16.07.2018

IuM-Studierende präsentieren ihre Textil-Projekte

Zum Semesterabschluss wurden die Projekte im Modul „Textile Technologien“ vorgestellt.

Im Modul „Textile Technologien“ arbeiten Studierende aus fünf verschiedenen Studienrichtungen (ABT, MAB, MEC, RGE und WIW) gemeinsam an selbst gewählten Forschungsthemen aus allen Bereichen der Textilen Kette. Zum Semesterabschluss wurden die Projekte nun vorgestellt.

Zwei Gruppen hatten sich mit der Entwicklung magnetischer Nanofaservliese beschäftigt, indem sie verschiedene magnetische Nanopartikel in einer Polymerlösung elektrogesponnen haben. Diese Arbeiten waren ein Beitrag zum durch die VolkswagenStiftung geförderten Projekt „Adaptive Computing“. Eine weitere Gruppe untersuchte Garne aus ähnlichen Nanofaservliesen, die sie thermisch stabilisierte und schließlich carbonisierte, um alternative leitfähige Materialien z. B. für den Einsatz in Trafos und Elektromagneten zu entwickeln.

Auch in der rasterkraftmikroskopischen (AFM-) Untersuchung von Textilbeschichtungen waren Strukturen im Nano-Bereich relevant. Der Projektgruppe gelangen sogar erste AFM-Bilder von Kaschmirfasern, die in der wissenschaftlichen Literatur noch nicht zu finden sind.

In einem anderen Projekt wurde ein Spraytester entwickelt, mit dessen Hilfe die wasserabweisenden Eigenschaften von Textilien untersucht werden können.

Eine weitere Gruppe untersuchte, welche Färbungen sich mit Naturfarbstoffen erzielen lassen, und zeigte, dass langzeitstabile Farben zum Teil sogar ohne eine chemische Vorbehandlung des Textils möglich sind. Im Gegensatz dazu wurde in einem anderen Projekt die Bleichwirkung verschiedener ungefährlicher Stoffe auf Rohbaumwolle geprüft.

Mit dem 3D-Druck auf Textilien beschäftigte sich eine andere Gruppe. Sie wies nach, dass eine vorherige Beschichtung des Textils mit verschiedensten Polymeren je nach 3D-Druck-Material die Haftung zwischen beiden Komponenten deutlich erhöhen kann. In einem weiteren Projekt wurden verschiedene Textilien in Hinblick auf ihre Eignung für den 3D-Druck verglichen.

Um Composites aus Carbonfaser-Geweben herstellen zu können, hatte eine andere Gruppe einen neuartigen Webrahmen entwickelt. Weitere Projekte beschäftigten sich mit der Herstellung wärmender, luftdichter und wasserdampfdurchlässiger Handschuhe für den Reitsport sowie der Entwicklung textiler Kondensatoren, die u. a. als Drucksensoren dienen können.

Im nächsten Sommersemester haben die Studierenden der genannten Studienrichtungen wieder die Möglichkeit, andere „textile“ Fragestellungen zu erforschen. Zu einigen der jetzigen Projekte werden in Bälde wissenschaftliche Artikel bei verschiedenen Textiljournalen eingereicht werden. (ae)