Zur Motivierung und zur Weitergabe Ihrer Erfahrungen insbesondere auch an neuberufene Kolleginnen und Kollegen haben diese drei Inhaber einer Forschungsprofessur im Rahmen eines Kolloquiums über Ihre Forschungsaktivitäten berichtet.
Ein wichtiges Instrument zur Förderung und Unterstützung von Forschungsaktivitäten an der Fachhochschule Bielefeld sind die Forschungsprofessuren, die in Form einer Reduzierung des Lehrdeputats Freiräume für die Durchführung und Beantragung von F&E-Projekten, die Betreuung von kooperativen Promotionen aber auch den Aufbau von Forschungsinstituten und Forschungsschwerpunkten eröffnen. Bis zum Ende des Sommersemesters 2015 haben 3 Professorinnen und Professoren des Fachbereichs eine Forschungsprofessur inne.
Zur Motivierung und zur Weitergabe Ihrer Erfahrungen insbesondere auch an neuberufene Kolleginnen und Kollegen haben diese drei Inhaber einer Forschungsprofessur im Rahmen eines Kolloquiums über Ihre Forschungsaktivitäten berichtet. Darin eingebunden haben zwei Doktoranden Einblicke in ihre Promotionsarbeit gewährt.
Nach der Begrüßung durch den Dekan, Herrn Prof. Lothar Budde, berichtete Herr Prof. Bernhard Bachmann unter dem Titel "Modelica trifft Mathematik - Mathematische Methoden zur Simulation dynamischer Systeme" über die Aktivitäten seiner Arbeitsgruppe, die sich mit der Simulation komplexer dynamischer Systeme mit Hilfe der Programmiersprache Modelica beschäftigt. Herr Bachmann und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen wesentlichen Anteil an der Weiterentwicklung dieser Programmiersprache und Lösen dabei anspruchsvolle mathematische Probleme. Sein Doktorand, Herr M.Sc. Lennart Ochel, veranschaulichte die Komplexität der betrachteten Problemstellungen am mathematischen Modell einer wasserstoffproduzierenden Alge. Herr Ochel ist Doktorand im interdisziplinären Forschungskolleg MoRitS (www.morits.org).
Anschließend widmete sich Frau Prof. Eva Schwenzfeier-Hellkamp gemeinsam mit ihrem Doktoranden, Herrn Dipl.-Ing. (FH) Michael Schneider, dem Thema "Technisches Risikomanagement - Übertragbarkeit der Erkenntnisse von LED-Leuchten auf Biogasanlagen". Sie betonte die praktische Bedeutung ihrer Forschungsergebnisse im Bereich LED-Leuchten für die Anwender, wie z.B. Kommunen, und den erfolgreichen Transfer der Erkenntnisse in die Lehre in Form des neuen Moduls "Technisches Risikomanagement". Herr Schneider, der sich im Rahmen seiner Promotion mit dem Aufbau eines FMEA-Systems[1] für Biogasanlagen beschäftigt, präsentierte sehr anschaulich die aktuellen Sicherheitsrisiken beim Betrieb von Biogasanlagen, ein Thema, das vor allem für Versicherungsunternehmen von großem Interesse ist.
Zum Abschluss referierte Herr Prof. Rolf Naumann über die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt "LoCoMS: Low-Cost Mechatronic System" und gab einen Ausblick auf zukünftige Forschungsvorhaben und bereits begonnenen Antragstellungen. Am Beispiel des Instituts für Systemdynamik und Mechatronik (ISyM), dessen Leiter Herr Prof. Naumann ist, erläuterte er die Bedeutung der thematischen Schwerpunktbildung und Vernetzung mit der wissenschaftlichen Community und der Wirtschaft für die erfolgreiche Anbahnung und Durchführung von Forschung und Entwicklung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vorträge auf kurzweilige und informative Art die wissenschaftliche Bandbreite der Forschung und Entwicklung am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik präsentierten und wertvolle Anregungen und Tipps für das Auditorium lieferten.