Auf ihrer zdi.NRW-Herbstreise hat Ina Brandes (MdL), Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das Schüler:innenlabor experiMINT diGiTal am Campus Gütersloh der Hochschule Bielefeld besucht. Die Ministerin nahm an einem Ferienkurs teil, in dem Schüler:innen der Sekundastufe 1 ihr technisches Talent ausprobieren können. Am Rande der Veranstaltung übergab Brandes HSBI-Vertretern einen Förderbescheid für das Projekt MINT.health. Dieses Vorhaben möchte Mitmachformate für junge Menschen entwickeln, die an der Schnittstelle von Gesundheit, Pflege und Technik angesiedelt sind. Ministerin Ina Brandes besuchte im Schüler:innenlabor experiMINT diGiTal am Campus Gütersloh einen Ferienkurs, in dem Schüler:innen der Sekundarstufe 1 ihr technisches Talent ausprobieren können.
Gütersloh/Bielefeld (hsbi). Schüler:innen der Sekundarstufe 1, die sich spielerisch den Themen Robotik, Konstruktion und Programmierung nähern wollen, sind mit dem innovativen Bausatz eines bekannten dänischen Spielzeugherstellers gut bedient: Bausteine, die viele Jugendliche noch aus ihrem Kinderzimmer kennen, können hier mit einer Steuereinheit, Motoren und Sensoren erweitert werden. Am Ende des kreativen Prozesses entstehen so zum Beispiel kleine autonome Fahrzeuge oder Roboter. Das wollten in diesen Herbstferien zwölf Schüler:innen aus dem Kreis Gütersloh einmal selbst ausprobieren und buchten deshalb den Kursus im Schüler:innenlabor experiMINT diGiTal am Campus Gütersloh der Hochschule Bielefeld (HSBI).
zdi.NRW-Angebote sollen junge Menschen möglichst früh für Technikthemen begeistern
Das Schüler:innenlabor experiMINT diGiTal ist ein außerschulischer Lernort, der zu zdi.NRW gehört. Die Abkürzung steht für „Zukunft durch Innovation NRW“ und ist unter der Trägerschaft des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen das europaweit größte Netzwerk zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses mit annähernd 5.700 Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Schulen und Hochschulen, Politik und weiteren gesellschaftlichen Gruppen. Im Rahmen ihrer zdi.NRW-Herbstreise kam Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, nun nach Gütersloh, um aus der Nähe zu erfahren, wie das Angebot des Schüler:innenlabor experiMINT diGiTal vermittelt wird und bei der Zielgruppe ankommt.
Im Rahmen ihrer zdi.NRW-Herbstreise kam Ministerin Ina Brandes nach Gütersloh, um u.a. zu erfahren, wie das Angebot des Schüler:innenlabor experiMINT diGiTal vermittelt wird.
Ina Brandes: „Die Ausbildung junger Menschen zu qualifizierten Fachkräften ist DIE entscheidende Zukunftsfrage, ob wir unseren Wohlstand und unsere soziale Sicherheit werden halten und mehren können. Denn die großen Herausforderungen etwa des Klimawandels und der nachhaltigen Energieversorgung werden wir nur meistern, wenn wir jungen Menschen Lust auf MINT machen. Ich danke den vielen engagierten und erfahrenen Fachleuten in unseren zdi-Laboren, denen das ganz hervorragend gelingt. Und die Schülerinnen und Schüler kann ich nur ermutigen, jede Gelegenheit zu nutzen, Neues in Naturwissenschaften und Technik zu entdecken. Mit diesem Wissen werdet Ihr beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben!“
Interesse an der Digitalisierung bei Mädchen und jungen Frauen wecken
„Als Hochschule für Angewandte Wissenschaft ist es uns wichtig, bereits für Schüler:innen ein niedrigschwelliges Angebot außerhalb der Schule bereitzuhalten.“
HSBI-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk
Begrüßt wurde die Ministerin von HSBI-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk: „Technik kann Spaß machen! Als Hochschule für Angewandte Wissenschaft ist es uns wichtig, bereits für Schüler:innen ein niedrigschwelliges Angebot außerhalb der Schule bereitzuhalten. In den Schüler:innenlaboren in Gütersloh und Bielefeld können sie ihre Talente ausprobieren und bestehenden Interessen intensiv und spielerisch nachgehen.“
Miriam Wöstemeier, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der HSBI und Koordinatorin des Schüler:innenlabors experiMINT diGiTal Gütersloh ergänzt: „Wir haben uns insbesondere zum Ziel gesetzt, das Interesse von Mädchen und jungen Frauen an den technischen Aspekten der Digitalisierung zu steigern. Bestenfalls entscheiden sich die Schüler:innen dann später für ein Studium in NRW aus dem Themenfeld von Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik.“
Förderbescheidübergabe für MINT.health – Technik, die junge Leute begeistert und in der Pflege hilft
Bei der Förderbescheidübergabe für das Bielefelder Schüler:innenlabor: v.l. Prof. Dr. Markus Zimmermann, Dekan des Fachbereichs Gesundheit, Prof. Dr. Lars Fromme, Leiter des Schüler:innenlabors experiMINT, Ministerin Ina Brandes und HSBI-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk.
Zu diesen sogenannten MINT-Fächern gehört auch das Projekt von Prof. Dr. Lars Fromme und Prof. Dr. Markus Zimmermann, denen die Ministerin am Rande ihres Besuches den Förderbescheid in Höhe von annähernd 150.000 Euro übergab. Der Physiker Fromme ist Leiter des Schüler:innenlabors experiMINT am Campus Bielefeld der HSBI, der Pflegewissenschaftler Zimmermann ebendort Dekan des Fachbereichs Gesundheit. MINT.health – so der Titel ihres gemeinsamen Projekts – soll in einem Zeitraum von zwei Jahren wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Bereichen Gesundheit, Technik und Künstliche Intelligenz (KI) in altersgerechte Bildungsformate für Schüler:innen ab der Sekundarstufe 1 überführen. Zu diesem Zweck werden im Schüler:innenlabor experiMINT und in den Skills Labs des Fachbereichs Gesundheit interaktive Workshops, Projekttage und Wettbewerbe stattfinden. Thematisiert wird u.a., wie KI und elektronische Patientenakte den Pflegeprozess planen helfen, Sensoren Sensoren und Roboter die Pflege unterstützen, wie Maschinen lernen, Krankheiten zu erkennen, und wie Apps und Wearables bei Prävention und Therapie helfen können – alles Felder, in denen in Zukunft sehr gute Berufschancen bestehen.
Miriam Wöstemeier (l.), Koordinatorin des Schüler:innenlabors experiMINT diGiTal Gütersloh: „Wir haben uns insbesondere zum Ziel gesetzt, das Interesse von Mädchen und jungen Frauen an den technischen Aspekten der Digitalisierung zu steigern."
MINT.health wird gefördert im Rahmen der Programmlinie „zdi-MINTplus.NRW – Beitrag zur Fachkräftesicherung für MINT-Berufe (EFRE)“. Ziel ist die Nachwuchsförderung unter besonderer Berücksichtigung von jungen Menschen, deren Potenziale leicht übersehen werden und die bislang einen erschwerten bzw. keinen Zugang zu außerschulischen MINT-Bildungsangeboten haben. In dieser Förderlinie ist von der HSBI ein Eigenanteil von 50 Prozent zu erbringen, die andere Hälfte stellt der Fördermittelgeber bereit.
HSBI-Präsidentin Schramm-Wölk: „Die Hochschule Bielefeld verfügt über langjährige Erfahrung in der Erforschung und Entwicklung von innovativen Systemen, die an der Schnittstelle zwischen Technik, Informatik und Gesundheitsversorgung angesiedelt sind. Das Projekt MINT.health transferiert diese Erfahrungen nun in den Bereich der außerschulischen Bildung, um attraktive Formate zu entwickeln, die junge Menschen für diesen Teilaspekt der MINT-Fächer begeistern.“ (lk)