01.09.2016

Fachbereich IuM bleibt in Sachen Klimaschutz am Ball

Betriebe und andere Einrichtungen müssen nicht nur in Sachen Mitarbeitermobilität beweglich sein.

Der damit verbundene Verkehr belastet jedoch sowohl die betrieblichen Bilanzen als auch Umwelt und Klima. Das 2015 gestartete Modellprojekt Mobil.Pro.Fit soll dem immer häufiger formulierten Wunsch nach einem wirtschaftlichen und effizienten Ansatz zur Optimierung des betriebseigenen Mobilitätskonzepts Rechnung tragen. Insbesondere geht es darum, das eigene Umweltverhalten zu reflektieren und gegebenenfalls zu überdenken.

Das Bundesumweltministerium unterstützt den „Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management“ (B.A.U.M) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) bei der Umsetzung von Mobil.Pro.Fit. Im Zuge dieser Initiative wurde die Region Bielefeld/Gütersloh als eine von bundesweit zehn Regionen ausgewählt.

Was in Sachen Mobilität für Betriebe gilt, gilt auch für Hochschulen, folgerten Prof. Dr. Lothar Budde, Dekan des Fachbereichs IuM und sein Kollege Prof. Dr. Jens Haubrock, wissenschaftlicher Betreuer des Projektes und engagierten sich für die Teilnahme an der zweiten Runde im Modellprojekt. Gemeinsam mit drei Partnern aus der Region (Goldbeck GmbH, Miele & Cie KG und Reiling Glas Recycling GmbH & Co. KG) soll bis Ende des Jahres 2016 ein nachhaltiges Mobilitätskonzept entwickelt werden. Bei erfolgreicher Durchführung werden die Projektteilnehmer von der Stadt Bielefeld und dem Kreis Gütersloh als „Mobil.Pro.Fit.-Betrieb“ ausgezeichnet.

Um Lösungsvorschläge erarbeiten zu können, müssen sich die teilnehmenden Institutionen zunächst einer Bestandsaufnahme stellen, um schließlich verschiedene Ansatzpunkte zur Verbesserung ihrer Mobilitätskonzepte erreichen zu können.

Mögliche Maßnahmen wären die Umstrukturierung von Dienstreiseanträgen, ein überdachter Fahrradständer, Videokonferenzräume, Fahrplanauskünfte, E-Learning, eine Bahncard für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Carsharing oder auch die Bekanntmachung bereits vorhandener Möglichkeiten wie die des Job-Tickets.

Um diesem Ziel wieder ein Stückchen näher zu kommen fand nun der dritte Workshop, diesmal in den Räumlichkeiten der Fachhochschule Bielefeld, statt. Schwerpunktthema war die Frage, wie Dienstreisen und ein eventueller Fuhrpark kostengünstig und ressourceneffizient gestaltet werden können. Um realistisch einschätzen zu können, welche Probleme dieses Vorhaben mit sich bringen kann und welche zeitlichen Dimensionen so ein Prozess umfasst, waren unter anderem Vertreterinnen der Bertelsmann Stiftung und der Ruhr-Universität Bochum eingeladen, um über ihre Erfahrungen zu berichten. 

Nach der Begrüßung durch den Dekan Prof. Budde und einem ersten Erfahrungsaustausch berichtete zunächst Dominik Schnell, Student der Regenerativen Energien und Projektmitarbeiter, über den Ist-Zustand an der Fachhochschule Bielefeld. Prof. Haubrock referierte zu „Sinnhaftigkeit und Chancen von Elektromobilität“ und stellte in diesem Zusammenhang sein aktuelles Forschungsprojekt zum Thema „Elektro Car-Sharing“ vor.

„Bis zum nächsten Termin im Oktober werden die Abstimmungsgespräche mit dem Gebäudedezernat fortgeführt und weitere Maßnahmenpakete geschnürt. Unter anderem wird an überdachte Fahrradstellplätze, wie Abfahrtsbildschirme an zentralen Stellen in der Fachhochschule gedacht“, so Prof. Haubrock.

Noch am Tag des Workshops ging die im Mai 2016 vereinbarte Mitarbeiterbefragung an die Mitglieder des Fachbereichs IuM raus. Unter dem Motto „Mobilität geht uns alle an“ soll die anonyme Befragung Aufschluss über das Nutzungsverhalten und Raum für Verbesserungsvorschläge der Fachbereichsmitglieder geben.

„Gerade der Fachbereich IuM, mit Studienangeboten im Bereich der regenerativen Energien, sollte Anreize und ein Bewusstsein für umweltbewusstes Handeln schaffen. Aus diesem Grund gehen wir die notwendigen Schritte zur Verbesserung unseres Mobilitätsverhaltens weiter an“, fasst Prof. Budde den Ausgang des dritten Workshops zusammen. (th)