07.10.2026

Erster HSBI-Forschungspreis geht an den Humanmechatroniker und Neurorobotiker Prof. Dr. Axel Schneider

Grueppenfoto Sven battermann Axel Schneider und Anant Patel. Axel Schneider hält einen Bluemnstrauß in der Hand
Verleihung des ersten HSBI-Forschungspreises an Prof. Dr. Axel Schneider (m.) durch Prof. Dr. Anant Patel (r., Vizepräsident für Forschung und Entwicklung) und Prof. Dr. Sven Battermann (l., in Vertretung für den HSBI-Förderverein). © J. Pieper/HSBI
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Prof. Dr. Axel Schneider (r.) ist Prodekan für Forschung am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik.
Mit dem erstmals verliehenen HSBI-Forschungspreis würdigt die Hochschule Bielefeld herausragende individuelle Forschungsleistungen. Die Auszeichnung geht in diesem Jahr an Prof. Dr.-Ing. Axel Schneider, der Forschung und Transfer an der HSBI maßgeblich vorantreibt und dabei stets auch über die Grenzen seines Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik hinaus aktiv ist.

Bielefeld (hsbi). Die Hochschule Bielefeld (HSBI) zeichnet in diesem Jahr erstmals herausragende Forschungsleistungen mit dem mit 5.000 Euro dotierten HSBI-Forschungspreis aus. Der Gewinner 2026 ist Prof. Dr. Axel Schneider vom Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik.

Prof. Dr. Anant Patel, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung an der HSBI und Mitglied der Jury: „Der HSBI-Forschungspreis macht Forschung an der Hochschule Bielefeld künftig noch sichtbarer und soll herausragende Leistungen würdigen. Prof. Dr. Axel Schneider ist ein überaus verdienter Preisträger. Er ist in zahlreichen Forschungsprojekten und -kooperationen aktiv, arbeitet interdisziplinär, treibt Forschung und Transfer an der HSBI maßgeblich voran und engagiert sich in verschiedenen Gremien innerhalb und außerhalb der HSBI.“

Human- und Biomechatronik, (Rehabilitations-) Robotik und periphere Biosignale als Forschungsfelder

„Der HSBI-Forschungspreis macht Forschung an der Hochschule Bielefeld künftig noch sichtbarer und soll herausragende Leistungen würdigen.“

Prof. Dr. Anant Patel, HSBI-Vizepräsident für Forschung und Entwicklung

Axel Schneider ist studierter Elektrotechniker und Informatiker und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Human- und Biomechatronik, Neuro-, Wearable- und exoskelettaler Robotik im Kontext des Neuroengineerings und der Rehabilitationsrobotik. Er konnte in allen für den HSBI-Forschungspreis wesentlichen Kriterien höchste Wertungen erzielen. Seine Forschungsaktivitäten umfassen annähernd 20 Drittmittelprojekte mit einem Gesamtfördervolumen von rund 15 Millionen Euro. Drei seiner Projekte werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert – ein besonderes und seltenes Prädikat für Forschungsprojekte an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Zu Schneiders Forschungsprofil gehören darüber hinaus zahlreiche Kooperationen, u.a. mit der Universität Bielefeld und mit regionalen und überregionalen Industriepartnern.

Publikationen, internationale Forschungsaktivitäten, Verbindung von Forschung und Lehre

Foto: Zwei Männer stehen an einem Pflegebett vom ISyM und unterhalten sich
Bei einem Besuch von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (r.) bei CareTech OWL demonstrierte Prof. Dr. Axel Schneider (l.) ein Pflegebett, das mittels Sensorik die Druckverteilung beim Liegen erkennt.

Prof. Schneider kann in seiner Karriere als Forscher allein auf 78 peer-reviewte Publikationen verweisen, davon 30 in den vergangenen fünf Jahren. Für seine wissenschaftliche Arbeit ist er seit 2011 „Honoured Lifetime Member“ des Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und wurde unter anderem mit dem VDI-Ehrenring ausgezeichnet.

Eng mit seiner Forschung verbunden ist sein Engagement in der Lehre. So hat Schneider insgesamt 83 Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten im Kontext seines Forschungsprofils betreut. Hinzu kommen sechs abgeschlossene und vier laufende Promotionen sowie die Betreuung mehrerer Postdoktorand:innen.

International ist Schneider ebenfalls aktiv: Zu seinen Forschungsaktivitäten gehören internationale Kontakte und Kooperationen (z.B. Italien, Schweiz, Dänemark, USA, Großbritannien, Australien), gemeinsame Publikationen sowie die Teilnahme an internationalen Tagungen.

Engagement für die Hochschule Bielefeld und darüber hinaus

Neben Forschung und Lehre engagiert sich Schneider in zahlreichen Funktionen für die HSBI. Er ist Prodekan für Forschung am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik sowie Sprecher des Instituts für Systemdynamik und Mechatronik (ISyM).

Bei CareTech OWL, der ersten zentralen wissenschaftlichen Einrichtung (ZWE) der HSBI für technologische Forschungsvorhaben im Gesundheits- und Sozialwesen, engagiert er sich als Gründungs- und Vorstandsmitglied und darüber hinaus ist er Mitglied im Promotionskolleg NRW sowie im Promotionsausschuss der Abteilung Technik und Systeme.

Die Bandbreite der Aktivitäten Schneiders hat die Jury überzeugt

Die Jury bestand aus HSBI-Forschungsvizepräsident Prof. Dr. Anant Patel, Prof. Dr. Natalie Bartholomäus, HSBI-Vizepräsidentin für Transfer und gesellschaftliche Wirkung, sowie Prof. Dr. Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Entscheidend für die Wahl von Schneider war laut Jury das Zusammenspiel aus wissenschaftlicher Qualität, Forschungsaktivität, Kooperationen, Internationalität, Transfer, Lehre und Engagement. Prof. Dr. Anant Patel: „Die Jury hatte zahlreiche hochkarätige Nominierungen zu bewerten. Wir hatten wirklich die Qual der Wahl. Am Ende hat uns die beeindruckende Bandbreite der Aktivitäten von Prof. Schneider überzeugt und für die höchste Punktzahl gesorgt.“

Der mit 5.000 Euro dotierte HSBI-Forschungspreis wird von der Fördergesellschaft der Hochschule Bielefeld e.V. unterstützt und ist für die weitere Forschung vorgesehen. Das Preisgeld kann unter anderem für projektbezogenes Arbeiten, Veröffentlichungen, Laborausstattung oder Forschungsreisen eingesetzt werden. (abo/lk)