P2P.OA.HAW

Das Projekt „Peer-to-Peer-Strategieberatung für Hochschulleitungen als Werkzeug zur Etablierung einer gelebten Open-Access-Kultur an Hochschulen für angewandte Wissenschaften“ (P2P.OA.HAW) wurde im Zeitraum 01.09.2023 bis 30.04.2026 gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und wurde in Kooperation mit der Universität Konstanz durchgeführt.

Ziel des Projekts war es, den erfolgreichen Ansatz der Peer-to-Peer-Strategieberatung des Hochschulforums Digitalisierung (HFD) im Handlungsfeld Open Access für Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) zu erproben.

Die Ausgestaltung der Strukturen, Prozesse und Strategien für Open Access ist für viele Wissenschaftseinrichtungen herausfordernd. Umso mehr gilt dies für Hochschulen für HAW, die ihre Open-Access-Aktivitäten vielfach erst seit den letzten Jahren auf- und ausbauen und dadurch strategisch, strukturell und finanziell in eigener Weise herausgefordert sind. Zugleich erfordern strategische Rahmensetzungen und organisationsbezogene Strukturanpassungen für eine Open-Access-freundliche Zukunft ein Steuerungshandeln auf Hochschulleitungsebene.

Vor diesem Hintergrund führten die Hochschule Bielefeld und die Universität Konstanz ein gemeinsames Projekt durch, mit dem Ziel, das Modell der Peer-to-Peer-Strategieberatung des HFD für die Unterstützung einer Ermöglichungs- und Anerkennungskultur für Open Access zu erproben und für eine Nachnutzung aufzubereiten.

Der Ansatz der Peer-to-Peer-Strategieberatung für Open Access bestand darin, Hochschulen für angewandte Wissenschaften über einen rund zehnmonatigen Prozess hinweg dabei zu unterstützen, hochschuleigene Entwicklungsziele im Bereich Open Access zu identifizieren, entsprechende Entwicklungswege zu konzipieren und umzusetzen. Im Rahmen des Projekts wurde ein Werkzeug erprobt und offen nachnutzbar gemacht, mit dem Hochschulen die an ihnen gelebte Open-Access-Kultur sowie den Wandel hin zu mehr Open Access an ihrer Institution unterstützen können.

Kernelement war die Auseinandersetzung mit der Einschätzung und Begleitung erfahrener Peers als „Critical Friends“: Hochschulleitungen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften wurden durch Leitungen anderer Hochschulen oder Wissenschaftseinrichtungen auf Augenhöhe in einem strukturierten Prozess begleitet und beraten. Die Auswahl der Peers erfolgte in enger Absprache mit den teilnehmenden Hochschulen aus der erfahrenen Community von open-access.network und darüber hinaus. Die Erfahrungen der Beratungsrunden in den Jahren 2024 und 2025 flossen in einen allgemeinen Leitfaden der Peer-to-Peer-Strategieberatung für Open Access ein. Der Allgemeine Leitfaden sowie der Leitfaden zum Selbstbericht wurden auf Zenodo veröffentlicht.

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