessen.

Das Grußwort von Dr. Friederike Haase, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz Brandenburg, unterstrich die politische Relevanz des Themas. Die anschließende Panel-Diskussion bot reichlich Raum für intensiven Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

„Der Workshop hat eindrucksvoll gezeigt, dass das Potenzial von KI im Mittelstand enorm ist, wenn die spezifischen Rahmenbedingungen kleiner und mittlerer Unternehmen berücksichtigt werden“, resümiert Prof. Dr. Hans Brandt-Pook von der Hochschule Bielefeld. Prof. Dr. Frederik Bäumer ergänzt: „Die breite Beteiligung unterschiedlicher Partner aus ganz Deutschland hat nicht nur für eine inhaltliche Vielfalt gesorgt, sondern auch die überregionale Vernetzung der HSBI im Bereich KI gefördert. Diese Kooperationen werden für zukünftige Forschungsprojekte und Transferaktivitäten von großem Wert sein.“

Die erfolgreiche Durchführung des Workshops unterstreicht die zunehmende Bedeutung angewandter KI-Forschung und deren Transfer in die mittelständische Wirtschaft. Der Workshop wird auch künftig ein wichtiges Format bleiben, um den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis voranzutreiben und die Implementierung von KI-Lösungen im deutschen Mittelstand zu fördern.

Für Rückfragen stehen Prof. Dr. Hans Brandt-Pook (hans.brandt-pook@hsbi.de) und Prof. Dr. Frederik Bäumer (frederik.baeumer@hsbi.de) von der Hochschule Bielefeld gerne zur Verfügung.