Promovierende und Professor:innen des Fachbereichs Wirtschaft besuchen Forschungskolleg an der Türkisch-Deutschen Universität Istanbul
Für Promovierende und Professor:innen des Fachbereichs Wirtschaft der HSBI ging es Ende März ein paar Tage nach Istanbul. Die HSBI hat zusammen mit der Universität Bielefeld und Türkisch-Deutschen Universität Istanbul ein Forschungskolleg veranstaltet.Abdul Erduran (l.) und Kaan Altun (r.) waren gemeinsam mit Şafak Kibar von Nobilia in Istanbul. Erduran und Altun waren maßgeblich an der Umsetzung des Projektes beteiligt.
Bielefeld/Istanbul (hsbi). Wenn man in einer Stadt wie Istanbul von einem Tagungsort zum Restaurant wechselt, nimmt man schonmal die Fähre. Abends bei Sonnenuntergang gibt es die magische Atmosphäre der Meerenge gratis dazu. Genau das durften Promovierende und Professor:innen des Fachbereichs Wirtschaft der Hochschule Bielefeld (HSBI) Ende März erleben. Sie haben am Forschungskolleg an der Türkisch-Deutschen Universität Istanbul teilgenommen. Das Format ist aus einer Kooperation zwischen der Hochschule Bielefeld (HSBI), der Universität Bielefeld und der Türkisch-Deutschen Universität Istanbul entstanden, gefördert vom Deutsch Akademischen Austauschdienst (DAAD).
Das Forschungskolleg war ein Austausch- und Arbeitsformat mit Workshop-Charakter.
„Neben dem wertvollen fachlichen Austausch waren die ganzen Gespräche und das Networking besonders wichtig, um einen Rahmen für kreativen Austausch zu schaffen“, sagt Kaan Altun, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Wirtschaft. Zusätzlich zu offiziellen Programmpunkten wie Vorträgen, Poster-Sessions und Workshops brachte der Besuch in Istanbul viele wertvolle Erfahrungen mit sich. „Der informelle Rahmen hat maßgeblich dazu beigetragen, Vertrauen und langfristige wissenschaftliche Kooperationen zwischen den Teilnehmenden zu stärken“, ist Abdulmuttalip Erdurans Fazit. Er ist ebenfalls wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Wirtschaft.
Erste gemischte Publikationen mit deutscher und türkischer Beteiligung in Planung
Prof. Dr. Riza Öztürk (l.) und Kaan Altun setzen sich stark dafür ein, Promovierende und Professor:innen aus Deutschland und der Türkei zusammenzubringen.
Das Forschungskolleg knüpfte an die bereits bestehende deutsch-türkische Hochschulkooperation sowie an die vorangegangene PhD Winter School an. Ziel der Veranstaltung war es, Promovierende und betreuende Professor:innen aus Deutschland und der Türkei zusammenzubringen, fachliche Schnittstellen sichtbar zu machen und gezielt zukünftige gemeinsame Forschungsvorhaben anzustoßen.
Mit Blick auf die jährlich stattfindende ABAC-Konferenz (Annual Business Administration Conference) sollen aus diesen ersten Ideen bald gemischte Publikationen deutscher und türkischer Beteiligter veröffentlicht werden. „Sollte uns das gelingen, wäre das ein erheblicher Gewinn für alle Beteiligten, weil dadurch gemeinsame Forschung sichtbar und international anschlussfähig würde“, so Prof. Dr. Riza Öztürk, Dekan des Fachbereichs Wirtschaft.
Traditionelle türkische Süßigkeiten waren der Renner
Das Kolleg war bewusst nicht als klassische Konferenz angelegt, sondern als interaktives Austausch- und Arbeitsformat mit Workshop-Charakter. Im Mittelpunkt standen die Themen Marketing, Management und Familienunternehmen sowie Operations. Gleichzeitig sollte das Format den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis stärken und institutionelle Akteure aus dem wirtschaftsnahen Umfeld stärker an die Kooperation anbinden.
Und wie könnte man einen produktiven Tag besser abrunden als mit kulinarischen Spezialitäten? Ein Programmpunkt des informellen Teils war der Besuch einer Confiserie, ein Fachgeschäft für feine Zuckerbäckereien, mit Einblicken in die traditionelle türkische Süßwarenkultur. Nach der Shoppingtour konnte man die erlebnisreiche Tagungszeit auf der Dachterrasse des Kadiköyer Hotels ausklingen lassen. Für die Gruppe stand fest: Wir kommen wieder. (sab)