"Die besten Dienstleistungen erreichen Bibliotheken dort, wo sie die Arbeitsweisen, Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Nutzer gut kennen und auf sie eingehen", so Dr. Karin Ilg. Mit einem offenen Ohr für Kundenbedürfnisse möchte sie die Services der Hochschulbibliothek weiterentwickeln und effektiver machen. "Die Bibliothek sollte ein 'Serviceknoten' sein, der Lernen, Lehren und Forschen wirksam und innovativ unterstützt", so Ilg. "Dass ich dieses Ziel gemeinsam mit einem hochmotivierten Team und mit Partnern innerhalb und außerhalb der Hochschule angehen kann, freut mich ganz besonders."
Die nähere Zukunft bietet einige Chancen für Verbesserungen in der Bibliothek: am Campus Lange Lage werden längere Öffnungszeiten, mehr Gruppen- und Computerarbeitsplätze, mehr Aufenthaltsqualität realisierbar sein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau des Bereichs eLearning zusammen mit der DVZ. Die vielen Facetten ihrer Aufgaben begeistern Ilg: "Ich finde es reizvoll, dass an der Hochschulbibliothek die unterschiedlichsten Handlungsfelder selbstverständlich zusammengehören - von der klassischen Literaturversorgung über elektronische Informationsdienste und neue Schulungskonzepte bis zu Ausstellungen und Artothek". Die Artothek wird ebenso wie die Ausstellungsreihe "Wissen und Kunst" in Kooperation mit dem Fachbereich Gestaltung gepflegt.
Zuletzt arbeitete Karin Ilg an der Universitätsbibliothek Bielefeld in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Open Access und betreute die Fachreferate Literaturwissenschaft und Philosophie. Zuvor, von 2005 bis 2007, absolvierte Ilg ein Referendariat als wissenschaftliche Bibliothekarin an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover. Dort wirkte sie daran mit, dass Leibniz' Briefwechsel in das Weltdokumentenerbe-Register der UNESCO aufgenommen wurde. Zeitgleich begann sie ein Fernstudium am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, das sie 2007 mit dem Master of Arts (Library and Information Science) abschloss.
Dr. Karin Ilg war vom November 2004 an drei Jahre lang Vizepräsidentin der von ihr mitbegründeten European Society for Early Modern Philosophy (ESEMP e.V.) an der FernUniversität in Hagen Als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitete Ilg in den Jahren 2001 bis 2005 an den Universitäten Halle-Wittenberg, Bielefeld und Bamberg. Ilg promovierte 2003 an der Universität Münster. Sie studierte Mathematik und Philosophie.