01.12.2011

5 Jahre „Molekulare Diagnostik“ im Fachbereich IuM

Im Institut für Instrumentelle und Molekulare Technologien (IMOLTEC), einem An-Institut der Fachhochschule Bielefeld, fand die 5. Vorlesungsreihe mit Blockpraktikum im Fach MDI - Molekulare Diagnostik - statt.

Im Institut für Instrumentelle und Molekulare Technologien (IMOLTEC), einem An-Institut der Fachhochschule Bielefeld, fand im November dieses Jahres die 5. Vorlesungsreihe mit Blockpraktikum im Fach MDI - Molekulare Diagnostik - statt.

In Vorlesungen wird den Studierenden zunächst ein Überblick über die Schwerpunkte der molekularen Diagnostik- und Analytik im Bereich lifescience und medizinischer Diagnostik gegeben. Sowohl der Nachweis von Infektionserregern als auch die Analytik humangenetischer Fragestellungen steht dabei im Vordergrund. Besonderer Schwerpunkt liegt auf der applikativen Seite dieser Laborverfahren, in denen den Studierenden in theoretischen aber auch praxisbezogenen Beispielen erläutert wird, nach welchen Prinzipien und auf Grundlage welcher Verfahren die molekulare Diagnostik in der klinischen Routine zum Einsatz kommt. Seit nunmehr 5 Jahren wird diese Vorlesungsreihe den Studierenden des Studiengangs Apparative Biotechnologie am Fachbereich IuM durch die IMOLTEC angeboten. Der Lehrauftrag des Fachbereichs wird seit dieser Zeit durch Dr. Carsten Tiemann wahrgenommen. Tiemann ist Laborleiter der molekularen Diagnostik im Labor Krone, Medizinal-Untersuchungsstelle im Regierungsbezirk Detmold und Institutsleiter der IMOLTEC.

Auch in diesem Jahr haben wiederum 20 Studierende sowohl an der vorbereitenden Vorlesungsreihe (SS) als auch dem Blockpraktikum (WS) teilgenommen. Das Blockpraktikum findet in den Laborräumen der IMOLTEC in Kooperation mit der LABCON-OWL und dem Labor Krone in Bad Salzuflen statt. Es erstreckt sich über 3 Wochen. In diesem Zeitraum werden die Studierenden mit den theoretischen Prinzipien der Diagnostik, aber auch mit allen praxisrelevanten Abläufen eines Routinelabors vertraut gemacht. Durch die enge Verknüpfung mit der Routinediagnostik erhalten die Studierenden im Rahmen dieses Praktikums einen realistischen Einblick in das Tätigkeitsfeld der technischen und applikativen Molekulardiagnostik. Während des Praktikums führen die Studierenden unter Anleitung und unter Verwendung praxisrelevanter Analysenautomaten der Routinediagnostik Untersuchungen durch. Nukleinsäure-Extraktion, Amplifikation der Nukleinsäure mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und die anschließende Detektion und DNA-Sequenzierung sind dabei fester Bestandteil des Praktikums. Die Durchführung wird von erfahrenen Mitarbeitern und dem technischen Personal der LABCON-OWL, dem Labor Krone und der IMOLTEC vorgenommen.  Die Studierenden haben somit die Gelegenheit, auch im direkten Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen dieser Labore Fragen zu stellen und sich über das Tätigkeitsfeld der medizinischen Diagnostik zu informieren.

In allen Praktika konnte bislang festgestellt werden, dass die Studierenden gerade in diesem speziellen Bereich mit sehr großem Interesse und sehr hoher Motivation teilnehmen. Die Vorlesung wird zusammen mit dem Praktikum als Wahlpflichtmodul im Studiengang Apparative Biotechnologie angeboten; die Leistungen werden im Rahmen täglicher Besprechungen und Protokollerstellungen abgefragt; am Ende der Vorlesungs- und Blockpraktikumsreihe wird für die Studierenden eine schriftliche Prüfung angeboten. Die Einzelergebnisse aller Bewertungen können dann zu einer Gesamtnote zusammengezogen werden.

In der IMOLTEC besteht zudem für die Studierenden die Möglichkeit, eine Bachelor-Arbeit durchzuführen, um bei bestehendem Interesse die Kenntnisse und Fertigkeiten auf diesem Teilgebiet der Biotechnologie zu vertiefen. Aktuell wird von einem Studenten, der diesen Ausbildungsgang in der FH Bielefeld durchlaufen hat, eine Master-Arbeit in Kooperation zwischen Fachhochschule, IMOLTEC und der Universität Bielefeld, speziell dem CeBiTec, durchgeführt.

 

Molekulare Diagnostik

Praxis hautnah erleben:
Studierende gewinnen Fachkenntnisse über molekulardiagnostische Verfahren