11.04.2016

Partnerstadt Nowgorod besucht den Fachbereich IuM

Drei Vertreter der Stadtverwaltung Nowgorod zu Besuch am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik.

Nowgorod ist bekanntlich die älteste der sieben Partnerstädte der Stadt Bielefeld und war bereits im Mittelalter ein wichtiges, wirtschaftliches Handelszentrum. Gelegen am Ilmensee und vier schiffbaren Flüssen, ist Weliki Nowgorod deshalb früh zur Hansestadt geworden. Heute ist sie mit zirka 220.000 Einwohnern in einer stetig wachsenden Entwicklung, mit Investitionen in die Wirtschaft und die Infrastruktur.

Olga Wasilewa, die Vorsitzende des Komitees für Tourismus war mit Aleksander Grigoriev, dem Vorsitzenden des Komitees für Wirtschaft und Investition der Stadtverwaltung Nowgorod zu Besuch in der Partnerstadt Bielefeld zu Gast. Zur Übersetzung war eine weitere Kollegin aus dem Tourismusbüro Nowgorods mitgereist und zwar Elena Sychewa, die mit exzellentem Deutsch für die problemlose Kommunikation sorgte. Die drei waren am 7. April 2016 in Begleitung von Olaf Selonke in die Fachhochschule gekommen, dem für die Bielefelder Partnerstädte verantwortlichen Referenten der Stadt Bielefeld. Letzterer steht schon seit 2013 regelmäßig in Kontakt mit dem Fachbereich IuM, sodass bereits häufiger gemeinsame Veranstaltungen mit Besuchergruppen aus den Bielefelder Partnerstädten realisiert werden konnten.

Begrüßt wurden die Gäste im Fachbereich durch den Dekan Prof. Lothar Budde, der die russischen Besucher willkommen hieß. Seine Worte unterstrichen die Bedeutung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Bielefeld und dem Fachbereich IuM insbesondere für gemeinsame Projekte.

Prof. Klaus Rüdiger stellte den Gästen im Rahmen seiner Präsentation die Fachhochschule mit dem neuen Hauptgebäude und insbesondere den Fachbereich genauer vor. Die stetig steigende Anzahl an Studierenden (aktuell über 3000 Studierende), die 15 verschiedenen Studienprogramme und 75 Lehrende überzeugten die Russen aus Nowgorod, dessen Universität laut ihrer Schätzung nur halb so groß sei wie die Bielefelder Fachhochschule. Prof. Rüdiger unterstrich die Besonderheiten am Fachbereich mit den Teilzeitstudienangeboten, berufsbegleitenden und praxisintegrierten Studiengängen sowie der Kooperation mit der Universität Bielefeld. Er stellte die Forschungsschwerpunkte, das zdi- Schülerinnen und Schülerlabor und auch das Leonardo-Projekt vor. Darüber hinaus betonte Rüdiger die Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Region und die Einbringung von 2,1 Millionen Euro an Drittmitteln, die der Fachbereich (im Jahr 2015) bekommen hat.

Daniel Norton präsentierte im Anschluss das Projekt „GLOBAL – begegnen, forschen, kooperieren“, das als Organisationseinheit zwischen dem Fachbereich IuM, der Stadt Bielefeld und den Partnerstädten fungieren soll und zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur vermittelt. Vorstellbar sei, langfristig ein Angebot mit Studierendenaustauschen, gemeinsamen Forschungsprojekten und Erfahrungsaustausch zwischen dem Fachbereich in Bielefeld und der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität in Nowgorod aufzubauen.

Im Anschluss an die Präsentationen gab es noch eine Führung durch die Labore im Fachbereich. Dazu hatte sich Dipl.-Ing. Harald Koch bereit erklärt, die russischen Gäste durch die Räumlichkeiten zu führen.

Die Besucher aus Russland zeigten sich sehr interessiert an der Fachhochschule und fragten, ob die Kooperation nur auf die technischen Fächer limitiert sei. „In Nowgorod gibt es zwar eine kleinere Universität, aber ein ähnliches Studienangebot. Auch wir haben dort eine hohe Nachfrage nach Ingenieuren, daher gibt es bestimmt Perspektiven, um die Zusammenarbeit zu erweitern.“, so Olga Wasilewa. „Es gab sogar vor ein paar Wochen einen Wettbewerb junger Ingenieure in unserer Stadt, im Zuge dessen es um die Entwicklung des besten Roboters ging.“ Eine Partnerschaft zwischen der Universität Bielefeld und der Universität in Nowgorod bestehe schon bei der Fakultät für Linguistik, bald könnte endlich auch für die technischen Bereiche eine Hochschulkooperation zwischen den beiden Städten entstehen. (akb)