Die Doktorarbeit wurde von Prof. Dr. Anant Patel von der Fachhochschule Bielefeld und apl. Prof. Dr. Andreas Tauch vom Centrum für Biotechnologie der Universität Bielefeld wissenschaftlich betreut. Sobald ein Großteil der Dissertation in Fachzeitschriften veröffentlich worden ist, darf sich Marina Vemmer offiziell selbst als Dr. rer. nat. betiteln.
In Ihrer Arbeit ist es ihr gelungen, in Kooperation mit der Firma BIOCARE Gesellschaft für Biologische Schutzmittel mbH und der Universität Göttingen neuartige CO2-Lockstoffkapselsysteme weiter zu entwickeln, welche zur Bekämpfung der Larven des Westlichen Maiswurzelbohrers ("billion-dollar bug") im Rahmen einer "Attract-and-Kill-Strategie" eingesetzt werden können.
Des Weiteren hat sich Marina Vemmer mit der Verkapselung von antimikrobiellen Pflanzenextrakten beschäftigt. Einige dieser verkapselten Pflanzenextrakte hat sie erfolgreich an dem multiresistenten Krankenhauskeim Corynebacterium jeikeium in Hinblick auf Wirksamkeit und Freisetzung getestet.
Marina Vemmer ist seit Ende 2010 am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Patel beschäftigt. Ihre Stelle wurde zunächst aus dem Frauenförderprogramm der Fachhochschule finanziert. Seit 2013 ist Marina Vemmer als Projektkoordinatorin in dem vom BMEL geförderten Projekt "ATTRACT- Schutz von Nutzpflanzen vor Bodenschädlingen mittels einer innovativen "Attract-and-Kill-Strategie" tätig und wird der Fachhochschule als Wissenschaftliche Mitarbeiterin erhalten bleiben.
Dies ist die erste erfolgreich abgeschlossene Promotion, die in Kooperation der Fachhochschule Bielefeld mit der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld durchgeführt wurde.