Der Fachbereich IuM der Fachhochschule Bielefeld und die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld hatten am 2. April 2014 12 Studierende und 6 Unternehmen zum Speed Networking eingeladen.
Mit Spannung warteten die Studierenden auf den Startschuss zum zweiten Speed Networking am Donnerstag, den 02. April 2014 in der IHK. Eine Hupe gab den Takt an und für jeweils acht Minuten waren Gespräche mit sechs Unternehmensvertretern möglich. Der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) der Fachhochschule Bielefeld und die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld hatten dazu 12 Studierende und 6 Unternehmen eingeladen.
Erstmals fand das Speed Networking im Mai 2013 statt. "Die Auftaktveranstaltung war so erfolgreich, dass eine Fortsetzung die einzig logische Konsequenz ist", so Brigitte Böwingloh, Leiterin vom Praxisbüro des Fachbereichs IuM. Die Initiatorin von Seiten der Fachhochschule Bielefeld ist Ansprechpartnerin rund um Karrierefragen, Praktika und Berufseinstieg.
"Nach dem ersten Speed Networking vor einem Jahr sind Kooperationen zu Abschlussarbeiten und sogar Arbeitsverhältnisse entstanden", berichtete Christian Holterhues, Ansprechpartner im Bereich Innovation und Technologie der IHK. Die beiden Ideengeber des außergewöhnlichen Veranstaltungsformats freuen sich über diesen Erfolg.
Das Speed Networking ist eine kreative Form der Vernetzung mit dem Ziel, dem zunehmenden Bedarf der regionalen Wirtschaft an hervorragend ausgebildeten Hochschulabsolventen gerecht zu werden. Und genau mit diesem Fokus begrüßten Dr. Christoph von der Heiden aus der IHK Geschäftsführung und Prof. Dr. Lothar Budde, Dekan des Fachbereichs IuM, die Studierenden sowie die erwartungsvollen Unternehmensvertreter.
"Insbesondere bei dem zu erwartenden Fachkräftemangel ist eine frühzeitige Kontaktaufnahme zu den jungen Leuten, die sich in der Ausbildung befinden, der sicherste Weg, um in Zukunft gut gewappnet zu sein", mit diesen Worten eröffnete Dr. von der Heiden die Veranstaltung. "Die regionale Verbundenheit spielt dabei eine große Rolle. Studierende sollten die attraktiven Arbeitgeber in ihrer Region kennen und die Unternehmen sollten die sehr gut qualifizierten und meist in OWL verwurzelten Studierenden rechtzeitig kontaktieren und sie in der Region halten", ergänzt Prof. Budde.
Beim Speed Networking haben die Unternehmensvertreter und die Studierenden jeweils 8 Minuten Zeit, bevor ein lautes Hupen die nächste Gesprächsrunde ankündigt. Im Uhrzeigersinn werden die Plätze getauscht und ohne große Pause geht es gleich in den nächsten Informationsaustausch, denn das soll es sein: Ein gegenseitiger Austausch und kein angespanntes Bewerbungsgespräch. "Wir legen Wert auf eine angenehme Gesprächsatmosphäre, in der sich beide Seiten präsentieren und kennenlernen können", so Brigitte Böwingloh.
Befragte man die Studierenden, die sich erfolgreich mit ihrer Bewerbung für dieses Event durchgesetzt hatten, nach Ihren Erwartungen, so waren die Antworten schon sehr konkret. "Ich suche nach dem richtigen Thema für meine Bachelorarbeit und habe großes Interesse an der Firma FERCHAU", erzählt Nils Flagmeier, Student der Regenerativen Energien. Willi Baidinger, Student im Bachelorstudiengang Maschinenbau, sucht konkrete Berufsperspektiven für die Zeit nach dem Abschluss. Patricia Schäl, einzige Teilnehmerin und Studentin der Elektrotechnik, ist auf der Suche nach einem Praktikumsplatz in einem größeren Unternehmen. Das freiwillige Praktikum möchte sie nutzen, um einen Einstieg in das Berufsleben zu finden.
Nicole Koop von der Gesellschaft für Regelungstechnik und Energieeinsparung mbH (GFR) war erstmals beim Speed Networking dabei und ist begeistert von der Möglichkeit, insbesondere für das elektronisch versierte Unternehmen potentielle Nachwuchskräfte kennenzulernen. "Wir befinden uns genau in dem Berufssegment, in dem es knapp wird in Zukunft", bringt es Nicole Koop auf den Punkt.
Die Firma Claas, Vertreten durch Jochen Breymayer, war bereits zum zweiten Mal dabei. "Aufgrund der guten Erfahrungen vom vergangenen Jahr sind wir der Einladung in die IHK wieder gerne gefolgt. Es ist eine gute Alternative zu der üblichen Bewerbung per E-Mail", findet Breymayer. Neben Claas und der GFR, waren die Unternehmen Hora, Harting, Hettich und Ferchau vertreten.
Ein Vortrag von Uwe Lück, Referent für Innovation und Technologie der IHK zum Thema Branchennetzwerke in OWL, rundete das Angebot des Nachmittags ab. Nach dem Gesprächsmarathon schaute man beim anschließenden Imbiss und Zusammenkommen in angenehmer Atmosphäre in zufriedene Gesichter. "Ich habe heute Informationen gewonnen, die im Internet nicht zu finden sind", so Student Nils Flagmeier. "Zwei Unternehmen bieten genau das, was ich suche und die Gespräche haben neben einer Fülle an Informationen auch Spaß gebracht", freut sich Sebastian Pfeifer, Student der Elektrotechnik.
Prof. Budde bedankte sich von Seiten der Fachhochschule Bielefeld noch einmal bei allen Beteiligten und lobte die erfolgreiche Zusammenarbeit, die dank des Netzwerks mit der IHK entstanden ist. Es habe sich wieder gezeigt, dass persönliche Beziehungen einen ebenso großen Stellenwert einnehmen, wie eine gute Ausbildung, fasste Prof. Budde den Nachmittag zusammen. Was sich aus den Gesprächen entwickelt hat, wird man mit Sicherheit beim nächsten Speed Networking erfahren können. (th)