Auf dem 2. Studierendenkongress 2012 gewann die IuM Doktorandin Christiane Müller im Rahmen des Wettbewerbs „Förderung von Nachwuchswissenschaftler/innen“ den ersten Platz.
Auf dem 2. Studierendenkongress 2012 gewann die IuM Doktorandin Christiane Müller im Rahmen des Wettbewerbs "Förderung von Nachwuchswissenschaftler/innen" für die Präsentation ihrer Promotion den ersten Platz.
Am 19. Oktober 2012 traten auf dem 2. Studierendenkongress 2012 drei Nachwuchswissenschaftler gegeneinander an, um ihre wissenschaftliche Arbeit kurz und anschaulich einem breiten Publikum zu präsentieren. Das Team des Studierendenkongresses hatte im Vorfeld junge WissenschafterInnen bzw. DissertantInnen und DiplomandInnen dazu aufgerufen, wissenschaftliche Beiträge einzureichen. Die drei besten Beiträge wurden von einer Jury bestimmt und zur Präsentation eingeladen. Zu den nominierten gehörte auch Christiane Müller, Doktorandin im Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) in der Arbeitsgruppe von Professor Anant Patel "Verfahrenstechnik und Alternative Kraftstoffe". Sie überzeugte die Jury mit ihrer Präsentation zum Thema "Einschlussimmobilisierung von Chlamydomonas reinhardtii und eines Lichtsammelkomplexes in neuartigen Silizium-Gelen." Auf die Zweit- und Drittplatzierung des Wettbewerbs schafften es Alessandro Hox (B.Eng.) und Arne Glüer (B.Sc.).
Seit September 2009 arbeitet Christiane Müller im Rahmen einer kooperativen Promotion zwischen der Fachhochschule Bielefeld und der TU Bergakademie Freiberg (AG Prof. Kroke) an der Entwicklung von neuartigen transparenten und biologisch kompatiblen Silizium-Gelen. Da der Wirkungsgrad konventioneller photovoltaischer Zellen noch immer relativ niedrig ist, ist es notwendig Alternativen zu schaffen. Zwei mögliche Lösungen sind die biophotolytische Wasserstoffproduktion sowie die Stabilisierung von Lichtsammelkomplexen zur Nutzung für die künstliche Photosynthese. Dafür besteht ein hoher Bedarf an neuartigen transparenten und biologisch kompatiblen Silizium-Gelen. Die Aufgabe der Arbeit von Christiane Müller besteht zu einem darin neuartige transparente Silizium-Gele zu entwickeln und zum anderen einen wasserstoffproduzierenden Stamm der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii und aus dieser isolierten Lichtsammelkomplex (Lhc) in diesen neuartigen transparenten Silizium-Gelen zu immobilisieren und zur Energiegewinnung zu nutzen. Diese Arbeiten erfolgen in enger Kooperation mit der Universität Bielefeld (AG Prof. Kruse).
Christiane Müller ist Forscherin aus Leidenschaft. Dies wird deutlich, wenn sie über die Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich "forschendes Lehren und Lernen" berichtet. "Meine Arbeit als Wissenschaftlerin ist abwechslungsreich und ich habe die Freiheit, mich immer wieder mit den Themen zu befassen, die mich persönlich besonders interessieren", so Christiane Müller.
Übrigens möchte die Doktorandin mit dem Preisgeld ihre Promotion vorantreiben.
Die Jury zusammen mit den Preisträgern:
v.l.: Professorin Eva Schwenzfeier-Hellkamp (Jury, Fachbereich IuM), Alessandro Hox (2. Platzierung), Dipl.-Kfm. Alexander Schön (Jury, Phoenix Contact), Christiane Müller (1. Platzierung), Arne Glüer (3. Platzierung) und Dipl.-Ing. Klaus Meyer (Jury, Vorsitzender des VDI Ostwestfalen-Lippe Bezirksvereins e.V.)