11.02.2026

Von der Idee zur App: Gute Luft verbindet Studierende in Bielefeld und Danzig

Minden (hsbi). Im Wintersemester 2025/26 führten zwei Gruppen von Informatikstudierenden vom Campus Minden der Hochschule Bielefeld (HSBI), betreut von Prof. Dr. Ing. Grit Behrens, und von der WSB Merito Universität in Danzig, betreut von Prof. Cezary Orłowski, gemeinsame Lehrveranstaltungen zum Aufbau und zur Nutzung von IT-Systemen und verteilten Verarbeitungsalgorithmen für Luftqualitätsdaten durch. An beiden Hochschulen bereiteten Mitarbeiter mobile Messstationen für die Studierenden vor, um Luftqualitätsdaten zu erfassen. Dr. Rafal Grzeszczyk von der WSB Merito Universität und Florian Fehring von der HSBI entwarfen und bauten diese Geräte und bereiteten Datenbanken für die Erfassung der Daten aus beiden Städten, also Bielefeld und Danzig, vor.

Dr. Lukasz Szalata von der Fakultät für Umwelttechnik der Technischen Universität Breslau war ebenfalls an dem Projekt beteiligt. Er entwarf Fahrradrouten für beide Städte, die hinsichtlich der Bedingungen für die Messung der Luftqualität ähnlich waren, und verwendete mobile Geräte, die an Fahrrädern montiert waren, um die Luftqualität in beiden Städten unter vergleichbaren Bedingungen auf ähnlichen Fahrradrouten zu messen.

Eine Gruppe von 15 Studierenden der Hochschule Bielefeld entwickelte in drei Projektteams eine mobile Anwendung zur Erfassung und Visualisierung von Luftqualitätsdaten in Bielefeld. Eine 12-köpfige Gruppe von Studierenden der WSB Merito University entwarf neun Anwendungen zur Erfassung und Verarbeitung von Daten aus neun unabhängigen Luftqualitätsmessstationen in Danzig.

drei Personen in einem Seminaraum
Prof. Dr. Grit Behrens (Mitte) und Prof. Cezary Orlowski (rechts) von der WSB Merito University Danzig haben das Projekt betreut.

Grit Behrens fasst zusammen: "Dieses Projekt des gemeinsamen Lernens hat uns zu mehreren Schlussfolgerungen geführt, die aus pädagogischer Sicht wichtig sind: Wenn wir Teamfähigkeit entwickeln wollen, sollten wir uns von Online-Kursen verabschieden. Beide Gruppen haben gezeigt, wie wichtig der Wissenstransfer zwischen internationalen Teams ist, vielleicht sogar noch wichtiger als zwischen Lehrenden und Studierenden." Ein weiteres Fazit: Auch die Technik benötigte viel Zeit. Der Datenaustausch zwischen den Teams war erst nach dem Aufbau lokaler Datenbanken möglich. Behrens: "Das bestätigt die Notwendigkeit, ein Projekt schrittweise aufzubauen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Gemeinschaftsprojekt den Lehrenden und Studierenden eine Fülle von Lehrerfahrungen bescherte. Und wir haben eine gute Grundlage für eine gemeinsame wissenschaftliche Publikation." (Text: Behrens)