11.02.2011

Studieren leicht gemacht – TutorInnen erleichtern den Übergang ins Studium

Zum letzten Wintersemester nahmen in der Lehreinheit Pflege und Gesundheit 120 neue Studierende ihr Studium auf. 120 Menschen, die neue Impulse in die Hochschule bringen. 120 Menschen, für die im Wintersemester ein neuer Lebensabschnitt begann.

Zum letzten Wintersemester nahmen in der Lehreinheit Pflege und Gesundheit 120 neue Studierende ihr Studium auf. 120 Menschen, die neue Impulse in die Hochschule bringen. 120 Menschen, für die im Wintersemester ein neuer Lebensabschnitt begann.

Das Projekt "Gelingende Transitionen" beschäftigt sich mit dem Beginn dieses neuen Lebensabschnittes. Genauer: mit dem Übergang von der Schule/dem Beruf ins Studium. Dieser Übergang stellt für die neuen Studierenden eine Herausforderung dar, weil er Veränderungen mit sich bringt. Studierenden, die nach mehrjähriger Tätigkeit in der Berufspraxis das Studium aufnehmen, haben z.B. mit Einschnitten in ihrer finanziellen Situation und mit dem Rollenwechsel vom "Arbeitenden" zum "Lernenden" zu kämpfen. "Man muss erst mal lernen wieder 1,5 Stunden auf einem Stuhl sitzen zu können, wenn man jahrelang eher über die Station gehetzt ist." Aber auch die Studierenden, welche direkt aus der (Berufs-)Schule kommen, erleben einen Übergang mit Veränderung, weil "Schule" anders ist als "Studium".

In den Wintersemestern 2008/2009 und 2009/2010 erhob das Projekt Transitionen Daten zur Studieneingangsphase von Studierenden des ersten Semesters. Ein Ergebnis war, dass die Studienanfängern besonders durch die Veränderung des persönlichen Umfelds, den Wohnortwechsel, den Verlust vertrauter und Sicherheit gebender Strukturen und die finanzielle Situation persönlich belastet sind.

Wenn gewohnte Strukturen fehlen, braucht man besondere Orientierungshilfe. In Zusammenarbeit mit der Lehreinheit Pflege und Gesundhei, hat das Projekt Transitionen ein "Orientierungskonzept" für die Studieneingangsphase entwickelt, um die Studienanfänger in der Übergansphase, zu Beginn ihres neuen Lebensabschnitts, zu begleiten und zu unterstützen. Dazu wurden die Einführungswochen (zwei Wochen mit Veranstaltungen zur Orientierung vor Vorlesungsbeginn) und die Tutorien (Informations- und Lehrveranstaltungen, die von Studierenden höherer Semester gleitet werden) neu konzipiert und den Ergebnissen der Befragungen des Projektes angepasst.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Tutoren. Tutoren sind Studierende höherer Semester, die in den Einführungswochen und im Verlauf des 1. Semesters Ansprechpartner auf Augenhöhe für die Studienanfänger sind. Sie teilen ihre Erfahrungen, geben Rat und Orientierung z.B. bei der Wohnungssuche oder bei der Prüfungsvorbereitung und helfen in der neuen Rolle "der Studentin/des Studenten" anzukommen. In den Befragungen des Projektes hoben die Studienanfänger besonders die partnerschaftliche Atmosphäre in den Tutorien hervor. Positiv empfanden sie ebenfalls die Möglichkeit jederzeit Fragen stellen zu können und die hohe Motivation der Tutoren. Die Motivation der Tutoren ist auf die eignen positiven Erfahrungen als Studienanfänger zurück zu führen. Die Lust selbst einmal Tutor zu werden entstand bei fast allen Tutoren in den eigenen Einführungswochen. "Ich hatte selbst einen tollen Tutor und die Zeit im Tutorium hat mir viel gebracht. So etwas möchte man dann selbst gerne an die neuen Studienanfänger weitergeben." Dass die Tutorien und Einführungswochen einen wichtigen Beitrag für einen guten Einstieg in das Studium leisten, sagten 95% der Studienanfänger (Quelle: eigene Befragung in den Einführungswochen WS 2010/2011).

Die angehenden Tutoren werden von der Lehreinheit im Rahmen einer ganztägigen Schulung auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie erhalten eine differenzierte Einweisung in ihre Aufgabe sowie Arbeitsmaterialien für ihre Tutorien und werden über Gruppenprozesse informiert. Unterstützung erfahren die Tutoren auch durch regelmäßige Reflexionsangebote.

In der vergangenen Woche fand das Abschlusstreffen der Tutoren im feierlichen Ambiente statt. Wir danken allen für das Engagement und die partnerschaftliche Atmosphäre auf Augenhöhe.

Foto: Prof. Dr. Annette Nauerth verabschiedet die TutorInnen feierlich.