23.12.2009

Neue Erkenntnisse über Nanomagnete, weltweit vernetzte Simulationen und seniorengerechte Assistenzsysteme

Forschungsprofessur für Professor Dr. Christian Schröder vom Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik.

"Neue Erkenntnisse über Nanomagnete, weltweit vernetzte Simulationen und seniorengerechte Assistenzsysteme", so fasst Professor Dr. Christian Schröder vom Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik die Ergebnisse seiner Arbeiten im Rahmen seiner Forschungsprofessur zusammen. Gemeinsam mit 15 Wissenschaftlern der Fakultäten für Chemie und Physik der Universität Bielefeld und des Physikalischen Instituts der Universität Erlangen-Nürnberg konnte Professor Schröder während seiner Forschungsprofessur die Einrichtung der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 2,1 Millionen € geförderten Forschergruppe 945 "Nanomagnete: von der Synthese über die Wechselwirkung mit Oberflächen zur Funktion" bewirken.  

Als federführender Teilprojektleiter des Projekts P5 "Ab-initio- und Modelluntersuchungen freier und deponierter magnetischer Moleküle" führt Professor Schröder gemeinsam mit seinem Mitarbeiter und Doktoranden Dipl.-Phys. Thomas Englisch umfangreiche Simulationen durch. "Diese Simulationen haben z.T. monströse Ausmaße, aber wir bekommen hierbei glücklicherweise aus der ganzen Welt Unterstützung", erklärt Professor Schröder und verweist damit auf ein weiteres Projekt, das er im Rahmen seiner Forschungsprofessur verfolgt hat. Mit "Spinhenge@home" betreibt Professor Schröder eines der größten sogenannten "Public Resource Computing" Projekte der Welt, bei dem sich mehr als 170.000 Computer an der Berechnung der thermodynamischen Eigenschaften magnetischer Moleküle beteiligen. "Wir haben bereits sehr viel über diese Technologie gelernt und es gibt hier sehr interessante Optimierungs- und Erweiterungsmöglichkeiten", führt Professor Schröder aus. Dies sah auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) so und bewilligte Professor Schröder eine Förderung über 230.000 € im Rahmen der Förderlinie "IngenieurNachwuchs" für sein Projekt "Visu@alGrid", in dem er gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Dipl.-Ing. Thomas Hilbig an der Weiterentwicklung der "Public Resource Computing" Technologie arbeitet. Hinter dem Namen "BiSHoP" verbirgt sich ein ganz neues Projekt von Professor Schröder, dessen Inhalt im Hinblick auf Brisanz und Aktualität den anderen Projekten in nichts nach steht. "Im Rahmen von BiSHoP, die Abkürzung steht für 'Bielefeld Safe Home Project', befassen wir uns mit einem Problem, dass auf uns alle einmal zukommen wird. Wir werden älter, möchten aber so lange wie möglich zu Hause wohnen bleiben, auch wenn wir aufgrund unseres Gesundheitszustandes Pflege benötigen", erklärt Professor Schröder.  

Mit dem Projekt BiSHoP verfolgen Professor Schröder und sein Team die Idee intelligente und vernetzte Assistenztechnologien zur Erleichterung des Alltags von Senioren und Pflegebedürftigen zu entwickeln. "Um hier jedoch nicht am Bedarf vorbei zu entwickeln, sollen die Assistenzsysteme in enger Kooperation mit Pflegespezialisten und Architekten im Labor und in Feldstudien erprobt werden", so Professor Schröder. Während seiner Forschungsprofessur hat Professor Schröder mehrere Fachartikel verfasst und seine Ergebnisse auf nationalen und internationalen Konferenzen vorgestellt. Darüber hinaus wurde er für seine Arbeiten im Bereich des molekularen Magnetismus für den "Olivier Kahn International Award" nominiert.