04.03.2025

Denkfabrik veröffentlicht Modell zur Integration von Mitarbeitenden in strategische KI-Projekte

Beitrag zur Tagung der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA) im März 2025

Die digitale Transformation in Unternehmen erfordert nicht nur neue Technologien, sondern auch strategische Anpassungen und Kompetenzentwicklung. Der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) beschleunigt diesen Wandel und verlangt von Unternehmen sowie Mitarbeitenden kontinuierliche Weiterentwicklung. Häufig fehlen jedoch ein ganzheitliches Verständnis für den Wandel, notwendige Kompetenzen und qualifizierte Mitarbeitende zur Umsetzung von KI-Integrationsprojekten.

Die Akzeptanz digitaler Veränderungen ist dabei entscheidend für den Erfolg der Transformation. Sie wird als die Bereitschaft verstanden, neue Arbeitsprozesse und Technologien anzuwenden. Eine breite Akzeptanz erfordert Sensibilisierung, Qualifikation und frühzeitige Integration der Mitarbeitenden in Digitalisierungsprojekte.

Akzeptanz-Ki-Integration-in-Unternehmen

Vor allem die unternehmensinterne Qualifizierung gewinnt angesichts des Fachkräftemangels an Bedeutung. Ein systematischer Ansatz mit Kompetenzanalyse, definierten Verantwortlichen und evaluierbaren Maßnahmen ist empfehlenswert. Die Qualifizierung sollte methodische und soziale Kompetenzen vermitteln sowie praxisnah gestaltet sein.

Auch Partizipation ist ein zentraler Aspekt nachhaltiger Unternehmensentwicklung. Die direkte Integration von Mitarbeitenden in Transformationsprozesse geht über reine Informationsformate hinaus und fördert nachhaltige Akzeptanz.

Sensibilisierung, Qualifizierung und Partizipation sind eng miteinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig. Daher ist eine ganzheitliche Betrachtung dieser Dimensionen essenziell für den Erfolg zukünftiger Transformationsprozesse.

Das von der Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt im Rahmen der Transferprojekte des Projekts „Kompetenzzentrum Arbeitswelt.Plus“ entwickelte Vorgehensmodell unterstützt Unternehmen dabei, durch Kompetenz- und Kulturentwicklung gezielt auf die KI-Transformation vorzubereiten.

Vorgehensmodell-KI-Integration-in-Unternehmen

Das Modell enthält folgende Kernprozesse:

  1. Analysephase: Der Status quo des Unternehmens wird durch eine Online-Befragung von Führungskräften und Mitarbeitenden zu Anpassungsfähigkeit, Wissen, digitalem Mindset und Unternehmenskultur ermittelt. Standardisierte und unternehmensspezifische Fragen ermöglichen eine gezielte Analyse des Kompetenzbedarfs und der Einstellungen zu verschiedenen Aspekten der Digitalisierung.

  2. Konzeptentwicklung: Die Befragungsergebnisse werden in Gruppensitzungen mit Führungskräften und Mitarbeitenden diskutiert. Ziel ist die Identifikation relevanter Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung, um die Belegschaft aktiv in den digitalen Wandel einzubinden.

  3. Umsetzung: Schulungen zu u.a. Digitalisierung, KI, Resilienz, Führung und Projektmanagement erfolgen im Blended-Learning-Format. Gleichzeitig werden strategische Digitalisierungsprojekte als Use-Cases genutzt, Mitarbeitende eingebunden und ihre Beteiligung nach Interessen und Kompetenzen strukturiert.

  4. Evaluation: Die Wirkung der Maßnahmen wird durch Befragungen und Interviews bewertet. Dabei werden Wissenszuwachs, Verhaltensänderungen und der erwartete Nutzen analysiert, um die Maßnahmen gezielt zu optimieren.

Insgesamt trägt das von der Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt entwickelte Modell dazu bei, eine niedrigschwellige Vorgehensweise zur Integration von Mitarbeitenden anhand strategischer Digitalisierungsprojekte zu schaffen, die Akzeptanz zu erhöhen und Unternehmen bei der Umsetzung komplexer KI-Use-Cases zu unterstützen.

Die vollständige Referenz des Artikels finden Sie unter Publikationen.

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Sie finden hier nun ebenfalls die Präsentation der Denkfabrik auf dem Frühjahrskongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft.