BIP SUSTAINABLE MINDS – Bielefeld Campus Velo-Engineering: Internationale Zusammenarbeit trifft KlimaWoche und Tag der Bildung
Rund 50 Teilnehmer:innen aus ganz Europa kamen im Rahmen des Blended Intensive Programme (BIP) zusammen. Beteiligt waren die Polytechnic University of Tirana (Albanien), die PXL University of Applied Sciences and Arts (Belgien), die Hochschule Bielefeld (Deutschland), die Lapland University of Applied Sciences sowie die Satakunta University of Applied Sciences (Finnland) und die University of Split (Kroatien).
Austausch mit Begeisterung: Die Lehrenden informieren sich am Stand von Energie Impuls OWL über den Solar Racer und kommen ins Gespräch. Nachhaltigkeit, Nachwuchsförderung und Netzwerken – zentrale Themen des Solar Racing Cups, bei dem sich auch die HSBI engagiert.
Die internationalen Lehrenden knüpften Kontakte über Länder- und Fachbereichsgrenzen hinweg. "BIPs vernetzen uns als Hochschule innerhalb Europas und bringen gemeinsame Projektanträge und Lehrveranstaltungen mit sich“, erklärt Professorin Mariam Dopslaf, Beauftragte für Internationales am Fachbereich Ingenieurwissenschaft und Mathematik der HSBI.
Austausch im Zeichen der Nachhaltigkeit: Lehrende treffen auf das Projektteam der KlimaWoche Bielefeld. Mit dabei sind Sven Stock, organisatorische Schnittstelle und Ansprechpartner im Büro der KlimaWoche, sowie Jens Ohlemeyer, Vorstandsvorsitzender des Vereins KlimaWoche Bielefeld e.V.
In fünf internationalen Teams entwickelten die Studierenden innovative Konzepte für konkrete ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen rund um Velo-Engineering und nachhaltige Infrastruktur.
In fünf internationalen Teams entwickelten die Studierenden innovative Konzepte für konkrete ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen rund um Velo-Engineering und nachhaltige Infrastruktur.
In fünf internationalen Teams entwickelten die Studierenden innovative Konzepte für konkrete ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen rund um Velo-Engineering und nachhaltige Infrastruktur.
In fünf internationalen Teams entwickelten die Studierenden innovative Konzepte für konkrete ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen rund um Velo-Engineering und nachhaltige Infrastruktur.
In fünf internationalen Teams entwickelten die Studierenden innovative Konzepte für konkrete ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen rund um Velo-Engineering und nachhaltige Infrastruktur.
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Zwischen nachhaltiger Mobilität, internationalen Teams und neugierigen Schüler:innen: Am Ende der intensiven BIP-Woche an der HSBI blicken die Teilnehmer:innen auf anspruchsvolle Projektarbeit, außergewöhnliche Lehrformate und einen besonderen Schulterschluss zwischen Hochschulen, Stadtgesellschaft und Europa zurück.Austausch mit Begeisterung: Die Lehrenden informieren sich am Stand von Energie Impuls OWL über den Solar Racer und kommen ins Gespräch. Nachhaltigkeit, Nachwuchsförderung und Netzwerken – zentrale Themen des Solar Racing Cups, bei dem sich auch die HSBI engagiert.
Bielefeld (hsbi). Internationale, interdisziplinäre Zusammenarbeit und hochaktuelle Fragestellungen rund um nachhaltige Mobilität – all das vereinte das Blended-Intensive-Programme (BIP) „SUSTAINABLE MINDS – Bielefeld Campus Velo-Engineering“, das kürzlich am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Hochschule Bielefeld (HSBI) stattfand. Studierende und Lehrende aus verschiedenen europäischen Partnerhochschulen arbeiteten gemeinsam an konkreten ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen im Kontext nachhaltiger Fahrrad- und Campusinfrastruktur.
BIPs bieten Studierenden die Möglichkeit, internationale Erfahrungen mit praxisnaher Projektarbeit zu verbinden. Gleichzeitig entstehen Netzwerke, die für die großen Herausforderungen unserer Zeit entscheidend sind – insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
Internationale Teams arbeiten an Lösungen für nachhaltige Mobilität
Im Zentrum des Programms stand eine Woche intensive Projektarbeit auf hohem fachlichem Niveau. In fünf internationalen Teams entwickelten die Studierenden Konzepte für konkrete ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen rund um Velo-Engineering und nachhaltige Infrastruktur. Auch wenn das Thema Fahrrad im Fokus stand, wurden auch andere Formen von E-Mobilität mitgedacht.
So beschäftigte sich das Team Rack&Roll mit modularen Fahrradparksystemen und entwickelte erste Konzepte für deren Konstruktion und Einsatz unter Berücksichtigung nachhaltiger Materialien und Bauweisen. Das Team FindMySpot arbeitete an intelligenten Fahrradparksystemen mit Sensorik und digitalen Leitsystemen. Mit der Energieversorgung von E-Bikes setzte sich das Team SunCycle auseinander und entwarf PV-basierte Ladeinfrastrukturen inklusive Lastprofilen und Speicherkonzepten. Das Team Bike Fix entwickelte modulare Selbstreparaturstationen und analysierte Nutzung, Wartung und nachhaltige Betriebsmodelle. Ergänzend dazu betrachtete das Team Wheels n‘ Watts die Wechselwirkungen zwischen E-Mobilität, Energiebedarf und Flächennutzung auf dem Campus.
Alle Teams verband dabei ein gemeinsames Ziel: nachhaltige, realistische und technisch fundierte Lösungen zu entwickeln, die eine ressourcenschonendere Form von Mobilität fördern – und diese im internationalen Austausch kritisch zu reflektieren.
KlimaWoche und Tag der Bildung: Wissen weitergeben und gemeinsam weiterdenken
Eine besondere Dynamik erhielt das BIP durch die zeitgleich stattfindende KlimaWoche Bielefeld. Höhepunkt der Woche ist der „Tag der Bildung“, der mit rund 2000 Schüler:innen in der HSBI stattfand. Hier griffen die Inhalte des BIP direkt in den „Tag der Bildung“ hinein, ein perfektes Match. Die internationalen Studierenden brachten ihre Projektarbeit in Workshops ein, die sie für Schüler:innen aus Bielefeld eigens gestalteten. Zunächst vermittelten die internationalen Studierenden des BIP die technischen Grundlagen ihres Projekts, bevor die Workshopteilnehmer:innen dieses Wissen direkt in die praktische Konzeptarbeit überführten. Damit wurde aus intensiver Hochschularbeit ein direkter Wissenstransfer – und ein Dialog auf Augenhöhe. Ein besonderer Mehrwert lag auch im internationalen Austausch. Ajla vom Helmholtz-Gymnasium Bielefeld, Klasse 10, erzählt begeistert: „Dass wir heute mit Studierenden aus Belgien, Finnland und Albanien zusammenarbeiten, habe ich nicht erwartet – aber das ist eine gute Erfahrung! Alle sind super nett und hilfsbereit, und Englisch zu sprechen fühlt sich ganz natürlich an. Es macht sogar richtig Spaß sich international zu verständigen.“ Diese Begegnungen zeigen, wie europäische Zusammenarbeit ganz konkret erlebbar wird.
In den Workshops wurden die vielfältigen Themen des BIP aufgegriffen und für die Schüler:innen praxisnah aufbereitet. Die zuvor auf akademischem Niveau bearbeiteten Fragestellungen wurden dabei so angepasst, dass sie verständlich und gleichzeitig praktisch erlebbar wurden. So entstanden Einblicke in aktuelle Themen angehender Ingenieur:innen und gleichzeitig neue Perspektiven durch lokale und persönliche Erfahrungen der Schüler:innen. In einem sind sich alle einig: Technische Lösungen müssen mit den globalen Nachhaltigkeitszielen vereinbar sein.
Von der Theorie zur Praxis: Workshops mit direktem Bezug zu Nachhaltigkeitszielen
Unter anderem entwickelten die Workshopteilnehmer:innen in Kleingruppen eigene Konzepte für eine PV-basierte Ladeinfrastruktur an ihren eigenen Schulstandorten. Dabei gibt es viel zu bedenken: Wo können Ladesäulen und E-Bikes sinnvoll platziert werden? Wie wird die Anlage richtig dimensioniert? Wie hängen PV-Ertrag und Ladeleistung zusammen? Dabei zeigte sich auch, wie unterschiedlich das Nutzerverhalten in den verschiedenen Regionen ist: Während in Belgien die Nutzung von E-Bikes und zunehmend auch von Scootern stark zunimmt, ist in Lappland wegen des kalten Klimas der Einsatz von E-Bikes deutlich geringer, wie Emma Laakso und Heidi Sillanpää aus Finnland erläuterten. Mithilfe von Satellitenbildern, Schere und Kleber planten sie konkret, wo E-Bikes und Ladesäulen sinnvoll platziert werden können, kombinierten ihre Entwürfe anschließend und präsentierten gemeinsam eine optimierte Lösung.
Im Workshop von Team FindMySpot ging es direkt in die Praxis der Elektrotechnik: Die Workshopteilnehmer:innen lernten, wie intelligente Fahrradparksysteme technisch funktionieren – von der Erfassung freier Stellplätze durch Sensoren bis hin zur digitalen Weiterverarbeitung der Daten. Mithilfe der Software Tinkercad entwarfen, programmierten und simulierten sie eigene elektronische Schaltungen. Dabei arbeiteten sie mit Bauteilen wie Widerständen, LEDs, Schaltern und Sensoren, bauten Schaltungen auf einem virtuellen Steckbrett (Breadboard) auf und konnten direkt nachvollziehen, wie einzelne Komponenten zusammenspielen. So erhielten sie einen besonders anschaulichen und praxisnahen Einblick in die Grundlagen von Schaltungstechnik und Programmierung.
Im Workshop von Team BikeFix zu Selbstreparaturstationen diskutierten die Teilnehmenden, welche Funktionen eine solche Station unbedingt beinhalten solle, welche Probleme im Betrieb auftreten und wie diese gelöst werden könnten. Auch die Standortwahl spielte eine Rolle, ebenso wie die Verbindung zu den relevanten Nachhaltigkeitszielen. „Zum Konzept gehört ein KI-Assistent, der beim Reparieren Hilfestellung gibt“, erklärt Ida (Helmholtz-Gymnasium Bielefeld, Klasse 10) das zentrale Element der Selbstreparaturstation, „aber die KI wechselt den Reifen natürlich nicht, das muss man selbst in die Hand nehmen.“ Vor Ort konnten die Schüler:innen deshalb praktisch üben, einen Fahrradschlauch zu flicken oder eine Schaltung einzustellen, und erwarben dabei ganz nebenbei eine nützliche Alltagskompetenz.
Zwischen Hightech und Kultur: Die BIP-Woche an der HSBI
Das Programm des BIP umfasste eine Woche Projektarbeit am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der HSBI. Begleitend dazu standen eine Campusführung, eine Actionbound-Tour durch Bielefeld sowie Besuche kultureller Orte auf dem Programm. „Im Bauernhausmuseum gab es sogar Möglichkeiten sich im Fachwerkbau, Buttermachen, und Kühe melken auszuprobieren“, freut sich ein finnischer Student über diesen gelungenen Einblick in die regionale Kultur.
Frank Joosten, Dozent an der PXL University of Applied Sciences and Arts (Belgien), fasst die Woche zusammen: „Unsere Studierenden waren von diesem intensiven BIP und der angenehmen internationalen Atmosphäre an der HSBI begeistert. Es war großartig zu sehen, wie sich Studierende aus so vielen verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund so gut verstanden und bei Projekten zu Nachhaltigkeit und insbesondere E-Mobilität zusammengearbeitet haben. Diese Erfahrung wird ihnen sicherlich ihr Leben lang in Erinnerung bleiben.“
Betreut und organisiert wurde das BIP von Prof. Dr. Mariam Dopslaf, Prof. Dr. Marc-Oliver Schierenberg und Prof. Dr. Philipp Buff. „Die Studierenden haben beeindruckende Ergebnisse vorgelegt“, resümiert Schierenberg. Gemeinsam mit den internationalen Lehrenden besuchten sie zudem das Physiklabor der Abteilung Angewandte Laserphysik an der Uni Bielefeld. Ziel war es dabei auch, wissenschaftliche Kontakte über Länder- und Fachbereichsgrenzen hinweg zu knüpfen. „BIPs vernetzen uns als Hochschule innerhalb Europas und bringen gemeinsame Projektanträge und Lehrveranstaltungen mit sich“, erklärt Professorin Dopslaf. „Beispielsweise befindet sich ein Student der HSBI aktuell zum Projektaustausch an der SAMK in Finnland. Dieser Kontakt kam während des BIPs zustande“, freut sich die IuM-Beauftragte für Internationales. Für das BIP waren auch Industriepartner direkt an der Hochschule zu Gast: Jens Eickelmann von der Pion AG referierte über den aktuellen Stand der Entwicklung von E-Autos und Ladetechnik. Klaus Mündel von der Ongineer GmbH in Espelkamp präsentierte innovative Ladestationen für E-Bikes.
Ein Highlight war das Farewell Dinner am Donnerstagabend im Konferenzbereich der HSBI: Bei Pizza, Getränken und Musik konnten die Teilnehmer:innen entspannen und den Austausch genießen. Den krönenden Abschluss bildete die Präsentation der Projektergebnisse.
Die Verbindung von BIP, KlimaWoche und demTag der Bildung zeigt, wie vernetzte Bildungsformate wirken können: Europäische Lehrende, Studierende und Bielefelder Schüler:innen arbeiten gemeinsam praxisnah und interdisziplinär an Lösungen für nachhaltige Mobilität. Gerade vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen wie durch Künstliche Intelligenz machen Formate wie das BIP „SUSTAINABLE MINDS“ deutlich, wie offene, internationale und lösungsorientierte Zusammenarbeit aussehen kann. (th/jr)
WAS IST EIN BLENDED INTENSIVE PROGRAMME?
Studieren im internationalen Kontext: BIPs am Fachbereich IuM
Blended Intensive Programmes (BIP) sind ein Format innerhalb von Erasmus+, das virtuelle Lehrformate mit einer kurzzeitigen, finanziell unterstützten physischen Mobilität verknüpft. Diese anerkannten Kurskonzepte ermöglichen es Studierenden, ECTS-Punkte zu erarbeiten und ihre interkulturellen Kompetenzen gezielt auszubauen.
Ziel ist es, durch solche Programme die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu stärken und Ingenieurwissen praxisnah zu vermitteln. Dabei stehen innovative Lern- und Lehrmethoden im Vordergrund. Gleichzeitig bieten Blended-Intensive-Programmes Studierenden die Möglichkeit Auslandserfahrungen zu sammeln, auch wenn längere Aufenthalte nicht möglich sind. Interessierte können sich für weitere Informationen und zukünftige Programme gerne an die Beauftragte für Internationales, Prof. Mariam Dopslaf, wenden.
Mit dabei waren: Polytechnic University of Tirana, Albanien PXL University of Applied Sciences and Arts, Belgien HSBI Bielefeld, Deutschland Lapland University of Applied Science, Finnland Satakunta University of Applied Sciences, Finnland University of Split, Koratien