Prof. Bernhard Bachmann, Prof. Rolf Naumann und Prof. Eva Schwenzfeier-Hellkamp berichteten im Rahmen eines neuen Kolloquiums über Ihre Forschungsprojekte sowie über Ihre Motivation und generellen Erfahrungen.
Ein wichtiges Instrument zur Förderung und Unterstützung von Forschungsaktivitäten sind die Forschungsprofessuren. Im forschungsstarken Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) wird diese Form der Reduzierung des Lehrdeputats von besonders engagierten Professorinnen und Professoren regelmäßig wahrgenommen. Zur Motivierung und zur Weitergabe Ihrer Erfahrungen insbesondere auch an neuberufene Kolleginnen und Kollegen haben erstmalig die Inhaber einer Forschungsprofessur am Dienstag, den 28.01.2014 im Rahmen eines Kolloquiums über Ihre Forschungsprojekte sowie über Ihre Motivation und generellen Erfahrungen berichtet. Dabei wurden unter anderem wertvolle Tipps für die Antragstellung und der Rat, sich durch abgelehnte Anträge nicht entmutigen zu lassen, weitergegeben. Bis zum Ende des Sommersemesters 2014 haben drei Professorinnen und Professoren des Fachbereichs IuM eine Forschungsprofessur inne.
So berichtete Prof. Bernhard Bachmann als erster Referent unter dem Titel "Vom Modell zur Simulation - Effiziente computergestützte Mathematik" über die Aktivitäten seines Teams, welches sich mit der Simulation komplexer dynamischer Systeme mit Hilfe der Programmiersprache Modelica beschäftigt. Herr Bachmann und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen wesentlichen Anteil an der Weiterentwicklung dieser Programmiersprache und lösen dabei anspruchsvolle mathematische Probleme. Ergebnis dieser Arbeit sind die erfolgreiche Promotion von Sabrina Proß sowie zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge auf internationalen Tagungen. Drei weitere Promotionen werden zurzeit durchgeführt.
Als zweiter referierte Prof. Rolf Naumann über seine Schwerpunkte während der Forschungsprofessur. Zusätzlich zu seinen Forschungsprojekten auf den Gebieten der Analyse und Modellierung mechatronischer Systeme sowie des Systementwurfs liegt ihm der Aufbau des neugegründeten Instituts für Systemdynamik und Mechatronik (ISyM) am Herzen. Rolf Naumann wurde für zwei Jahre zum Institutsleiter gewählt. Er betonte in seinen Ausführungen die Bedeutung der Vernetzung mit der regionalen Wissenschaftscommunity und Industrie für den Erfolg von Antragstellungen für F&E-Projekte und deren Durchführung.
Mit persönlichen Ausführungen zu Ihrer Motivation, Ihren Erfolgen und Misserfolgen auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung schloss Prof. Eva Schwenzfeier-Hellkamp als dritte Referentin das Kolloquium. Sie berichtete von Ihren aktuellen Forschungsprojekten im Bereich LED und dem Aufbau des neugegründeten Forschungsschwerpunkts Intelligente Technische Energiesysteme (ITES). Sie hob hervor, wie wichtig die Förderung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Weitergabe von neuesten Erkenntnissen aus der Forschung an die Studierenden für sie sind.
"Auch nach Niederlagen lohnt sich der Mut weitere Forschungsanträge zu schreiben. Nach erfolgreicher Antragstellung wird man nicht nur dadurch belohnt, Forschung frei definieren und gestalten zu können, sondern man erhält auch finanziell die Chance das Vorhaben mit einem engagierten Nachwuchsteam kreativ umzusetzen zu können", so Prof. Schwenzfeier-Hellkamp. "Man sollte den Antrag nicht alleine stellen, sondern interessierte Partner suchen, denn miteinander ergeben sich nicht nur mehr Möglichkeiten für die Forschungsarbeit, sondern das Erarbeiten von Erfolgen macht gemeinsam viel mehr Freude.", ergänzte Prof. Naumann.
Dekan Prof. Lothar Budde, der das Kolloquium moderierte schloss die Veranstaltung mit den Worten: "Es ist spannend zu sehen welche wissenschaftliche Bandbreite der Forschung und Entwicklung am Fachbereich IuM möglich ist", und bedankte sich für die kurzweiligen und informativen Vorträge und die wertvollen Anregungen für zukünftige Forschungsaktivitäten. Das Forschungskolloquium wird von nun an als festes Veranstaltungsformat im Fachbereich etabliert. (ng/th)