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Beyond the Prompt: Vernetzung gestalten – Lehre entfalten
Mittwoch, 19.11.2025 von 9:00 - 16:00 Uhr

28.11.2025
Zum zehnten Mal präsentierte die Digital Learning Konferenz der HSBI innovative Ansätze für das digitale Lehren und Lernen. Neben einer aufrüttelnden Keynote zu KI in der Hochschulbildung bot die Veranstaltung vielfältige Einblicke in motivierende Lehr-Lernformate, neue Kooperationsprojekte und den Start eines hochschulweiten Lehrendennetzwerks.

Bielefeld (hsbi). Zum zehnten Mal bot die diesjährige Digital Learning Konferenz (DLK) an der Hochschule Bielefeld Einblicke in neueste Entwicklungen und Good Practices zu Themen des digitalen Lehrens und Lernens. Unter dem diesjährigen Motto „Beyond the Prompt: Vernetzung gestalten – Lehre entfalten“ nahmen fast 90 Lehrende und Mitarbeitende über den Tag verteilt der HSBI an der Konferenz teil. Professor Ulrich Schäfermeier, Vizepräsident für Studium und Lehre, eröffnete die Konferenz und lobte die Vielzahl innovativer Lehr-Lern-Methoden an der HSBI sowie das Engagement der Lehrenden: „Ich möchte an dieser Stelle besonders die steten und kreativen Aktivitäten unserer Lehrenden bei der Gestaltung des digitalen Lehrens und Lernens hervorheben. Diese spiegeln sich in den spannenden Lehr-Lern-Szenarien, Ansätzen und Projekten wider, die wir heute präsentiert bekommen werden“, so Schäfermeier.

In vier Stunden mit KI zur Bachelorarbeit

Prof. Dr. Dirk Schmalzried
Keynote-Speaker Prof. Dr. Dirk Schmalzried hat gezeigt, wie KI mit nur wenigen Werkzeugen eine komplette Bachelorarbeit generieren kann.

Mit der spannenden Keynote von Dirk Schmalzried, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, startete die Konferenz in ihr inhaltliches Programm. Schmalzried beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Frage, ob KI zu Spitzenkräften oder Faulpelzen führt. Er zeigte, wie KI mit nur wenigen Werkzeugen eine komplette Bachelorarbeit generieren kann. „Abgesehen von ein paar wenigen Stellen ist das Ergebnis sehr brauchbar. Ich hätte es als Professor nicht abgelehnt“, so Schmalzried.

Gleichzeitig verdeutlichte er eindringlich, wie stark und wie schnell die Disruption durch Künstliche Intelligenz voranschreitet und dass Hochschulen junge Menschen darauf vorbereiten müssen. Hochschullehre müsse sich zügig anpassen, um Studierende sowohl mit KI-Know-how auszustatten als auch persönliche Kompetenzen wie Resilienz oder kreatives und kritisches Denken zu stärken. Prüfungsformate wie mündliche Prüfungen, Kolloquien oder reflexionsbasierte Aufgaben gewinnen dadurch an Bedeutung.

Initialstart für das neue Lehrendennetzwerk

In der sich anschließenden interaktiven Netzwerksession von Nele Hirsch, Bildungswissenschaftlerin und Gründerin des eBildungslabors, tauschten sich die Teilnehmenden mittels verschiedener Diskussionsmethoden über aktuelle Herausforderungen in der Lehre aus.

Es ging nicht nur um Fragen rund um KI-Tools in der Lehre, sondern auch darum, wie Lehrende ihre Studierenden motivieren und sie auf die Herausforderungen des zukünftigen Berufsalltags vorbereiten können. „Wir vom #SeLL-Team werden mit all Ihren Impulsen von heute das neue Lehrendennetzwerk begründen. Es soll Raum bieten für den Austausch über gute Bildung an der HSBI. Nächstes Jahr wird es losgehen“, ordnete André Mersch, Leiter der Abteilung #SeLL – Services für digitales Lehren und Lernen, den Austausch ein.

Spannende Vorträge zu KI, innovativen Lehr-Lernformaten sowie externen Förderprogrammen

Am Nachmittag standen zahlreiche Kurzvorträge auf dem Programm, in denen Lehrende und Mitarbeitende der HSBI ihre Praxisansätze und Erfahrungen zu aktuellen Entwicklungen in der (digitalen) Lehre vorstellten. Die Bandbreite der von Lehrenden vorgestellten Themen erstreckte sich von innovativen Motivationsansätzen wie dem Gewinn oder Verlust einer Probeklausur zur Aktivierung von Studierenden beim Üben, über digitale Escaperooms zur Vermittlung von Fachwissen bis hin zum Aufbau einer hochschulübergreifenden, qualitätsgesicherten Sammlung von STACK-Aufgaben sowie der curricularen Integration moderner Gründungs- und Intrapreneurship-Kompetenzen für neue Geschäftsmodelle und Innovationsmanagement.

Panorama der Digital Learning Konferenz 2025

Die Vorträge und Mitmachsessions aus den Bereichen InnoLL und #SeLL adressierten die Möglichkeiten des Einsatzes generativer KI in der Lehre, die Vorhaben FlexKom und DualHoch3 – zwei weitreichende Projekte zur Flexibilisierung von Curricula und der Gestaltung von Lernwegen – sowie die Unterstützungsangebote im Projekt SLADE und boten Gelegenheit, Wünsche zur Weiterentwicklung der Lernplattform ILIAS einzubringen.

Im Ausblick der Veranstaltung stellten Barbara Junge und André Mersch aktuelle Projekte und Themen aus dem InnoLL-Netzwerk und aus #SeLL vor. Die Entwicklung der Lehr-Lern-Strategie an der HSBI ist in vollem Gange, und alle Lehrenden sind herzlich eingeladen, am 4.12.2025 ihre Erfahrungsschätze aus der Lehre einzubringen und mögliche Handlungsfelder, Maßnahmen und Ziele für die Strategie zu erarbeiten.

Die Digital Learning Konferenz

Die Digital Learning Konferenz ist eine Veranstaltung der HSBI. Der Serviceverbund MIND - Medien- und Informationsdienste der HSBI und der Vizepräsident für Studium und Lehre Prof. Dr. Ulrich Schäfermeier laden ein. Organisiert wird die Konferenz von der Abteilung #SeLL - Services für digitales Lehren und Lernen.

Digital Learning Konferenz 2026 – Save the date

Nach der #DLK25 ist vor der #DLK26, die am 18. November 2026 stattfinden wird. Das Team der DLK freut sich, wenn möglichst viele der Teilnehmenden aus diesem Jahr an der Evaluation teilnehmen.

#SeLL – Services für digitales Lehren und Lernen
FlexKom und DualHoch3
Projekt SLADE