21.06.2016

Studierende des FB IuM besuchen Phoenix Contact

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Lean Management“ fand am 09. Juni eine Exkursion zum Hauptsitz des Unternehmen Phoenix Contact statt.

Nachdem Prof. Feyerabend bereits Ende Mai einen Besuch zu Miele & Cie KG  in Gütersloh organisiert hatte, konnten die Studierenden Lean Production nun bei Phoenix Contact erleben. Am späten Vormittag trafen die Studierenden aus dem zweiten Semester Wirtschaftsingenieurwesen in der Zentrale von Phoenix Contact ein. Viktoria Vollmer präsentierte den Studierenden, wie das Familienunternehmen, das aktuell 14 500 Mitarbeiter beschäftigt, aufgebaut ist. Besonders erwähnenswert ist es, dass das Unternehmen ca. 90% Eigenfertigung betreibt. So werden am Tag zwischen 6 und 7 Millionen Schrauben für den Eigenbedarf in Blomberg hergestellt. Am Ende der Präsentation ging Viktoria Vollmer auch auf die beruflichen Einstiegsmöglichkeiten, insbesondere für Studierende, ein. So kann man über Praktika, ob freiwillige oder Pflichtpraktika, Abschlussarbeiten oder über den Direkteinstieg Teil des Unternehmens werden. Am Anfang werden neue Mitarbeiter im Allgemeinen durch ein sogenanntes „Start-Up-Jahr“ geführt, sodass sie so viel wie möglich über die verschiedenen Produkte, die Kultur und den Aufbau des Unternehmens erfahren.

In der Mittagspause wurde in der betriebseigenen Kantine gemeinsam gegessen. Nach der Stärkung fand eine Werksführung durch die Räumlichkeiten von Phoenix Contact statt. In dessen Rahmen wurde den Studierenden der Aufbau des Unternehmens und das Gelände mit knapp 40 Gebäuden gezeigt. In den zur Verfügung stehenden 90 Minuten wurde die Abteilung Maschinenbau vorgestellt, in der alle Maschinen und Werkzeuge für den Eigenbedarf produziert werden -  von der Konstruktion bis hin zur Abnahme. Danach ging es weiter in die Werkshallen, wo sich Stanzautomaten, Spritzgießmaschinen und komplette Fertigungslinien befinden. An manchen Maschinen wurden vor den Schaltschränken Glasscheiben angebracht, damit die Besucherinnen und Besucher sehen, dass auch dort die eigene Technik eingebaut wird.

Nach diesen Einblicken begann direkt im Anschluss ein Vortrag zum Thema Lean-Management, den Volker Hüppmeier mit einem anschaulichen Beispiel einleitete. So mussten insgesamt fünf Studierende Formen  von unterschiedlicher Farbe sortieren und zählen. Einige Formen waren jedoch bereits sortiert und in Blöcke aufgeteilt, sodass sich die benötigten Sortierzeiten sehr unterschieden und es für alle Beteiligten verständlich wurde, dass sich die Ergebnisse abhängig von der Ausgangssituation unterscheiden. Die wichtigste Aussage haben am Ende alle Studierenden verinnerlicht: Man sollte Problemen auf den Grund gehen und nicht durch irgendwelche Lösungen oder Investitionen beseitigen.

Am 27. Juni gibt es wieder die Möglichkeit an einem ganztägigen Workshop zum Thema Lean Production teilzunehmen und diese hautnah in Kooperation mit Phoenix Contact mit verschiedenen Methoden und Werkzeugen praktisch zu erleben.

Melanie Schlüter (Studentischer Beitrag)