20.05.2026

Treffen an der HSBI zur Weiterentwicklung des Dualen Studiums: Dr. Oetker, Hörmann, Lenze und Schüco machen mit bei „DualHoch3“

Um das duale bzw. praxisintegrierte Studium fit für die Zukunft zu machen, wollen Hochschule Bielefeld, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Duale Hochschule Sachsen und TH OWL die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis optimieren und das Studium flexibler gestalten. Daran arbeiten die Partner seit Oktober vergangenen Jahres im Verbundprojekt „DualHoch3“, das von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre noch bis 2029 mit insgesamt elf Millionen Euro gefördert wird. Nun kam es an der HSBI zu ersten Arbeitstreffen mit wichtigen Unternehmen aus OWL.

Bielefeld (hsbi). Duale bzw. praxisintegrierte Studiengänge sind ein starkes Standbein des Studienangebots der Hochschule Bielefeld (HSBI) und ihrer Partner im Lehrarchitektur-Verbundprojekt „DualHoch3“. Sie bieten eine bedeutende, praxisnahe und vergütete Alternative zum klassischen Vollzeitstudium. Zahlreiche Unternehmen schätzen das Modell, da sie auf diesem Wege frühzeitig ihre Fach- und Führungskräfte von morgen rekrutieren können. Das gilt insbesondere für OWL mit seinen zahlreichen diversifizierten und weltweit agierenden Unternehmen. Bei zwei ersten Arbeitstreffen mit den „DualHoch3“-Partnern Dr. Oetker, Hörmann, Lenze und Schüco wurden nun die Erwartungen an das Projekt abgeglichen und gemeinsame Ziele definiert, um eine transparente und langfristige Zusammenarbeit zu gestalten.

Mehr Möglichkeit in der Kurswahl, mehr Kompetenzen für die Aufgaben der Zukunft, mehr Projektarbeit

Ein stärkerer Austausch zwischen Hochschule und Unternehmen, mehr Möglichkeit in der Kurswahl und erhöhte Flexibilität – das sind nur einige Erwartungen der Unternehmen an das Projekt, die in den gemeinsamen Workshops herausgearbeitet wurden. Besonders wichtig außerdem: das Vermitteln von Kompetenzen, die für den zukünftigen Arbeitsmarkt wichtig sind. Insbesondere das Thema KI wurde in diesem Kontext immer wieder als aktuelle Herausforderung genannt. „Wir sehen in dem Projekt die Chance auf einen Perspektivwechsel, sodass es uns leichter fällt, die Bedarfe der Studierenden zu erkennen. Durch die Flexibilisierung der Studiengänge und die enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen ist es uns möglich, auf diese Bedürfnisse einzugehen“, sagt Marcus Miksch, Leiter des Ressorts Wissenschaftliche Weiterbildung, stellvertretend für das Team der Projektsteuerung an der HSBI, zu dem auch Dr. Barbara Junge und André Mersch gehören.

Optimierung der Abstimmung zwischen den Zielgruppen Studierende, Hochschulen und Unternehmen

„Durch die Flexibilisierung der Studiengänge und die enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen ist es uns möglich, auf diese Bedürfnisse [der Studierenden] einzugehen.“

Marcus Miksch, Leiter des Ressorts Wissenschaftliche Weiterbildung

Durch ein flexibleres Studium ergeben sich allerdings nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch neue Herausforderungen: Insbesondere die Abstimmung zwischen den drei Zielgruppen Studierende, Hochschulen und Unternehmen ist sehr komplex und könnte noch anspruchsvoller werden, wenn Studierende eines dualen Studiengangs beispielsweise künftig Module an verschiedenen Hochschulen absolvieren würden. Um Möglichkeiten und Herausforderungen zu eruieren, haben Projektmitarbeitende bei dem jüngsten Treffen mit den Unternehmen einen Fragebogen erarbeitet, mit Hilfe dessen Studierende, Lehrende und Unternehmen nach ihren Erfahrungen und Erwartungen befragt werden. In den kommenden Monaten werden weitere Treffen stattfinden – immer mit dem Ziel, Maßnahmen zu entwickeln, die die „DualHoch3“-Zielgruppen Studierende, Lehrende und Unternehmen nachhaltig miteinander verbinden und den Transfer optimieren.

„DualHoch3“ ist im Oktober 2025 gestartet und läuft noch bis zum Jahr 2029, nach positiver Evaluation ist eine Verlängerung bis 2031 möglich. Für das Projekt stellt der Fördergeber Stiftung Innovation in der Hochschullehre der Hochschule Bielefeld, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, der Dualen Hochschule Sachsen und der TH OWL insgesamt 11 Millionen Euro zur Verfügung, davon werden rund 3 Millionen Euro auf die HSBI entfallen. (job/lk)