28.02.2017

Förderung der internationalen Beziehungen zur Hochschule PXL

Delegation des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik besuchte belgische Hochschule PXL in Hasselt.

Die Hochschule PXL aus Belgien hat im letzten Jahr der FH Bielefeld bereits zum dritten Mal mit einer Studierendengruppe einen Besuch abgestattet. Um diesen Kontakt zu stärken, reiste eine kleine Delegation des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) bestehend aus Prof. Dr.-Ing. Franz Feyerabend, Hubert Stieren (Lehrer am Börde-Berufskolleg Soest) und Lisa Nienaber (Studentin im Studienfach Wirtschaftsingenieurwesen) Anfang Dezember nach Hasselt.

Nach Eintreffen an der Hochschule wurde die Gruppe herzlichst von Marleen Schepers, Dekanin des Fachbereichs Tech, und Patrick Pilat, Studiengangsleiter der Elektromechaniker, empfangen. Im Anschluss wurde ein kurzer Rundgang durch die Hochschule gemacht, bei dem die Besucherinnen und Besucher sowohl Freizeit als auch Ausstellungsstücke zu der jährlich stattfindenden internationalen PXL Woche kennen lernen durften. Im Konferenzraum folgte anschließend in angenehmer Atmosphäre eine Vorstellung der Hochschule und des Fachbereichs Tech durch die Dekanin. In ihrer Präsentation ging Marleen Scheppers besonders auf den Leitfaden der Hochschule ein. Die Hochschule richtet sich nach dem sogenannten „X-Faktor“- Modell.

PXL-X-Faktor-Grafik

Hier folgt eine kurze Vorstellung des Modells im Allgemeinen:

Das Modell besteht aus vier Aspekten, die von allen Mitgliedern der Hochschule nachgeeifert werden sollen. Von Studierenden und Lehrenden wird sowohl Einfühlvermögen (empathy) und Leidenschaft (passion) [empassion], aber auch innovative Sichtweisen [enterprising & innovative], disziplinares und interdisziplinäres Denken [multi-& disciplinary] und die Offenheit mit anderen (internationalen) Hochschulen oder mit Unternehmen zusammenzuarbeiten [(international) cooperation and networking] erwartet.

In einem weiteren Schritt ging die Dekanin auf den Fachbereich Tech ein. Sie betonte dabei die enorme Wichtigkeit, die Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Tech und IuM weiter zu stärken und besonders Studierendenaustausch zu fördern

Der Fachbereich Tech selbst ist in einem eigenen Gebäude untergebracht und bietet vier verschiedene Bachelorstudiengänge an. Diese sind Agro- und Biotechnologie – in denen man sich zwischen Biotechnologie und Umweltmanagement entscheiden kann – Bau, Elektromechanik und Elektrotechnik mit den Schwerpunkten Klimatisierung und Instandhaltung.

Nach dem Vortrag im Konferenzraum wurde der Rundgang durch die Universität, sowie durch die verschiedenen Labore , in denen die Studierenden Praktika absolvieren oder auch an ihren Projekten arbeiten können, fortgesetzt. In jedem Labor wurden entweder durch Patrick Pilat oder durch anwesende wissenschaftliche Mitarbeiter, das Tätigkeitsspektrum und die Geräte des jeweiligen Labors detailliert erklärt beziehungsweise vorgestellt. Alle aufkommenden Fragen wurden ebenfalls ausführlich beantwortet. Nach vielen Eindrücken tauschte man sich in der Cafeteria über die unterschiedlichen Aspekte der beiden Hochschulen aus.

Für den Nachmittag waren zwei Aktivitäten geplant. Zuerst wurde der „Maker-Space“ besichtigt. Hierbei handelt es sich um einen Raum, in dem den Studierenden verschiedene Maschinen zur Verfügung gestellt werden, um eigene Projekte oder Ideen zu verwirklichen. Im Mittelpunkt der abschließenden Besprechung standen Möglichkeiten des Studierens an den jeweiligen Hochschulen, sowie weitere Projekte für den Austausch. Das Ergebnis dieser Gespräche war die Planung eines Vortrags und Workshops von Patrick Pilat an der FH Bielefeld, die Exkursion einer belgischen Studierendengruppe im Juni, die Studienfahrt des Fachbereichs IuM zu PXL im Mai, sowie ein Vortrag und ein Workshop von Prof. Feyerabend bei PXL.

Der offizielle Teil war nach dieser Besprechung für den Tag beendet. Am Abend trafen sich Gastgeber und Besucher mit Patrick Pilat und anderen Kolleginnen und Kollegen in einem Restaurant mitten in der Stadt und ließen den Tag gemeinsam ausklingen. Unter anderem ging es auch um die Organisation des geplanten Austausches im Sommersemester 2017. Zuständig dafür sind der Student Kevin Claeson und die Studentin Lisa Nienaber (seitens der FH Bielefeld). Die Möglichkeit, überhaupt eine solche Exkursion zu planen, wurde vor allem durch das Gleichstellungsbüro der FH Bielefeld ermöglicht, das zusammen mit Prof. Feyerabend und Lisa Nienaber die Projektarbeit unterstützt.

Am folgenden Tag wurden offene Fragen in Bezug auf die geplante Exkursion im Sommersemester 2017 geklärt. Zum Abschluss des Besuches hielt Prof. Feyerabend einen Fachvortrag zu Projektmöglichkeiten im Studium und Lisa Nienaber stellte in einer Präsentation die Fachhochschule Bielefeld und insbesondere den Fachbereich IuM vor. Mit vielen neuen Eindrücken und Ideen fuhr die kleine Delegation wieder zurück Richtung Bielefeld.

Studentischer Beitrag von Lisa Nienaber