Kraftfahrzeugtechnik – ein Bindeglied der Kooperation zu China
„Die Welt zu Gast“ lautete das Motto der diesjährigen Internationalen Woche der Fachhochschule (FH) Bielefeld.
Im Rahmen der Veranstaltungswoche waren rund 50 Gäste aus 25 Ländern eingeladen. Zum vielfältigen Programmangebot des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) zählte auch der von Prof. Dr. Franz Feyerabend organisierte Workshop mit dem Titel „Interaktive Erarbeitung von Kfz-Know-How“.
Während der Woche zwischen dem 13. und 17. Mai konnten Interessierte Fachvorträgen zur Pkw-Motorentechnik in englischer und deutscher Sprache folgen. Darüber hinaus wurde die interaktive Erarbeitung von Kfz-Know-How unter Anleitung der chinesischen Gaststudentin Chen Shang, dem Studenten Shen Shiwei, beide aus dem Studiengang Automotive Service Engineering an der Shanghai Normal University (SHNU) und der IuM-Studentin Annalena Kirstein, durchgeführt.
Der Fachbereich IuM kooperiert bereits seit 2016 mit der SHNU in China. Prof. Dr. Franz Feyerabend und Prof. Dr. Herbert Funke, beide Lehrende im Fachbereich IuM, unterrichten seither regelmäßig als Gastdozenten im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik in Shanghai. „Umso schöner, den Kollegen Yiran Li auch einmal bei uns begrüßen zu dürfen“, so Feyerabend, der gemeinsam mit seinen Studierenden dessen Fachvortrag zu SUV Hybrid Solution folgte.
Die am Workshop interessierten Studierenden konnten eigenständig in Teams von drei bis vier Personen an spezifischen Motorenkomponenten arbeiten. „Die Ergebnisse zu den Themenbereichen elektrische Zündung, Piezo-Injektor und Luftmassensensor konnten wir mit Hilfe erarbeiteter Modelle anschaulich auf der Magistrale präsentieren“, erklärt Feyerabend.
Prof. Dr. Marc Oliver Schierenberg, Lehrender im Fachbereich IuM, hatte dafür gesorgt, dass zur Unterstützung des Praxisgedankens ein eindrucksvolles Fahrzeug in der Magistrale des Fachhochschulgebäudes ausgestellt war. „Die Studierenden arbeiten in einem aktuellen Projekt daran, einen klassischen Neuwagen, genauer gesagt – einen Lada Niva – in ein Elektrofahrzeug umzurüsten. Der hier zu sehende „Morgan Plus 4“ ist als Folgeprojekt – ebenfalls zur Elektrifizierung angedacht“, verrät Schierenberg.
„Es ist klasse zu sehen, auf welche Weise bei einer Veranstaltung wie der Internationalen Woche die Kompetenzen gebündelt und Kooperationen innerhalb und außerhalb der Hochschule gelebt werden“, resümiert IuM-Dekan Prof. Dr. Lothar Budde. (th)