Abschlussfeier mit klarer Botschaft: Geht euren Weg – auch wenn er nicht gerade ist
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Schon von weitem kündigten strahlende Lichter in der Magistrale einen besonderen Abend an: Am 23. Januar verabschiedete der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Hochschule Bielefeld rund 300 Absolvent:innen. Gemeinsam mit Angehörigen feierten sie ihren erfolgreichen Studienabschluss in festlicher Atmosphäre.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Moderatorin Nele Kießling, die souverän und herzlich durch den Abend führte. Gleich zu Beginn richtete Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der Hochschule Bielefeld, ein Grußwort an das Plenum: „Was gestern zukunftsweisend war, kann morgen bereits überholt sein. Berufsfelder verändern sich. In dieser dynamischen Welt werden sie als Absolvent:innen der Ingenieurwissenschaften und Mathematik besonders gefragt sein“, würdigte sie die erbrachten Leistungen.
Im Anschluss begrüßte Prodekan Prof. Dr. Jonas Ide, der in diesem Jahr den Dekan Prof. Dr. Rolf Naumann vertrat, die Absolvent:innen und Gäste im Namen des Dekanats. „Dass wir Sie in dieser wichtigen Phase Ihres Lebens begleiten und unterstützen durften, ist für uns ein Privileg. Dafür herzlichen Dank! Bleiben Sie offen, bleiben Sie mutig, wagen Sie den nächsten Schritt.“
In einem persönlichen Einblick ließ die Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk am Rande anklingen, dass ihr Biologiestudium ihr bis heute im Berufsalltag hilfreich ist, was für Heiterkeit im Publikum sorgte.
Wege, Umwege und der Mut Fehler zu machen
Traditionell gehören zur Absolvent:innenverabschiedung am Fachbereich IuM auch Impulsstatements von Ehemaligen, die ihren ganz persönlichen Blick auf den Weg nach dem Studium teilen. Den Auftakt machte Sabrina Schwab, die ihren Abschluss an der ehemaligen Fachhochschule Bielefeld im Bachelorstudiengang Produktentwicklung Mechatronik gemacht hat. Heute arbeitet sie als amtlich anerkannte Sachverständige für den Kraftfahrzeugverkehr bei TÜV Nord. Offen sprach sie über Karrierewege, Herausforderungen im Berufsalltag und ihre Erfahrungen als Ingenieurin – insbesondere im Umgang mit Vorgesetzten sowie in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ihre ermutigende Botschaft an die Absolvent:innen: „Wege sind selten gerade, Pausen sind kein Rückschritt, Tempo sagt nichts über die Richtung aus. Auch wenn ein Weg unspektakulär aussieht – Hauptsache ihr geht ihn weiter.“
Im Austausch auf der Bühne: Impulsrednerin Sabrina Schwab gemeinsam mit Moderatorin Nele Kießling. Mit ihrem persönlichen Impuls machte sie deutlich, dass es nicht auf einen spektakulären Karriereweg ankommt – sondern darauf, den eigenen Weg mit Überzeugung weiterzugehen.
Das zweite Impulsstatement hielt Tobias Lehmann, der sich als „Gewächs der HSBI“ vorstellte und heute als Innovationsmanager bei WAGO tätig ist. In seinem Beitrag zeichnete er seinen Werdegang, von der Zeit an der HSBI im Masterstudiengang Optimierung und Simulation, später als technischer Geschäftsführer des Instituts für Systemdynamik und Mechatronik, bis hin zu Erfahrungen in verschiedenen Start-ups. Seine zentrale Botschaft: „Macht das worauf ihr Lust habt. Fehler machen tut nicht weh. In der Zeit während meines Start-ups habe ich unglaublich viele Fehler gemacht und seither nie mehr so viel gelernt.“
Herausragende Leistungen im Studium gewürdigt
Ausgezeichnete Studienleistungen: Die Preisträger:innen zusammen mit den Vertretern der GFFE – sichtbar stolz nach der feierlichen Übergabe der Preise.
Ein fester Bestandteil der jährlich stattfindenden Absolvent:innenverabschiedung ist die Prämierung herausragender Studienleistungen durch die Gesellschaft der Förderer, Freunde und Ehemaligen der Ingenieurausbildung der Hochschule Bielefeld e. V. (GFFE). Die mit 500 Euro dotierten Auszeichnungen wurden in diesem Jahr von Prof. Dr. Reinhard Kaschuba und Prof. Dr. Dirk Lütkemeyer überreicht. Den Preis für die besten Studienleistungen nach dem zweiten Semester im laufenden Studium 2024 erhielt Anne Averbeck aus dem Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Als bester Absolvent des Studiengangs Apparative Biotechnologie 2024 wurde Niklas Schumacher ausgezeichnet. Den Preis für den besten Studienabschluss in Regelstudienzeit in den Ingenieurstudiengängen 2024 erhielt Bastian Behr (Maschinenbau). Die Preisträger:innen zeigten sich sichtlich erfreut und teilweise sprachlos über die Anerkennung ihrer Leistungen.
Ein Beitrag, der neue Denkanstöße vermittelte, war der anschließende Science Slam von Anaïs Siebers. Die Philosophin, mit einem Hintergrund in Cognitive Science, promoviert zum Thema „Handeln in der digitalen Welt“. In ihrem Beitrag nahm sie das Publikum mit in die Welt der künstlichen Intelligenz und beleuchtete Unterschiede zwischen verschiedenen KI-Modellen. Dabei ging es unter anderem um Kognition, Wissen und das Zusammenspiel intelligenter Systeme.
Der große Moment: Viel Applaus und gemeinsame Erinnerungen
Den emotionalen Höhepunkt des Abends stellte die symbolische Urkundenübergabe dar. Jede Absolventin und jeder Absolvent wurde persönlich vom Prodekan des Fachbereichs sowie der jeweiligen Studiengangsleitung beglückwünscht, bevor ein gemeinsames Gruppenfoto diesen besonderen Moment festhielt.
Für die musikalische Begleitung sorgte Kristin Shey & Band, die mit ihrer eindrucksvollen Stimme maßgeblich zur feierlichen Stimmung beitrug. Beim anschließenden Sektempfang konnten die Absolvent:innen auf ihren Abschluss anstoßen, Erinnerungen austauschen und die Studienzeit Revue passieren lassen. Fotobox und bereitgestellte Talare sorgten für bleibende Erinnerungen.
In Talar und mit Abschluss-Hut nutzt eine Absolventin die Fotobox, während ihre Angehörigen den erreichten Meilenstein sichtlich stolz begleiten.
Auch der Fachschaftsrat (FSR) des Fachbereichs IuM war beim Sektempfang dabei und nutzte die Gelegenheit, mit den ehemaligen Kommiliton:innen ins Gespräch zu kommen. „Vor allem geht es uns darum, die ehemaligen Studierenden der HSBI auf den Alumni-Stammtisch aufmerksam zu machen und sie dazu einzuladen mit dem Fachbereich in Verbindung zu bleiben“, so die Mitglieder des Fachschaftsrats.
Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung war der Abend noch lange nicht vorbei. Der FSR hatte ein Buffet mit anschließender Party und Clubbesuch in Bielefeld organisiert, wo tanzend und feiernd der nächste Lebensabschnitt eingeläutet wurde. (th/jrf)