Vertraulichkeitsklassen
An der Hochschule wurde eine Richtlinie zum Management der Vertraulichkeit von Informationen eingeführt. Ziel ist es, den Umgang mit Informationen im Hochschulalltag zu strukturieren und ein angemessenes Schutzniveau für vertrauliche Informationen, einschließlich schutzbedürftiger personenbezogener Daten, an der Hochschule sicherzustellen.
Beschäftigte sind dazu verpflichtet, Informationen einer Vertraulichkeitsklasse zu zuordnen und - davon abhängig - selbstständig geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die erforderlichen Schutzmaßnahmen richten sich nach der jeweiligen Vertraulichkeitsklasse und dem verwendeten System oder Kommunikationsweg.
Informationen werden an der Hochschule in vier Vertraulichkeitsklassen unterteilt:
- öffentlich
- organisationsintern
- vertraulich
- streng vertraulich
Die Vertraulichkeitsklassen gelten für alle Arten von inhaltlich relevanten Hochschuldaten, z.B. für Dateien auf Laufwerken, E-Mails, Papierunterlagen, Protokolle sowie Inhalte in Besprechungen und Gesprächen. Die Einstufung einer Information zu einer Vertraulichkeitsklasse sollte möglichst unmittelbar nach ihrer Erstellung bzw. nach ihrem Eingang vorgenommen werden. Mit der Zuordnung einer Vertraulichkeitsbezeichnung wird dem Empfänger einer Information ersichtlich, wie sensibel eine Information ist und in der Folge, wer auf die Information zugreifen darf.
Öffentliche Informationen:
Öffentliche Informationen dürfen ohne Einschränkungen nach außen kommuniziert werden. Dazu zählen z.B. Inhalte auf der Hochschulwebseite, Flyer oder andere extern veröffentlichte Materialien.
Organisationsinterne Informationen:
Organisationsinterne Informationen sind für die Nutzung innerhalb der Hochschule bestimmt und dürfen nicht extern veröffentlicht werden. Dazu zählen Dienstanweisungen, Amtliche Bekanntmachungen sowie Informationen aus dem Intranet.
Vertrauliche Informationen:
Vertrauliche Informationen sind Inhalte, bei denen eine unbefugte Weitergabe der Hochschule oder einzelnen Personen schaden kann. Dazu gehören z.B. Bewerbungsunterlagen, Verträge oder auch Forschungsdaten.
Streng vertrauliche Informationen:
Streng vertrauliche Informationen sind besonders schutzwürdige Inhalte. Eine unbefugte Kenntnisnahme bzw. Weitergabe hätte gravierende Folgen wie z.B. bei Passwörter, besonders sensiblen Personaldaten oder unveröffentlichten Patenten.
Die Ausführungsbestimmung zum Umgang mit vertraulichen Informationen stellt zusätzlich eine Übersicht bereit, die typsiche HSBI-Datenarten den vier Vertraulichkeitsklassen zuordnet. Die Übersicht "Typische HSBI-Daten nach Vertraulichkeitsklassen" dient als Orientierung im Hochschulalltag und ist hier in der Downloadbox bereitgestellt.
Bei Unsicherheiten oder inhaltlichen Fragen zur Einstufung einer Information zu einer Vertraulichkeitsklasse wenden Sie sich bitte an Ihre Bereichsleitung.
Schutzmaßnahmen:
Welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind, hängt von der jeweiligen Vertraulichkeitsklasse sowie der eingesetzten Anwendung oder dem Kommunikationsweg ab. Die Vertraulichkeitsklassen geben dabei den Rahmen vor, wie sorgfältig mit Informationen umzugehen ist und welche technischen oder organisatorischen Maßnahmen notwendig sind.
Je sensibler eine Information ist, desto höher sind die Anforderungen an den Schutz der Information. Bei öffentlichen Informationen sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich, bei organisationsinternen und (streng) vertraulichen Informationen gelten bestimmte Sicherheitsanforderungen.
Die Ausführungsbestimmung stellt auch eine weitere Übersicht bereit, welche Schutzmaßnahmen in den zentralen IT-Anwendungen der Hochschule vorgesehen sind. Die Übersicht "Zulässige Vertraulichkeitsklassen nach zentralen Anwendungen" finden Sie in der Downloadbox.
Schulungen:
In Kürze finden Sie im Webseitenbereich der DVZ in der Rubrik Schulungen Informationen und Lernmodule zum Umgang mit organisationsinternen, vertraulichen sowie streng vertraulichen Informationen. Bei technischen Anliegen erfolgt der Support über den IT-ServiceDesk der Hochschule.
Bitte beachten Sie, dass die Vertraulichkeitsklassen ein zentraler Bestandteil des Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS), das an allen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen eingeführt wird.