26.10.2015

Markenpiraterie bekämpfen

IHK Bielefeld und der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik veranstalten Informationstag zu zukunftsorientierter Produktkennzeichnung und Rückverfolgbarkeit für die Industrie

Bielefeld (fhb). Die Zahl der Produkt- und Markenfälschungen steigt jedes Jahr an. Da die Qualität von Plagiaten nicht in gleichem Maße gesichert ist wie bei Originalprodukten, wird unter Umständen nicht nur der gute Ruf der Marken geschädigt, vielmehr können Fälschungen auch die Gesundheit und sogar das Leben von Verbrauchern gefährden. Deshalb hatte am Mittwoch, 21. Oktober, die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld in Kooperation mit dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule (FH) Bielefeld, der GS 1 Germany, der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold und der Handwerkskammer Ostwestflane-Lippe zu Detmold in die FH Bielefeld geladen, um Unternehmensvertretern neueste Technologien und Verfahren vorzustellen, mit denen sich die Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Produkten realisieren lässt. Denn nur durch verlässliche Kennzeichnungen kann festgestellt werden, ob ein Plagiat vorliegt oder nicht.

Das Thema wurde anhand von sechs Vorträgen vorgestellt. Den Anfang machte Prof. Dr. Brunhilde Steckler vom Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit der FH Bielefeld. Sie stellte ihr Forschungsprojekt "Markenpiraterie im Kontext des deutschen und europäischen Wirtschaftsrechts vor. Guido Linden von GS1 Germany in Köln sprach über die Standardisierung und Authentifizierung in der technischen Industrie. Die Bauteil-Direktkennzeichnung mittels Laser wurde von Jörg Schmelter der TRUMPF Laser- und Systemtechnik in Olfen vorgestellt. Tobias Prinz von Cognex Corporation in Karlsruhe referierte über "DataMatrix- und Barcode: Identifikation, Prozesskontrolle und Verifikation", während Ingrid Bichelmeir-Boehn von Schaeffler Technologies in Schweinfurt über "Produkt- und Markenpiraterie - ein globales und multidimensionales Problem - proaktive Lösungsansätze mit DataMatrixCode" sprach. Zum Abschluss berichtete Prof. Dr. Marc-Oliver Schierenberg vom Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik über "Datamatrix an der FH-Bielefeld - Möglichkeiten und Chancen für gemeinsame Projekte".