Zum zweiten Mal hat die Arbeitsgemeinschaft der Wohnungswirtschaft in OWL den Wettbewerb „Wohnkultur OWL“ ausgelobt.
Zum zweiten Mal hat die Arbeitsgemeinschaft der Wohnungswirtschaft in OWL den Wettbewerb "Wohnkultur OWL" ausgelobt.
Ziel des Wettbewerbs ist, die Attraktivität und Qualität des Wohnstandortes Ostwestfalen-Lippe (OWL) nachhaltig zu steigern.
Die Aufgabe bestand darin, Grundrisse ausgewählter Wohngebäude des sozialen Wohnungsbaus der 1950er und 1960er Jahre in Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit dieser Wohnanlagen zu überarbeiten. Dabei ging es nicht nur um die energetische Sanierung, auch die Lebensbedürfnisse der kommenden Jahre sollten berücksichtigt werden.
Insgesamt wurden 27 Arbeiten von Studierenden des Campus Minden der Fachhochschule Bielefeld und von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Detmold) eingereicht. Das Preisgericht setzte sich aus Professoren der beiden Hochschulen sowie Vertretern der Wohnungswirtschaft in OWL zusammen.
Der erste Preis ging an drei Architekturstudentinnen von der Fachhochschule Bielefeld: Alexandra Diekmann, Esther Bölling und Elena Fey beschäftigten sich in ihrem Entwurf mit einem Umbaukonzept der Bauvereinsstraße in Herford.
Insgesamt werden sieben Arbeiten gewürdigt. Die Arbeitsgemeinschaft der Wohnungswirtschaft in OWL hat Preisgelder in Höhe von insgesamt 2.000 Euro ausgelobt. Die Preisverleihung fand kurz vor Weihnachten im Elsbachhaus in Herford statt. Die Pläne können dort besichtigt werden.
Hans-Jörg Schmidt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Wohnungswirtschaft in OWL und Geschäftsführer der Aufbaugemeinschaft Espelkamp und Dieter Klein, Organisator des Wettbewerbs und Geschäftsführer der Wohnungswirtschaft Herford sind sich sicher, dass die Kooperation mit den Fachhochschulen eine wunderbare Symbiose von Praxis und Wissenschaft darstellt, die zukünftig unbedingt fortgesetzt und vertieft werden soll.
Die Wohnungswirtschaft in OWL ist eine Arbeitsgemeinschaft von 29 Wohnungsunternehmen mit mehr als 60.000 Wohnungen in OWL. Die einzelnen Wohnungsunternehmen modernisieren überall in OWL ihre eigenen Wohnanlagen vor allem unter energetischen Schwerpunkten. Die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen kann nur über einen sehr langen Zeitraum dargestellt werden. Daher stellt sich vor der Umsetzung dieser umfangreichen Investitionen immer die Frage nach der Zukunftsfähigkeit dieser Wohnanlagen. Die Wohn- und Lebensbedürfnisse haben sich in den letzten 50 Jahren deutlich verändert. Statistisch gesehen hat sich der Wohnflächenbedarf je Person mehr als verdoppelt, andererseits hat sich die durchschnittliche Personenzahl je Haushalt deutlich reduziert. Da sich diese Entwicklungen in den nächsten 30 Jahren fortsetzen werden, ist es wichtig, dem Mieter von Heute und dem Mieter von Morgen nicht nur energetisch optimierte Wohnungen zu vermieten, sondern auch die Grundrisse der Wohnungen, die Treppenhäuser, Wohnumfelder und vieles mehr den geänderten Bedürfnissen anzupassen.
Das Thema Wohnen ist in einer sich ständig verändernden Gesellschaft zunehmend komplexer geworden und es kann nicht nur eine Lösung geben, sondern viele differenzierte Lösungen. Der Wohnungswirtschaft in OWL ist es daher wichtig, möglichst viele Impulse für ihre praktische Arbeit zu bekommen und erhofft sich diese auch von dem Ideenwettbewerb Wohnkultur OWL.
Die Entwürfe wurden nach den folgenden Bewertungskriterien beurteilt:
Wohnumfeld
Einbindung in die Umgebung, räumlich und gestalterisch
Raumkonzept / Gebäudeplanung
Qualität der Grundrisse
Lage der Zugänge
Gestaltung
Material / Konstruktion
Angemessenheit des architektonischen Vorschlags
Barrierefreiheit (Bewegungsflächen / DIN Vorschriften..)
Grün- und Außenanlagen
Preisgericht:
Fachhochschule Bielefeld Campus Minden Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen
Frau Prof. Dipl.-Art. Gesche Grabenhorst
Herr Prof. Dr.-Ing. Andreas Uffelmann
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Frau Prof. Dipl.-Ing. Ulrike Kerber
Herr Prof. Thomas Kessler
Aufbaugemeinschaft Espelkamp GmbH
Frau Dipl. Ing. Birgit Aumann-Keull
WWS Wohn- und Wirtschafts- Service Herford GmbH
Herr Dipl. Ing. Dieter Klein
Jury und Siegerinnen (v.l.): Alexandra Diekmann, Esther Bölling, Prof. Thomas Kessler, Fachhochschule Detmold, Elena Fey, Birgitt Aumann-
Keull von der Aufbaugemeinschaft Espelkamp, Prof. Andreas Uffelmann (Campus Minden), Heinz-Dieter Klein, Geschäftsführer Technik der
Herforder WWS.