Kooperation seit zwei Jahren: Der Fachbereich Wirtschaft besucht die Niigata University
Die Partnerschaft mit der Niigata University in Japan besteht seit mittlerweile zwei Jahren. Prof. Dr. Laura Schulte und Nermin Karaoglu vom Fachbereich Wirtschaft der HSBI sind für eine Woche nach Japan geflogen und haben dort den Campus besucht. Bei einem gemeinsamen Symposium hat Prof. Schulte einen Gastvortrag gehalten. Im Gespräch ist zudem eine weitere Partnerschaft zwischen dem Fachbereich und dem Japan Advanced Institute of Science and Technology (JAIST).Nermin Karaoglu (l.) und Prof. Dr. Laura Schulte (r.) haben die Niigata University besucht.
Bielefeld/Japan (hsbi). Wunderschöne Kirschbäume blühen zu dieser Jahreszeit am Campus der Niigata University in Japan. Prof. Dr. Laura Schulte und Nermin Karaoglu stellen sich gemeinsam mit zwei Studierenden der Universität vor einen dieser Bäume und lassen ein Erinnerungsfoto knipsen. „Und dann höre ich, wie von hinten jemand meinen Namen ruft“, erzählt Nermin Karaoglu. „Ich habe mich umgedreht und plötzlich stand einer der Mathematik-Professoren der Niigata University hinter mir und hat mich wiedererkannt.“ Der letzte Besuch war im September 2025, doch der ist wohl in Erinnerung geblieben.
Prof. Dr. Laura Schulte (l.) hat sich die Seminarräume zeigen lassen. Sie selbst hat einen Vortrag zum Thema „„Europäische Datenregulierung“ gehalten.
Nermin Karaoglu koordiniert die internationalen Aktivitäten am Fachbereich Wirtschaft. Sie und Prof. Dr. Laura Schulte, Professorin für das Lehrgebiet Wirtschaftsrecht, waren für sechs Tage in Japan. Gemeinsam mit der Partnerhochschule Niigata University haben sie ein Symposium veranstaltet. Prof. Schulte hat einen Vortrag zum Thema „Europäische Datenregulierung“ gehalten. Neben dem European Health Data Act, dem AI Act, dem Data Governance Act und dem Data Act ging es auch um die Datenschutzgrundverordnung und die Frage, welche Relevanz diese Rechtsakte für Japan haben. „Die EU nimmt derzeit weltweilt eine Vorreiterrolle ein, was die Regulierung des Umgangs mit Daten und neuer Techniken, etwa KI, betrifft. Es war fürmich äußerst spannend, den Blick der japanischen Kolleg:innen auf dieses neue Recht zu erfahren und gemeinsam zu erörtern, inwiefern sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten unserer Rechtsordnungen insoweit ergeben. Ich freue mich bereits jetzt darauf, dieses Thema bei der Summer School 2026 in Niigata als Lehrende zu vertiefen.“
Vier Lehrende der HSBI unterstützen Summer School 2026 in Niigata
Tomoko Miyakawa, Nermin Karaoglu, Prof. Kunihisa Shishido und Prof. Dr. Laura Schulte.
Im August wird in Niigata die erste zweiwöchige Summer School mit Unterstützung von vier Lehrenden der HSBI stattfinden. Der organisatorische Ablauf wurde in mehreren Meetings besprochen. Neben Lehrveranstaltungen von Lehrenden aus drei Hochschulen werden Unternehmensbesichtigungen, kulturelle (Besichtigung einer Sakebrauerei, des Sakeinstituts, eines Reisfeldes etc.) und soziale Aktivitäten organisiert. Insgesamt werden 4 japanische Credits, die 6 ECTS entsprechen, an die teilnehmenden Studierenden vergeben. Aus der HSBI werden drei Studierende teilnehmen und anschließend ihr Wintersemester dort verbringen. Ein Highlight der Summer School ist der Besuch der Sado-Insel gegenüber von Niigata, auf der das Wochenende zwischen den beiden Summerschoolwochen verbracht werden soll.
Zwischen zahlreichen Meetings und Gesprächen bekamen Karaoglu und Prof. Schulte auch eine persönliche Campus-Führung mit den Studierenden Soshi Nakayama und Daichi Kato. Highlight für Dekan Prof. Kunihisa Shishido war das Geschenk, das Karaoglu und Prof. Schulte ihm überreicht haben: Deutsche Merci-Schokolade und natürlich eine HSBI-Tasse.
Kooperation mit dem Advanced Institute of Science and Technology in Planung
Die Kolleginnen haben auch das Japan Advanced Institute of Science and Technology besucht.
Dem Besuch der Partnerhochschule war ein Besuch des Japan Advanced Institute of Science and Technology (JAIST) vorangegangen. Die beiden Kolleginnen haben mit den Lehrenden Kunio Shirahada, Ph. D., und Ryo Okuyama, Ph. D., Details für eine baldige Kooperation besprochen. Der Hauptcampus des JAIST ist in Ishikawa, Nomi. Das Institut verfügt allerdings über sogenannte Satelliten-Campus, unter anderem in Tokio, den Nermin Karaoglu und Prof. Dr. Laura Schulte besichtigen durften. „Die Arbeitsplätze für die Studierenden sind hier besonders toll – mit direktem Blick auf Tokio. Einfach faszinierend“, sagt Karaoglu.
Zustande kam der Kontakt aber in einem ganz anderen Land: Prof. Dr. Tobias Schäfers, Professor für Markt- und Werbepsychologie, hat Kunio Shirahada auf einer Forschungskonferenz in Rom kennengelernt.
Während des Aufenthaltes war natürlich auch Zeit für Sightseeing.
Die Kooperation zwischen der HSBI und der Niigata University wurde bereits vor rund zwei Jahren geschlossen. Während dieser Zeit hat die HSBI schon öfter Gäste aus Japan empfangen und umgekehrt. Ein nächster Besuch in Bielefeld ist auch schon geplant: Drei Lehrende der Niigata University und zwei vom JAIST kommen zur International Week im Mai. Zum Wintersemester 2026/27 empfängt der Fachbereich außerdem drei Austauschstudenten, aktuell sind zwei aus Japan hier. (sab)