Wirtschaftsinformatik-Exkursion nach Frankfurt am Main
Die diesjährige Exkursion für Studierende der Bachelor- und Masterstudiengänge Wirtschaftsinformatik des FB Wirtschaft der HSBI führte nach Frankfurt am Main.
Am Donnerstag 5.12.24 war das Ziel das Unternehmen DE-CIX, am Freitag 6.12.24 ging es zum Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.
Im ersten Vortrag bei DE-CIX wurde das Unternehmen als solches vorgestellt. Dabei wurden beeindruckende Zahlen genannt, in wie vielen Städten DE-CIX vertreten ist und wie viele Netzwerke bzw. Autonome Systeme mit DE-CIX vernetzt sind. Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema "Latenz ist die neue Währung". Unter anderem wurde berichtet, wie groß die Latenz bei Verbindungen über große Entfernungen ist und wie diese verringert werden kann. Der zweite Referent kam aus dem Bereich Research & Development bei DE-CIX. Voller Begeisterung für sein Gebiet berichtete er über den "all time peak" mit einem Datendurchsatz von 18,11 Tb/s sowie über die tageszeitliche Verteilung der Datenmengen. Passend zum nächsten Thema erwähnte er auch, dass DE-CIX zur kritischen Infrastruktur gehört. Der nächste Vortrag zum Thema "Security" war etwas allgemeiner gehalten und umfasste nicht nur die Sicherheit bei DE-CIX, sondern auch viele Folien zur Motivation der Studierenden, IT-Sicherheit ernst zu nehmen. U.a. erläuterte der Referent eindringlich, dass 94% aller erfolgreichen Angriffe mit Phishing beginnen. Risikobewertung und -behandlung war ein weiteres Thema seines Vortrags. Ein Beitrag der Personalabteilung zu "Working@DE-CIX" rundete den Besuch ab.
Am Abend stand ein gemeinsamer Weihnachtsmarktbesuch am Frankfurter Römer auf dem Programm.
Der Besuch beim DWD am Freitag begann mit einer kurzen Einordnung des DWD als Bundesbehörde und der Erläuterung des Leitspruchs "Wetter und Klima aus einer Hand". Für die "wetterunkundigen" Wirtschaftsinformatik-Studierenden wurde dann zunächst definiert, dass Wetter ein physikalischer Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort ist. Darauf aufbauend ging es dann um Wettervorhersage und Themen wie Warnreihenfolge bei erwarteten Unwetterereignissen oder auch Staubvorhersage. Im zweiten Vortrag war künstliche Intelligenz (KI) das Thema und wie KI aktuell und in Zukunft die Wettervorhersage beeinflussen wird. Nach der Mittagspause stand eine Besichtigung des Rechenzentrums mit dem Supercomputer und seinen beeindruckenden Zahlen bzgl. Leistungsstärke und Speicherkapazität auf dem Programm. Ebenfalls wurde das TV-Studio besichtigt, in dem der DWD u.a. YouTube-Beiträge und Warnvideos erstellt. Zwei Studierende bekamen die Möglichkeit, eine Wettervorhersage vor laufender Kamera zu sprechen. Der erste Vortrag nach der Führung beschäftigte sich mit dem Wetter- und Niederschlagsradar. Es wurde erläutert, wie die 18 bundesweiten Wetterradare Niederschläge hinsichtlich Stärke und Art (Nieselregen, Regen, Schnee, Hagel) erfassen und daraus die entsprechende Karte in der DWD-Wetter-App erstellt wird. Im nächsten Beitrag war IT das Thema, insbes. die zentrale Datenspeicherung beim DWD. In Anbetracht der unglaublich großen Datenmengen, die täglich beim DWD anfallen, war dies für die Studierenden ein hochinteressantes Thema. Der letzte Referent behandelte den Klimawandel. Mit eindrucksvollen, wissenschaftlich belegten Zahlen zeigte er auf, wie weit der Klimawandel bereits fortgeschritten ist. Dabei betonte er auch, dass der Nachweis und die Protokollierung des Klimawandels Aufgabe des DWD ist. Nach dieser Fülle an unterschiedlichen Informationen ging es zurück nach Bielefeld.
Allen Beteiligten gilt unser herzlicher Dank für die beiden tollen und sehr informativen Besuche!