Prof. Dirk Lütkemeyer und Dr. Anke Rattenholl ist es gelungen, ein hochwertiges Großgerät für den Fachbereich IuM anzuschaffen.
Pünktlich zum Auftakt des neuen Masterangebots "Molekulare Biotechnologie" in Kooperation mit der Universität Bielefeld ist es Prof. Dr. Dirk Lütkemeyer und Dr. Anke Rattenholl gelungen, ein hochwertiges Großgerät für den Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik anzuschaffen.
Der Antrag für die Kapillarelektrophorese mit gekoppelten Massenspektrometer (Fa. Agilent Technologies) ging im April letzten Jahres beim Großgeräteprogramm der Länder ein und das Gerät wurde schlussendlich im Sommer dieses Jahres geliefert. Es ist bereits der neunte erfolgreich gestellte Großgeräteantrag der Lehrenden des Studiengangs Apparative Biotechnologie. Das Besondere an der Kapillarelektrophorese mit Massenspektrometer ist die Tatsache, dass es ausschließlich zur Ausbildung der Studierenden eingesetzt wird. Die Studierenden der Molekularen Biotechnologie werden damit an einem hochmodernen Gerät arbeiten, welches in der Industrie immer mehr an Bedeutung gewinnt. "Es findet ein regelrechter Paradigmenwechsel in der Analytik statt" erklärt Prof. Lütkemeyer. Massenspektrometer als Detektoren lösen zunehmend andere Verfahren in der komplexen Analyse ab. "Die Studierenden werden damit zeitgerecht für den Arbeitsmarkt ausgebildet", freut sich Anke Rattenholl. Das 180.000 € teure Gerät dient nicht nur der Auftrennung von Substanzen in einer sehr dünnen Kapillaren (50 µm), sondern ist in der Lage mit Hilfe des Detektors die genaue molekulare Masse zu bestimmen. Durch die Bestimmung des exakten Gewichts lassen sich Aussagen darüber treffen, um welche Substanzen es sich handelt. Für diese Analyse reicht das unglaublich geringe Probenvolumen von 3 µl aus. So kann bei der Wirkstoffproduktion für Arzneimittel, die zumeist aus komplizierten Proteinen bestehen, dass Protein genau charakterisiert werden. "Natürlich gibt es wesentlich komplexere Geräte, als das Massenspektrometer welches wir angeschafft haben. Die Entscheidung fiel dennoch ganz bewusst auf das vergleichsweise "einfache" Gerät, um es tatsächlich in der Lehre einsetzen zu können", ergänzt Dirk Lütkemeyer.
Stephan Brinkmann, Student des Masterstudiengangs Molekulare Biotechnologie, weiß derartige Studienbedingungen zu schätzen. "Es ist toll als Student mit Geräten in dieser Preiskategorie arbeiten zu dürfen. Es ist spannend und bietet vielfältige Möglichkeiten", so der Student, der gerade eine Mischung aus 16 Aminosäuren im Rahmen seines Laborprojekts aufgetrennt hat. "Das Gerät ist ein Quantensprung für die Lehre", resümiert Prof. Lütkemeyer.
Durch das Förderprogramm "Großgeräte der Länder" werden Geräte, die in der Forschung oder in der Lehre oder für beides zum Einsatz kommen, vom Land bezuschusst. Es ist eine gute Möglichkeit für die Einwerbung von zusätzlichen Mitteln zur Verbesserung der Infrastruktur der Hochschule. Allein der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik hat in den letzten beiden Jahren 1,3 Millionen Euro einwerben können. "Diese Mittel sichern die Aktualität von Forschung und Lehre und die Attraktivität eines Studiums am Fachbereich", zeigt sich der Dekan, Prof. Dr. Lothar Budde, überzeugt. (th)