Dualer Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege beteiligt sich bei Informationsveranstaltung zu den Potentialen der Akademisierung von Gesundheitsfachberufen in Düsseldorf.
Die Fachhochschule Bielefeld ist mit dem dualen Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege Teil einer Modellphase zur Erprobung akademischer Ausbildungswege in Pflege- und Gesundheitsberufen in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen dieser Modellphase luden sieben Hochschulen, gemeinsam mit dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, zu einer Informationsveranstaltung ein.
"Potentiale akademischer Gesundheitsfachberufe-Chancen für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in der Gesundheitsversorgung", so lautete das Thema am vergangenen Donnerstag, den 13. Februar in Düsseldorf. Hierzu hatten sich rund 350 Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulen und Arbeitgeberseite, Fachpublikum sowie Studierende, in den Räumlichkeiten der Westfälischen Akademie der Künste versammelt.
Den Auftakt bildete die Eröffnungsrede von Ministerin Barbara Steffens (Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen). Mit steigender Pflegebedürftigkeit, der ein Fachkräftemangel und fehlende Ressourcen gegenüberstehen, beschrieb die Ministerin eines der bekannten Probleme in der Gesundheitsversorgung. Diese müsse wieder mehr auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet werden. Akademisiertes Fachpersonal könne, im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes, einen Beitrag zur Optimierung leisten. Dessen Integration in das Gesundheitssystem liege nun bei den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern.
Es folgten Fachbeiträge zu Kompetenzprofilen und deren Integration in den Arbeitsmarkt aus Arbeitgeber-, Organisations- sowie Studierendenperspektive. Hochschulseitig wurde das angestrebte Berufsprofil der Pflegestudiengänge dargestellt. Als kennzeichnend wurde hier vor allem das wissenschaftliche, evidenzbasierte Pflegehandeln der Absolventinnen und Absolventen beschrieben. Im Rahmen einer Plenumsdiskussion zur Frage der Vorbereitung des Arbeitsmarktes, forderten Vertreterinnen und Vertreter der Praxis sowie Hochschulen weiterführende Konzepte, die eine Eingliederung in die Arbeitswelt begleiten. Best-Practice-Beispiele aus Pflege- sowie Therapieberufen gaben Impulse für mögliche Konzepte.
Zwischen den Vorträgen wurde die Chance zum Austausch mit den Hochschulen genutzt. So hatte sich auch die Fachhochschule Bielefeld mit einem Informationsstand positioniert. Die Gäste kamen hier mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Studierenden des Pflegestudiengangs ins Gespräch.
Eine Veranstaltung wie diese sei ein guter Anfang, dürfe jedoch nicht das Ende sein, betonte Frau Ministerin Steffens. Notwendig seien Bemühungen um weiterführende Modelle für die Eingliederung von Absolventinnen und Absolventen in die Praxis.
Im Sommersemester 2014 werden in Nordrhein-Westfalen rund 160 Studierende ihr Studium mit einem akademischen Grad abschließen, darunter 23 Absolventen des dualen Bachelorstudiengangs Gesundheits- und Krankenpflege der Fachhochschule Bielefeld.