29.05.2015

Erstes Großgerät ist umgezogen

Das HPC-Cluster System, ein Serververbund, der speziell für das parallele Rechnen angeschafft wurde, hat seinen Weg in das neue Hochschulgebäude gefunden.

Die Aufbruchsstimmung in punkto Umzug auf den neuen Campus ist im Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld nicht nur bei den Planungssitzungen spürbar, sondern bereits gelebte Realität. Das erste Großgerät ist am Donnerstag, den 11. Mai im sogenannten Testdurchlauf erfolgreich umgezogen. Das HPC-Cluster System, ein Serververbund, der speziell für das parallele Rechnen angeschafft wurde, hat seinen Weg in das neue Hochschulgebäude gefunden.

Prof. Dr. Christian Schröder, Leiter des Computational Science Lab, sowie der Arbeitsgruppe Computational Materials Science and Engineering (CMSE), war gemeinsam mit Thomas Hilbig, wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschung und Lehre, für das Prozedere verantwortlich.

Der größte Serververbund hochschulweit umfasst rund 40 Server, die von dem Team der AG CMSE genutzt und von Thomas Hilbig gepflegt und verwaltet werden. Zu diesem Team zählen neben vier Doktoranden auch zwei Studierende, die bei dem konkreten Auf- und Abbau des Hochleistungsrechners tatkräftig unterstützt haben. "Ohne Simon Bekemeier (Masterstudent Optimierung und Simulation) und Waldemar Kislicyn (Bachelorstudent Ingenieurinformatik) hätten wir die Ausfallzeit niemals so gering halten können", bedankt sich Thomas Hilbig. 

In dem Labor für Computational Science lernen die Studierenden der Ingenieurinformatik neben dem Softwareengineering auch die Programmierung verteilter Systeme und den Umgang mit Hochleistungsrechnern. Um die Lehre nicht negativ zu beeinflussen, war Eile und genaue Planung geboten. Bereits Anfang Mai liefen die konkreten Vorbereitungen an. Das umfasste neben dem Festlegen der IP-Adressbereiche durch die DVZ das entsprechende Vorbereiten der Server, damit diese im Neubau nur noch eingebaut, verkabelt und in Betrieb genommen werden mussten.

Konkret bedeutete das, dass Thomas Hilbig gemeinsam mit den Studenten am frühen Morgen mit dem Abbau der Server begann. Um 12 Uhr stand das Umzugsunternehmen vor der Tür und packte die PC-Wannen mit der Hardware ein, um sie ins sechste Untergeschoss des Gebäudeteils D im Neubau zu bringen. Bereits um 13:00 Uhr ging es an den Wiedereinbau. Am späten Nachmittag war dieser abgeschlossen. Am nächsten Morgen konnte mit der Verkabelung begonnen werden, so dass der Rechner schon um 16:00 Uhr des Folgetages wieder in Betrieb genommen werden konnte. Es folgte ein wenig Feinkonfiguration, bis das System nach der genannten kurzen Ausfallzeit an allen Standorten der FH wieder verfügbar war.

In der Woche darauf folgenden Woche ab dem 18. Mai wurde mit der zweiten identischen Großmaschine umgezogen. Innerhalb kürzester Zeit konnte auch dieser Rechner wieder für das Mieletec und die Lehre am Standort der Wilhelm-Bertelsmann-Straße eingesetzt werden.

Der gelungene Umzug des Großgeräts sorgte gleich für doppeltes Aufatmen, denn "Der Umzug unserer HPC-Server diente quasi als Generalprobe für den Umzug der zentralen Server. Und der hat prima geklappt! Herr Hilbig hat hier gemeinsam mit der DVZ großartige Arbeit geleistet. Unsere Projekte wurden nur minimal beeinträchtigt", fasst Prof. Schröder den Umzug zusammen. "Seit Mitte letzten Jahres hatten wir immer wieder mit Ausfällen der alten Klimaanlage zu kämpfen und die Strapazen des Umzugs des Geräts haben sich insofern schon gelohnt, als das der Serverraum auf dem FHC erstens neu und zweitens von der Klimatisierung her redundant ist", ergänzt Hilbig.

Von nun an geht es für das Team, genau wie für alle anderen, nach dem zentralen Umzugsplan weiter. Der zweistufige Umzug von Labor und Büro ist für die Betroffenen von großem Vorteil und die DVZ kann dem Umzug der zentralen Server nun positiv entgegen sehen. (th)