12.06.2013

Studierende des Masterstudiengangs Berufspädagogik Pflege und Gesundheit zu Besuch am Oberstufenkolleg an der Universität Bielefeld zum Thema „forschende LehrerInnen“

Studierende des 2. Semesters des Masterstudiengangs Berufspädagogik Pflege und Gesundheit an der Fachhochschule Bielefeld besuchten am 15.05.2013 im Rahmen des Moduls Bildungsforschung bei Prof. Dr. Ulrike Weyland das Oberstufenkolleg an der Universität Bielefeld.

 

oberstufenkolleg


Studierende des Masterstudiengangs Berufspädagogik Pflege und Gesundheit zu Besuch am Oberstufenkolleg an der Universität Bielefeld
zum Thema "forschende LehrerInnen"

 

Studierende des 2. Semesters des Masterstudiengangs Berufspädagogik Pflege und Gesundheit an der Fachhochschule Bielefeld besuchten am 15.05.2013 im Rahmen des Moduls Bildungsforschung bei Prof. Dr. Ulrike Weyland das Oberstufenkolleg an der Universität Bielefeld. Der Besuch stand im Zusammenhang mit dem Konzept des Forschenden Lernens als ein Themenschwerpunkt des Moduls. Innerhalb dieses Konzepts werden zwei Aspekte miteinander verknüpft: einerseits ein Lernen durch Forschung, andererseits die Möglichkeit, Forschen als wissenschaftliche Tätigkeit zu verstehen.

Am Oberstufenkolleg (s. http://www.uni-bielefeld.de/OSK/index.html) forschen einzelne LehrerInnen auf der Basis des Konzepts Praxisforschung zu ausgewählten Fragestellungen, die den eigenen Unterricht, aber auch die Schule als Ganzes betreffen. Der Fokus richtet sich z.B. auf ausgewählte Konzepte, Methoden und Organisationsformen des Unterrichts, aber auch auf den Bereich systematische Lernentwicklungen (Evaluation). Zusammen mit der wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufenkollegs werden zielführend Forschung und Entwicklung innerhalb einer Schule zusammengeführt sowie weitere Fragen bearbeitet, die auch den Bereich Übergang Schule-Hochschule sowie fachdidaktische Innovationen betreffen. Hiervon profitieren nicht nur Lehrende und SchülerInnen dieser Schule, sondern auf Grund der Funktion dieser Schule als Versuchsschule auch andere Schulen.

Nach der persönlichen Begrüßung durch die Schulleiterin Dr. Jutta Obbelode und Dr. Gabriele Klewin (kommissarische Leiterin der wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufenkolleg) fand zunächst eine Führung durch die Schule statt. Nach einer sich anschließenden Plenumsrunde, in der allgemeine Fragen zur Schule und zum Konzept beantwortet wurden, wurde das Konzept der Praxisforschung in seinen wesentlichen Ansätzen durch Dr. Gabriele Klewin vorgestellt. Zur Vertiefung und exemplarischen Anschauung erhielten die Studierenden dann die Möglichkeit, sich in Kleingruppen mit zwei forschenden Lehrkräften, Christina Thomas und Tim Hoffmann, zu ihren Fragestellungen und Ansätzen auszutauschen. Dabei standen die Thematik Projektunterricht bzw. Projektdidaktik und Leistungsbewertung im Fokus. Die Studierenden waren beeindruckt von dem Engagement und der reflexiven Haltung der forschenden Lehrkräfte. Diese stellten deutlich heraus, dass als übergreifendes Ziel die fortwährende Qualitätserhaltung und -verbesserung des Unterrichts gesehen werde. Die Möglichkeit der Erforschung des eigenen Unterrichts führe nämlich zu einer grundsätzlichen reflexiven Haltung bzw. Sicht auf Unterricht, so Christina Thomas und Tim Hoffmann.

Zum Abschluss der Veranstaltung äußerten die Studierenden den Wunsch nach einer Ausweitung solcher Exkursionen, da der unmittelbare Kontakt eine ganz andere Betroffenheit und inhaltliche Auseinandersetzung zu dieser Thematik ermögliche. Daher wird auch für das kommende Wintersemester eine ähnliche Exkursion innerhalb des Moduls Schulentwicklung eingebaut, das ebenfalls das Forschende Lernen berücksichtigt. Einen weiteren Zugang zum Forschenden Lernen erfahren die Studierenden innerhalb des anstehenden Praxissemesters in den Schulen, in dem sie u.a. auf der Grundlage des Forschenden Lernens hospitieren (z.B. Unterrichtsbeobachtung) und weitere systematische forschungsgeleitete Erkundungen im Feld vornehmen.

Der Kontakt zur Einrichtung des Oberstufenkollegs und zur wissenschaftlichen Einrichtung wird seit 2011 von Frau Prof. Dr. Weyland gepflegt. In Bezug auf eine kontinuierliche Zusammenarbeit gibt es weitere ausgereifte Überlegungen, die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zum Forschenden Lernen durch gezielte Initiativen zu vertiefen. Vorteilhaft dürfte sich an dieser Stelle auch der Kontakt zur Uni Bielefeld auswirken. Hier besteht bereits eine gute Zusammenarbeit zwischen Prof. Dr. Ulrike Weyland, Karin Böhmker, Martha Jopt und Judith Kreuziger (Lehreinheit Pflege und Gesundheit) sowie Elke Rosowski (Institut für Bildungs- und Versorgungsforschung im Gesundheitsbereich) mit Vertretern der Bielefelder School of Education (BiSEd) an der Universität Bielefeld. Die Arbeit konzentriert sich dabei inhaltlich auf das Forschende Lernen im Rahmen von Praxisphasen und auf die Gestaltung des Praxissemesters. Hierin eingebunden ist auch Dr. Gabriele Klewin von der wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufenkolleg.

Somit sind für die langfristige Implementierung des Konzepts Forschendes Lernen gute Ausgangsbedingungen gegeben.