Die 24-köpfige Schülergruppe verbringt eine Woche in Deutschland, um sich unter anderem über Studienmöglichkeiten zu informieren. Die zwischen 16 und 18 Jahre alten Schülerinnen und Schüler besuchen ein technisches Gymnasium in Polen (Elektroniczne Zaklady Naukowe Wroclaw). In dieser Fachschule werden Schulabschluss und Ausbildung miteinander verknüpft. Die überwiegende Anzahl der Gruppe befindet sich in der Ausbildung zum Mechatroniker, zur Mechatronikerin. Aus diesem Grund ist das Interesse an dem von der Fachhochschule Bielefeld angebotenen Bachelorstudiengang Mechatronik groß. Prof. Reinhard Kaschuba, den die Besuchsanfrage als Studiengangsleiter erreichte, sagte sofort zu und schnürte ein interessantes Informationsprogramm für die Gäste.
Nach einer gemeinsamen Stärkung in der Mensa an der Wilhelm-Bertelsmann-Straße begaben sich die Gäste zum Standort am Stadtholz, wo Prof. Lothar Budde, Dekan des Fachbereichs IuM, die Gruppe willkommen hieß. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von zwei ihrer Deutschlehrerinnen, Aneta Bilewicz und Malgorzata Stanczyk, die die Begrüßungsworte übersetzten. Nach einer kurzen Vorstellung des Fachbereichs erzählte Prof. Budde von den bestehenden Forschungskontakten und auch der Städtepartnerschaft zu Rzeszów in Polen. Zum Abschluss lud er die Gäste herzlich zum Studierendenaustausch ein, bevor er das Wort an Karin Laube von der Zentralen Studienberatung (ZSB) übergab. An dieser Stelle konnten die Deutschlehrerinnen zunächst verschnaufen, denn Frau Laube begrüßte die Gäste mit einigen einführenden Sätzen - zur großen Überraschung des Plenums - auf Polnisch.
Bevor sie etwas zu den Studienmöglichkeiten in Deutschland erläuterte, stellte die Mitarbeiterin der Studienberatung die Stadt Bielefeld genauer vor. Bielefeld sei eine der größten 20 Städte in Deutschland und könne sich, vor allem vor dem Hintergrund des anstehenden Umzugs auf den neuen Campus, als Studentenstadt bezeichnen.
Nachdem die Fragen zu den Unterschieden von Universitäten und Fachhochschulen oder auch zu Studienvoraussetzungen in Deutschland geklärt waren, stellte Prof. Kaschuba überblicksweise das Studium der Mechatronik vor. Der Leiter des Laborbereichs Sensorik-Aktorik und Qualität wies ergänzend zu Frau Laube auf eine andere wichtige Tatsache zu der Stadt Bielefeld hin "Bielefeld ist zwar auf Platz 19 in Sachen Einwohnerzahl, aber gemeinsam mit München und Stuttgart sind wir auf Platz 1 in punkto Maschinenbau. Dort gehören wir zu den bedeutendsten Regionen weltweit", so Kaschuba.
Im Anschluss an den informativen Teil des Programms bekamen die Gäste des Fachbereichs IuM die Gelegenheit, das zdi-Schülerinnen und Schülerlabor experiMINT, das IT-Labor CAN-Bus, das Labor für Strukturoptimierung sowie das Labor für Regelungstechnik kennenzulernen. Prof. Kaschuba ließ die Gruppe mit Simulationswerkzeugen arbeiten und selbstständig einen Regelungsalgorithmus aufbauen.
Claudia Günther, Sozialpädagogin des Droste Hauses "Ich bedanke mich für den herzlichen Empfang an der FH und die Möglichkeit, den Fachbereich auch praktisch erfahren zu haben."
Die Schülerinnen und Schüler freuten sich über einen rundum gelungenen Tag im Rahmen des Jugendaustausches, der mit einem Besuch der Unternehmensführung bei der Firma Claas begann und nach der Erkundung des Fachbereichs IuM mit einem Sightseeing in Bielefeld endete. (th)