Fynn Gottschalk und Finlay Werding waren im just zu Ende gegangenen Wintersemester 2025/26 für ein halbes Jahr zu Gast an der Universidad de las Américas Puebla, zwei Autostunden östlich von Mexico City gelegen. Normalerweise studieren die beiden im Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Bielefeld. Im Rahmen des DAAD-Förderprogramms German-Mexican International Collaboration (GEMEXIC) konnten sie sich während ihres Auslandssemesters fachlich und sprachlich weiterbilden und jede Menge spannende Eindrücke aus einer fremden Kultur sammeln.Prof. Dr. Mariam Dopslaf mit ihren DAAD-Stipendiaten Finlay Werding, Fynn Gottschalk und Van Dat Nguyen auf dem Campus der Universidad de las Américas Puebla (UDLAP), zwei Autostunden östlich von Mexico City gelegen.
Gütersloh (hsbi). Der Ort Cholula im mexikanischen Bundesstaat Puebla wirbt gern damit, dass er die älteste Stadt Lateinamerikas sei. Tatsächlich siedelten dort bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. Menschen. Bis zur Ankunft der spanischen Eroberer wuchs die Stadt für die Ureinwohner zu einem bedeutenden spirituellen Zentrum heran. Heute ist Cholula ein Vorort der Millionenmetropole Puebla und beherbergt nicht nur bedeutende prä- und postkolumbianische Sakralbauten wie die Gran Pirámide de Cholula, fertiggestellt etwa 750 n. Chr., und die Capilla Real aus dem 16. Jahrhundert, sondern auch die Universidad de las Américas Puebla (UDLAP), Partneruniversität der Hochschule Bielefeld (HSBI) – ein überaus geeigneter Ort für HSBI-Studierende, sich interkulturell weiterzubilden.
DAAD-Förderung für die Kooperation zwischen HSBI und UDLAP
„Das Land Mexiko und die Universität haben meine Erwartungen absolut übertroffen!“
Fynn Gottschalk, Wirtschaftsingenieurstudent an der HSBI
Drei Studierende, die diese Möglichkeit im vergangenen Wintersemester genutzt haben, sind Finlay Werding, Fynn Gottschalk und Van Dat Nguyen, die am Campus Bielefeld der HSBI den Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen belegt haben. Ermuntert und unterstützt in ihren Reiseplänen wurde das Trio von Prof. Dr. Mariam Dopslaf, Professorin für Technisches Dienstleistungsmanagement am Campus Gütersloh der HSBI und Beauftragte für Internationalisierung des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik. Finanziell gefördert wurde die drei Studierenden vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen des sogenannten ISAP-Programms German-Mexican International Collaboration (GEMEXIC), in dem auch Informationsangebote zur Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes integriert sind.
Lateinamerikaexpertin Prof. Dr. Mariam Dopslaf, Professorin für Technisches Dienstleistungsmanagement am Campus Gütersloh der HSBI und Beauftragte für Internationalisierung des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik, stand den beiden Studierenden bei der Planung ihres Auslandssemesters mit Rat und Tat zur Seite.
Ziel des Programms ist es, die Bande zwischen der HSBI und der UDLAP zu stärken und Studierende beider Universitäten dabei zu unterstützen, zu „international trainierten und aufgeschlossenen Ingenieuren“ zu werden, heißt es auf der Website des Programms. „Ich wollte neue Erfahrungen im Ausland sammeln, eine andere Kultur kennenlernen und mich persönlich weiterentwickeln“, sagt Fynn Gottschalk. „Ein Auslandssemester war für mich die Gelegenheit, mal über den eigenen Tellerrand hinauszublicken.“ Finlay Werding ergänzt, dass er „seine Komfortzone mal verlassen“ wollte und dass Mexiko ihn besonders wegen seiner Kultur, Sprache und der Möglichkeit zu reisen gereizt habe. Was das Studium betrifft, habe er sich vor allem auf wirtschaftliche Module konzentriert, besonders in den Bereichen Brandmanagement und Sales. „Außerdem wollte ich mein Spanisch verbessern und sicherer im Englischen werden.“
Lebendiger Campus, etwas lockerer als in Deutschland, viel Sport – das ist die UDLAP
Bei der UDLAP handelt es sich um eine reine Campus-Universität mit über 70 Studiengängen aus den Bereichen Wirtschaft, Sozialwesen, Ingenieur- und Geisteswissenschaften. „Der Campus ist wirklich beeindruckend – fast wie eine eigene kleine Stadt mit Fitnessstudio, Restaurants und großen Grünanlagen“, erzählt Fynn Gottschalk. „Das Studium ist praxisnah und die Atmosphäre auf dem Campus sehr lebendig.“
Dort zu studieren, sei „sehr angenehm“ gewesen, sagt auch Finlay Werding. „Das Studium ist etwas lockerer als in Deutschland, insgesamt etwas leichter, mit mehr Frontalunterricht und mehreren kleineren Prüfungen statt einer großen am Ende.“ Gefallen hat ihm außerdem, dass es auf dem Campus sehr viele Sportmöglichkeiten gibt.
Reisen im Gastland bilden das i-Tüpfelchen des Auslandssemesters
Trotzdem waren es die Reisen, die Finlay Werding in sein Auslandsemester eingeplant hatte, die ihn am meisten beindruckt haben. „Besonders waren die Tripps nach Cancún, Puerto Escondido und Acapulco – die Strände dort sind unglaublich schön. Auch der Aufstieg auf den Malinche war ein tolles Erlebnis. Ich habe viele freundliche Menschen kennengelernt und mein Spanisch stark verbessert.“ Kommilitone Fynn Gottschalk ergänzt: „Neben dem Reisen haben das vielfältige Essen, die Landschaft und die Gastfreundschaft der Menschen bei mir einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen.“
Das Resümee ihres Auslandssemesters fällt für beide Studierende positiv aus: „Ich kann nur jedem empfehlen, ein Auslandssemester an der UDLAP zu machen, vor allem mit der Unterstützung des DAAD“, sagt Finlay Werding. „Es ist eine tolle Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, neue Dinge zu lernen und viele unvergessliche Erfahrungen zu sammeln. Fynn Gottschalk: „Das Land Mexiko und die Universität haben meine Erwartungen absolut übertroffen!“ (lk)