InCamS@BI – ein Projekt im Rahmen der Förderinitiative „Innovative Hochschule“
Im Team von InCamS@BI arbeitet ein interdisziplinäres Wissenschaftler:inennteam an Lösungen für eine Circular Economy der Kunststoffe.
Der Name InCamS@BI steht für „Innovation Campus for Sustainable Solutions“.
Die Hochschule Bielefeld (HSBI) hat das Projekt InCamS@BI initiiert. Partner sind die Universität Bielefeld, die Wissenswerkstadt Bielefeld, die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, die OWL GmbH, die BRIC GmbH sowie Campus OWL e.V.
Eine fächerübergreifende Aufgabe
InCamS@BI wird von Prof. Dr. Sonja Schöning und Prof. Dr. Christian Schröder gemeinsam geleitet. Als Projektverantwortliche verbindet Prof. Dr. Natalie Bartholomäus das Vorhaben mit der strategischen Ausrichtung der Hochschule im Bereich Transfer und gesellschaftliche Wirkung. Dr. phil. Katharina Gefele koordiniert das Gesamtvorhaben, führt die verschiedenen Aktivitäten zusammen und begleitet dessen Entwicklung.
InCamS@BI ist eng mit HSBI Transfer und weiteren zentralen Bereichen der Hochschule vernetzt. Eine wichtige beratende Rolle übernimmt der Projektbeirat: Vertreter:innen aus Wissenschaft und Praxis bringen unterschiedliche Perspektiven ein und geben Impulse für die weitere Entwicklung des Projekts.
Forschende und Mitarbeitende aus den Bereichen Naturwissenschaft, Ingenieurwesen, Jura, Psychologie, Wirtschafts-, Geistes- und Sozialwissenschaft arbeiten in InCamS@BI gemeinsam mit Expert:innenn aus Wirtschaft und Gesellschaft an neuen Lösungen. Ziel ist es, alle Aspekte der Wertschöpfungskette einzubeziehen: von der Herstellung, Verarbeitung und Handhabung der Kunststoffe, über die regulatorischen Anforderungen bis hin zur Motivation derjenigen, die Kunststoffprodukte kaufen.
Bei interaktiven Veranstaltungen wie Barcamps und Makeathons werden Unternehmen der Region, Bürgerinnen und Bürger, Studierende und Start-ups einbezogen. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen allen Interessierten zu fördern und so gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen. Für Unternehmen hat InCamS@BI einen Technology Check entwickelt, um individuelle Ansätze für eine zirkuläre Wertschöpfung zu identifizieren.
Teilvorhaben
Das Projekt ist in drei Teilvorhaben gegliedert:
Die Hall of Innovation ist das Dach des Projekts. Hier sind zentrale administrative und unterstützende Aufgaben angesiedelt wie Projektleitung, Steuerung, Evaluation und Kommunikation. Aufgabe der Mitarbeitenden in der Hall of Innovation ist es, den Dialog von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern.
Im Creative Lab initiieren die Akteure den breit angelegten Dialog mit Interessierten und generieren gemeinsam mit Partnern aus der Region erste Ideen.
Im Innovation Lab werden diese Ideen zu anschlussfähigen Konzepten weiterentwickelt, die in Patenten, Ausgründungen und industriellen Anwendungen münden. Für Unternehmen entstehen Toolboxen, die dabei helfen, im eigenen Haus zirkuläre Produktlebenszyklen einzuführen.
Insgesamt sieben Forschungsgruppen beschäftigen sich in InCamS@BI mit Analytik und Materialentwicklung, Innovationsmanagement, Kunststofftechnik und Werkstoffprüfung, Technologieentwicklung, Wirtschaftspsychologie, Wirtschaftsrecht sowie Zirkulärer Wertschöpfung. Die Forschungsgruppen kommen aus dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik sowie dem Fachbereich Wirtschaft.
Über 20 Technologiescouts, Innovationsmanager*innen, Referent*innen und Mentor*innen arbeiten gemeinsam in den Forschungsgruppen und Labs zusammen.
Förderung „Innovative Hochschule“
Das interdisziplinäre Projekt InCamS@BI wird im Rahmen der zweiten Förderrunde „Innovative Hochschule“ von 2023 bis 2027 mit rund 8,8 Millionen Euro gefördert. Die Innovative Hochschule ist eine gemeinsame Initiative vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK). Ziel der Initiative ist es, Hochschulen beim forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfer zu unterstützen und den Austausch mit Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft zu stärken. Außerdem fördert sie den strategischen Auf- und Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Wirtschaft und weiteren Akteuren. So soll die Rolle der Hochschule im regionalen Innovationsökosystem gefestigt werden.