20.12.2012

Gemeinsam auf Strecke in Bethel

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Nutzungsorientierte Haptik und dynamische Bewegungswiderstände" führten Mitarbeiter des Forschungsschwerpunktes IBT Messungen an Rollstühlen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bethel durch.

Ein interdisziplinäres Projekt schafft Kooperation

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Nutzungsorientierte Haptik und dynamische Bewegungswiderstände" im Fachprogamm FHprofUnt 2010 gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung führten Mitarbeiter des Forschungsschwerpunktes Industrielle BewegungsTechnologie (IBT) Messungen zu Leistungsbetrachtungen an Rollstühlen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bethel in Bethel durch. Daran waren als Probanden erfahrene Rollstuhlnutzer beteiligt, welche als Mitarbeiter in Bethel tätig sind. Es kam ein im Rollstuhlrad integriertes Messsystem zum Einsatz, das u. a. die Erfassung der von Rollstuhlfahrern am Greifring aufgebrachten Kräfte, der Momente und der gefahrenen Geschwindigkeit möglich macht. Als Teststrecke wurden Wege im Außenbereich in Bethel genutzt. Diese Messungen dienen zur Ermittlung erster Erkenntnisse über die aufgebrachte mittlere Leistung und den Geschwindigkeitsverlauf von unterschiedlichen Probanden während der Testfahrt sowie über das Auftreten von Kraftspitzen beim Antreiben des Rollstuhles. Basierend auf diesen Erkenntnissen sollen zukünftig Untersuchungen entwickelt werden, die eine Charakterisierung von Wegen im Hinblick auf ihre Rolleignung sowie eine Einstufung nach Schwierigkeitsgraden möglich machen. Professor Hörstmeier, Projektleiter im Forschungsprojekt: "Auf dieser Technologie können zukünftig sowohl die Mobilität von Rollstuhlfahrern wie auch von Personen mit anderen Rollsystemen, beispielsweise Menschen mit Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen oder Kinder auf Rollrädern maßgeblich erweitert werden."



Prof. Seidel (Bethel) im Projektgespräch mit Prof. Hörstmeier (IBT)



Streckenmessung mit dem Messrollstuhl