Auf der dreitägigen Messe „Maker Faire“ in Hannover bot sich vom 27.-29. Mai die Möglichkeit, ein besonderes studentisches Projekt der Fachhochschule Bielefeld der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Die Wissenschaftsmesse fand im Hannover Congress Centrum (HCC) statt und lud zum Anfassen und Ausprobieren ein. Die Zielgruppe waren dabei Schülerinnen und Schüler, Familien, Bastel- und Do-It-Yourself Fans.
Drei Studierende des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) haben im Rahmen eines Semesterprojekts eine Cocktailmaschine konzipiert, die automatisch verschiedene Cocktails nach Wahl mischen kann. Diese wurde nun auf der Maker Faire den Messebesuchern vorgestellt. Malte Mechtenberg, Fabian Hilpert und Dennis Demirbas haben die Cocktailmaschine unter der Leitung von Prof. Klaus Dürkopp entworfen und montiert. Sie und acht weitere Studierende aus dem Studiengang Mechatronik sind froh, dass sie ihr Projekt auf der gut besuchten Messe einem interessierten Publikum vorstellen konnten. Die alkoholfreien Cocktails konnten direkt am Messestand von den Gästen probiert werden und kamen sehr gut an. Alles in allem wurden so mehr als 300 Cocktailproben zubereitet und angeboten.
Insgesamt waren etwa 16.000 Besucherinnen und Besucher an den drei Tagen auf der Messe. Am ersten Tag war die Messe nur für Schulklassen und deren Aufsichtspersonen geöffnet, sodass Schülerinnen und Schüler von der fünften Klasse bis zur Oberstufe und von Berufsschulen kamen und Saftcocktails probieren durften. Am Tag darauf belebten vor allem technikaffine Gäste den Stand und stellten Fragen zu Konstruktionsdetails. Dadurch entstand für die angehenden Ingenieure die Möglichkeit interessante Kontakte zu knüpfen sowie diverse Ideen und Anregungen, beispielsweise für eine Erweiterung des Projekts, zu sammeln und auszutauschen.
„Für mich war das die erste Teilnahme als Präsentator eines Messestands. Es waren mehr Interessenten da, als ich es mir vorgestellt habe und es war eine tolle Erfahrung, zu sehen, dass die Resonanz so hoch ist. Zudem gab es sogar Anfragen, ob wir auch an Messen in Rom oder Wien teilnehmen könnten“, so Malte Mechtenberg, der von dem Erfolg der Cocktailmaschine begeistert ist. „Zudem war die Messe der ultimative Test auf die Belastung der Maschine. Durch einen Stand nebenan gab es kurzzeitig eine zu hohe Spannung, sodass andere Messeaussteller ohne Strom blieben. Die Cocktailmaschine sowie der daran angeschlossenen Auswahlbildschirm haben jedoch weiterhin einwandfrei funktioniert und der Belastung standgehalten.“
Nun wird in Erwägung gezogen die Cocktailmaschine für potentielle Projekte an die nächsten Studierenden zu übergeben, die diese dann beispielsweise noch weiter ausbauen könnten. Die Projektmitglieder könnten dabei als Tutoren fungieren und die Cocktailmaschine für weitere Tests zur Verfügung stehen. „Eine klasse Idee, die ingenieurwissenschaftlich umgesetzt wurde. Ich freue mich, dass die Studierenden diese Form des Feedbacks erhalten konnten“, so Projektleiter Prof. Dürkopp. (ab)